radioeins Plattenkritiken

CD der Woche
11.03.2019

Elektro Beats

Who Else von Modeselektor

who else modeselektor
Monkeytown Records

"Versuche dir mal selbst eine Überraschungsparty zu machen und dann auch überrascht zu sein!" (Modeselektor in den radioeins 'elektro beats')  Schon nicht leicht, wenn man sein eigenes Plattenlabel betreibt, sich das Veröffentlichungsdatum selbst setzen kann und nach dem großen Erfolg der letzten beiden Moderat- Alben und mehreren Welttourneen nach 8 Jahren ein neues Modeselektor- Album an den Start bringen will.  Doch das ist Szary und Gernot mit "Who Else" gleich in mehrfacher Hinsicht bravourös gelungen. Die bewusste Beschränkung auf 8 Titel und 34 Minuten ... [mehr]

08.03.2019

Soundcheck

Still On My Mind von Dido

Dido Still on my mind
BMG Rights Management

Platte, Promo, Tour und wieder von vorn: Wer im Gespräch bleiben will, tut gut daran, alle zwei Jahre ein neues Album zu veröffentlichen. Dido hat da noch nie mitgespielt, und zwischen dem neuen und dem letzten Langspieler liegen stolze sechs Jahre. Finanziell kann sie sich das sicher leisten. Album eins und zwei gehören zu den meistverkauften Platten Großbritanniens. Den Song „Thank You“ kann jeder mitsummen. Aber zieht Didos genügsame, heimelige Melancholie auch noch in Zeiten, in denen die Welt auf dem Kopf zu stehen scheint? Und war sie nicht immer mehr Single- statt Albumkünstlerin? [mehr]

08.03.2019

Soundcheck

Sasami von SASAMI

sasami
Domino Recording Co Ltd

Die aus Los Angeles stammende Multi-Instrumentalistin und Ex-Keyboarderin der Band Cherry Glazerr, Sasami Ashworth, vertont auf ihrem Solo-Debüt Tagebucheinträge und Briefe, die zwar geschrieben, aber nie abgeschickt wurden. SASAMI verpackt sie in teilweise bissige Rock-Hymnen und wirft so seelischen Ballast über Board. [mehr]

08.03.2019

Soundcheck

Beware of the Dogs von Stella Donnelly

Stella Donelly
Secretly Canadian / Cargo

Selbstbewusste Songwriterinnen, die gegen die betonierten Verhältnisse anklampfen, kann es gar nicht genug geben. Von daher begrüßt man auch das Debütalbum der 26-jährigen Australierin mit Vorschussfreude. Stella Donnellys Stimme transportiert manchmal fast zu viel mädchenhafte Koketterie, was aber die aufmüpfigen Texte umso nachhaltiger einsickern lässt. Zum Glück hört man dem federleichten Jangle-Pop niemals an, dass sie mit ihrer Highschool-Band einst Green Day nachgeschrammelt hat. [mehr]

08.03.2019

Soundcheck

Nick Waterhouse von Nick Waterhouse

nick waterhouse
Innovative Leisure

Der Mann zeigt Kante. Ein freundlicher Retro-Bär ist Nick Waterhouse nicht. Seine Abscheu auf das digitale Heute kommt mit krachendem R&B der Schule von 1956 und klaren Ansagen in den Texten daher. Die Welt ist in einem furchtbaren Zustand und die meiste Musik eine Zumutung.Waterhouse hat sein viertes Album, auf dem er vom in analogen Dingen sehr erfahrenen Produzenten Paul Butler unterstützt wird, nach sich selbst benannt. Das ergibt Sinn, denn er ist angekommen, weiß wer er ist und was er kann. Diese Platte ist ein starkes Statement! [mehr]