Drama - Auf trockenen Gräsern

Auf trockenen Gräsern © eksystent Filmverleih
Auf trockenen Gräsern | © eksystent Filmverleih
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Das zehnte Werk des großen türkischen Autorenfilmers Nuri Bilge Ceylan (Goldene Palme 2014 in Cannes für "Winterschlaf") ist ein philosophisches Epos. Ein intensives Sittenbild, verunsichernd und anregend durch Tiefe und große Welthaltigkeit, dabei in der entlegensten Provinz spielend. Lehrer Samet (gespielt von Deniz Celiloglu) versieht hier seit vier Jahren seinen Pflichtdienst und hofft auf die Versetzung nach Istanbul. Der Traum zerschlägt sich, als zwei Schülerinnen ihn der Belästigung bezichtigen.

Zusammen mit seinem ebenfalls beschuldigten Freund Kenan und der klugen Kollegin Nuray stellt er sich den Vorwürfen und der eigenen Persönlichkeit. Merve Dizdar in der Rolle der Nuray wurde in Cannes im vergangenen Jahr als beste Darstellerin ausgezeichnet.

In seinen schönsten, intimsten Momenten erinnert der Film an die sehnsuchtsvollen Stücke Tschechows, an das unstillbare Verlangen nach dem anderen Leben, das sich in allen Figuren dieses Meisterwerks spiegelt.

 

Kritiker: Knut Elstermann

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