Tragikomödie/Drama/Komödie

Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?

Originaltitel: Ras vkhedavt, rodesac cas vukurebt?

Schon im vergangenen Berlinale-Wettbewerb lief dieses wunderbare Debüt des georgischen Regisseurs Aleksandre Koberidze, der in Berlin Film studiert hat.

Ani Karseladze in "Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?" © Faraz Fesharaki/DFFB
Ani Karseladze in "Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?" | © Faraz Fesharaki/DFFB

Mit seiner poetischen Geschichte zweier Königskinder stellt Koberidze sich in die Tradition des magischen, georgischen Kinorealismus, den er auf eigenwillige und zauberhafte Weise erneuert.

Koberidze führt einen Mann und eine Frau per Zufall zusammen, es ist Liebe auf den ersten Blick, doch ein böser Zauber verwandelt beide am nächsten Morgen in völlig andere Personen, so dass sie sich nicht wieder erkennen.

Es gibt also in diesem schönen Film, der Märchenhaftes und beobachtenden Realismus verbindet, der sich Umwegen und Abschweifungen erlaubt, in dem Hunde Fußball schauen und eine Überwachungskamera ein Eigenleben führt, für jede der Hauptfigur zwei Darsteller.

Auf der Berlinale erhielt der sehr schön verspielte Film den FIPRESCI-Preis. Er hätte durchaus noch mehr verdient.

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Aleksandre Koberidze
Darsteller: Giorgi Bochorishvili, Ani Karseladze, Oliko Barbakadze
Erscheinungsjahr: 2022
Herkunftsland: Deutschland
Filmstart: Do 07.04.2022