radioeins Filmarchiv

radioeins Filmarchiv: Ein Mann hält ein Filmband bzw. eine Filmrolle © dpa

Knut Elstermann sitzt seit Jahrzehnten in Kinosesseln und war quasi schon immer Filmjournalist. Für ihn ist kein Film zu klein, kein Kino zu stickig und kein Festivalteppich zu rot. Ob neu im Kino, frisch auf DVD oder Blu-ray gepresst oder einfach ein alter Klassiker - Hier finden Sie seine Film-Rezensionen.

08.11.2018

Kino King Knut Elstermann

Filmtipps vom 8. November

Leto // #Female Pleasure // Aufbruch zum Mond

Kino King Knut Elstermann
radioeins

Knut Elstermann sitzt seit Jahrzehnten in Kinosesseln und war quasi schon immer Filmjournalist. Für ihn ist kein Film zu klein, kein Kino zu stickig und kein Festivalteppich zu rot. Wenn Elstermann über Filme spricht, verzichtet der Filmvorführer auf Alkohol. [mehr]

08.11.2018

Drama

Aufbruch zum Mond

Originaltitel: First Man

Ryan Gosling in Aufbruch zum Mond
Universal Pictures

Dieser schöne Film erzählt die Vorgeschichte des wohl berühmtesten Schritts der Menschheit. Wir begleiten den Astronauten Neil Armstrong, den Ryan Gosling wunderbar schnörkellos und uneitel-verhalten spielt, bei seinem harten Training vor dem Mondflug, die Rückschläge und furchtbaren Verluste von Freunden. Vor allem aber erzählt der Film, der auch das Flugerlebnis in der erstaunlich heftig rumpelnden Sonde körperlich nachvollziehbar macht, das Drama eines Familienvaters, der seine kleine Tochter durch einen Gehirntumor verliert. Es ist ein Schmerz, der auch durch den späteren Weltruhm ... [mehr]

08.11.2018

Biografie

Leto

Irina Starshenbaum in "LETO"
Hype Film Kinovista 2018

In dem russischen Film „Leto“ zeichnet der bekannte Film- und Theaterregisseur Regisseur Kirill Serebrennikow („Der die Zeichen liest“) ein faszinierendes Zeitbild vom Leningrad der 80er Jahre. Mit wunderschönen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, originellen Animationen und Musikaufnahmen erzählt er von der schwierigen Freundschaft zweier einflussreicher, viel zu früh verstorbener Rockmusiker jener Jahre: Viktor Tsoi (Teo Yoo) von der Band „Kino“ und Mike Naumenko (Roman Bylik) von der legendären Gruppe „Zoopark“. Beide Musiker, die in der Sowjetunion Kultstatus erlangten, liebten dieselbe Frau, ... [mehr]

08.11.2018

Dokumentation

#Female Pleasure

#Female Pleasure
X Verleih AG

Noch immer wird die Sexualität von Frauen in vielen Religionen unterdrückt und dämonisiert, während sie gleichzeitig Opfer von sexualisierter Gewalt werden, gerechtfertigt von einem zunehmenden religiösen Fanatismus. Die Schweizer Regisseurin Barbara Miller zeigt in ihrem Dokumentarfilm fünf großartige Frauen, die sich widersetzen, oft gegen brutale Gegenwehr, aber auch gegen innere Widerstände beim schmerzhaften Ablösen von den eigenen, religiösen Wurzeln. Ob Deborah Feldman, die aus der ultra-orthodoxen Gemeinde New Yorks ausbrach, Leyla Hussein, die unerschrocken gegen ... [mehr]

01.11.2018

Kino King Knut Elstermann

Filmtipps vom 1. November

Der Trafikant // The Cakemaker // 25 km/h

Kino King Knut Elstermann
radioeins

Knut Elstermann sitzt seit Jahrzehnten in Kinosesseln und war quasi schon immer Filmjournalist. Für ihn ist kein Film zu klein, kein Kino zu stickig und kein Festivalteppich zu rot. Wenn Elstermann über Filme spricht, verzichtet der Filmvorführer auf Alkohol. [mehr]

