Dokumentarfilm

Mein fremdes Land

Manuel kam als sehr kleines Kind aus Bolivien nach Deutschland, er wuchs in seiner liebevollen, schwäbischen Adoptivfamilie behütet auf, nur sein andersartiges Aussehen erinnerte an die Herkunft. Erst spät machte er sich auf die Suche nach seinen Wurzeln in Bolivien, nach seiner, in ärmsten Verhältnissen lebenden Mutter, die ihn 1988 in großer Not zur Adoption freigab.

Mein fremdes Land
Mein fremdes Land | © Arsenal Filmverleih

Die Regisseure Johannes Preuß und Marius Brüning haben den offenen, freundlichen Manuel auf dieser Reise begleitet. Dabei schufen sie einen bewegenden Film, der über die wendungsreiche Geschichte mit berührenden Begegnungen hinausweist.

Die aufgeworfenen Fragen betreffen jeden: Was macht uns aus, was prägt unser Leben und unsere Identität? Der genau beobachtende Film wahrt den Respekt vor allen Protagonisten, er entfaltet eine große, aufrichtige Emotionalität und hätte seinen gefühlvollen, musikalischen Klangteppich gar nicht nötig gehabt.

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Marius Brüning, Johannes Preuss
Erscheinungsjahr: 2022
Herkunftsland: Deutschland