Dokufiction - Rex Gildo - Der letzte Tanz

Filmstill: Kilian Berger (als Rex Gildo) und Ben Becker (als Fred Miekley) © Missing Films Filmverleih
Filmstill: Kilian Berger (als Rex Gildo) und Ben Becker (als Fred Miekley) | © Missing Films Filmverleih
Bewertung:

In "Rex Gildo - Der letzte Tanz" zeichnet Regisseur Rosa von Praunheim das Leben der deutschen Schlager-Ikone semi-dokumentarisch nach, mit Archivmaterial, Interviews und großartigen, feinfühligen Spielfilmszenen, in denen die Film-Entdeckung Kilian Berger als junger Rex und Kai Schumann als gealterter Ex-Star glänzen.

Praunheim arbeitet dabei mit Respekt und Mitgefühl das große Drama des einst gefeierten Sängers heraus: Der homosexuelle Künstler führte für die Öffentlichkeit ein Doppelleben mit Scheinehe und großer Verzweiflung. Praunheim bezieht die Zeitgeschichte geschickt ein, den auch von ihm ausgelösten Aufbruch der Schwulenbewegung, deren Erfolge aber an Rex Gildo vorbei gingen. Seine Schlager, die Künstlichkeit seiner strahlend weißen Zähne, seiner Perücke und seines braunes Teints mögen lächerlich erscheinen - sein tragisches Schicksal aber, wie es dieser schöne Film erzählt, ist real und schlichtweg ergreifend.