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Belle and Sebastian

Support: Jane Weaver

Belle and Sebastian
Belle and Sebastian | © David Boni

Seit zwei Jahrzehnten steht das britische Kollektiv Belle and Sebastian für hymnischen, handgemachten Indie-Pop mit Tiefe und Bedeutung. Bandleader Stuart Murdoch und seine musikalischen Begleiter haben mit jedem ihrer Alben Maßstäbe gesetzt. Zwei Jahre nach ihrem letzten Album meldet sich das Künstlerkollektiv nun seit Oktober 2017 im Monatsrhythmus mit jeweils einer neuen EP zurück.

Belle and Sebastian sind in jeder Beziehung außergewöhnlich. Die Band war nie auf Hits oder Erfolg ausgerichtet und ist trotzdem seit Erscheinen ihres Debüts „Tigermilk“ (1996) Dauergast in den Charts. Lange verweigerte sich das Künstlerkollektiv den Regeln des Musikgeschäfts, sie gaben so gut wie keine Interviews und ließen sich nur ungern zu TV-Sendungen oder auf große Festivals einladen. Umso direkter verdeutlichten sie ihre künstlerische Ausnahmestellung innerhalb der Independent-Szene, bei der es immer stärker um klangliche Authentizität und lyrische Bedeutungstiefe ging.

Der Grund für diese Haltung hat eine simple Erklärung: Murdoch gründete Belle and Sebastian als soziales Projekt für Arbeitslose in seiner Heimatstadt Glasgow. Er wollte junge Menschen von der Straße holen und ihnen eine Aufgabe geben. Da er zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreiche Songs geschrieben hatte, erschienen im ersten Jahr nach Gründung zwei Alben und zwei EPs, die unmittelbar erste Erfolge einbrachten. Bis 2002 machten sie angefangen bei den Aufnahmen über die Produktion bis zum Cover-Artwork alles selbst.

Mit dem Erfolgsalbum „Dear Catastrophe Waitress“ änderte sich dieser Ansatz. Ihre Musik, bis dahin eine Mischung aus Kammerpop, Folkmusik und akustisch barocker Instrumentierung, wurde von Pop-Produzent Trevor Horn mit opulenten Arrangements angereichert. Seither Arbeit die Band bei jedem neuen Album mit einem anderen Produzenten zusammen.

Stuart Murdoch schreibt immer noch hinreißende Kurzgeschichten über Verlierer und Teenager auf der Suche nach einer Bestimmung. Dazu kreiert die Band zauberhafte, betont schlichte Kompositionen, die ihre Wirkung sich erst nach und nach entfalten. Es ist die perfekte Musik, um die Schönheit im Alltäglichen zu erkennen.

Nun hat sich das Britische Kollektiv dazu entschieden, kein neuen Album zu veröffentlichen, sondern stattdessen drei EPs, die ab Ende Oktober im Monatsrhythmus erscheinen sollen und inhaltlich sowie konzeptionell ein Gesamtwerk ergeben. Das erscheint dann am 16. Februar erscheinen.   

Am 17. Februar kommen Belle and Sebastian in den Admiralspalast.

Veranstaltungsort:
Admiralspalast
Friedrichstraße 101
10117 Berlin - Mitte
Erreichbarkeit: Bahnhof Berlin - Friedrichstraße

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