01.11.2018

Drama

Der Trafikant

Der Trafikant (Bild: Emma Drogunova, Simon Morzé) © Petro Domenigg/TOBIS Film GmbH
Petro Domenigg/TOBIS Film GmbH

Der 17jährige Franz (hervorragend, mit liebenswerter Naivität: Simon Morzé) geht 1937 aus seinem Dorf in die Metropole Wien, um eine Lehre in einem Trafik anzutreten. Ein Trafik ist ein Zeitungs- und Tabakladen. Franz wird also „Trafikant“. Sein Lehrmeister, der linke Kriegsinvalide Otto Trsnjek (Johannes Krisch) weiht ihn in die Geheimnisse des Berufs ein, die schöne Böhmin Anezka (Emma Drogunova) in die Geheimnisse der Liebe und kein Geringerer als der greise Stammkunde Professor Freud, von dem Bruno Ganz ein wunderbar menschliches Porträt zeichnet, steht ihm beim Erwachsenwerden ... [mehr]

01.11.2018

Komödie/Drama

25 km/h

25 km/h (Bild: Bjarne Mädel, Lars Eidinger) © 2017 Gordon Timpen/Sony Pictures Releasing GmbH/Sunny Side Up GmbH
2017 Gordon Timpen/Sony Pictures Releasing GmbH/Sunny Side Up GmbH

Die Beerdigung des ungeliebten Vaters bringt die beiden sehr ungleichen Brüder wieder zusammen, 30 Jahre haben sie sich nicht mehr gesehen, der introvertierte Georg (Bjarne Mädel) und der weltweit agierende Geschäftsmann Christian (Lars Eidinger). In der Nacht nach dem Begräbnis beschließen die beiden, alles hinter sich zu lassen und mit ihren langsamen Mofas auf einen Trip an die Ostsee zu gehen, den sie schon als Kinder planten. Man muss diese recht wacklige Ausgangslage schon irgendwie akzeptieren, um sich auf das Roadmovie einzulassen, denn es bleibt bis zum Ende ... [mehr]

01.11.2018

Drama

The Cakemaker

The Cakemaker (Bild: Tim Kalkhof) © Karma Films
Karma Films

Im Berliner Café Kredenz findet der israelische Dienstreisende Oren nicht nur köstliche Backwaren, sondern auch den wortkargen, jungen Bäcker Thomas (mit verhaltener Intensität: Tim Kalkhof). Die beiden verlieben sich und Oren beginnt ein Doppelleben, bei seiner Familie in Jerusalem und bei seinem Geliebten in Berlin. Als Oren bei einem Unfall stirbt, reist Thomas unerkannt nach Jerusalem, heuert im Café der Witwe an (berührend in ihrer Trauer: Sarah Adler). Er bezaubert die Kunden mit seinen Keksen, während er immer tiefer in das fremde Leben der anderen eintaucht. Regisseur Ofir Raul ... [mehr]

25.10.2018

Kino King Knut Elstermann

Filmtipps vom 25. Oktober

Der Affront // Sorry Angel // Ex Libris

Filmtipps vom 25.10.2018
radioeins
25.10.2018

Tragikomödie

Sorry Angel

Originaltitel: Plaire, aimer et courir vite

Sorry Angel (Bild: Pierre Deladonchamps, Vincent Lacoste) © Jean-Louis Fernandez / LFP- Les Films Pelléas - Gaumont - France 3
Jean-Louis Fernandez / LFP- Les Films Pelléas - Gaumont - France 3

In die Zeit als eine AIDS-Diagnose einem Todesurteil gleichkam, führt der feinsinnige, französische Liebesfilm „Sorry Angel“ zurück. Regisseur Christophe Honoré erzählt von der Begegnung des 22-jährigen Studenten Arthur (Vincent Lacoste) und des 36-jährigen, an AIDS erkrankten Autors Jaques (Pierre Deladonchamps). Während Arthur sich immer klarer darüber wird, dass er Männer liebt, und die Nähe von Jaques sucht, zieht sich der Todgeweihte zurück, weil er keine letzte Liebe mehr wird. Ohne Sentimentalität und Nostalgie rekonstruiert der Film mit seinen ausgezeichneten Darstellern ... [mehr]