Komödie/Drama/Romanze/Thriller - Ein Glücksfall

Niels Schneider und Lou de Laâge in "Ein Glücksfall" © Metropolitan FilmExport
Niels Schneider und Lou de Laâge in "Ein Glücksfall" | © Metropolitan FilmExport
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Was ist Glück, was ist Zufall? Lässt sich das Glück erzwingen, lässt sich der Zufall kontrollieren? Diese ewigen Fragen durchziehen den neuen Film von Woody Allen, eine hintersinnige Komödie, in die sich Spuren eines bürgerlichen Psychothrillers mischen, als hätte Claude Chabrol Pate gestanden.

Die junge Frau Fanny (Lou de Laage) trifft auf der Straße zufällig einen Bekannten aus der Jugendzeit, Alain, einen Schriftsteller und stürzt sich in eine leidenschaftliche Affäre mit ihm. Ihr erfolgreicher Ehemann (herrlich aalglatt von Melvil Poupaud gespielt) bekommt Wind davon und spinnt ein Mordkomplott.

"Ein Glücksfall" ist einer der besten Woody-Allen-Filme seit langem, eine virtuos gebaute, spannende Geschichte mit verborgenen Abgründen, allgemeinem Misstrauen, mit großem Verrat und kleinen Betrügereien. Seinen 50. Film drehte er im herbstlich-melancholischen Paris, erstmals vollständig auf französisch und mit französischen Schauspielern. Es könnte der letzte Film des nunmehr 88-Jährigen sein, das wäre ein würdiger Abschluss seines Lebenswerkes.

Kritiker: Knut Elstermann

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