Drama/Biopic - Ingeborg Bachmann - Reise in die Wüste

Vicky Krieps in "Ingeborg Bachmann - Reise in die Wüste" © Alamode Film
Vicky Krieps in "Ingeborg Bachmann - Reise in die Wüste" | © Alamode Film
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Sie waren das Glamour-Paar der Literaturszene, Ingeborg Bachmann und Max Frisch, die sich in Paris 1958 verliebten. Der sehr intime Briefwechsel der beiden wurde vor kurzem zu einem großen und umstrittenen Bucherfolg.

Vier Jahre waren sie zusammen, eine leidenschaftliche und zerstörerische Beziehung, vergiftet von Frischs rasender Eifersucht und seiner Unfähigkeit sich in seine Geliebte einzufühlen.

Regisseurin Margarethe von Trotta begleitet Ingeborg Bachmann in die Wüste, wo die Dichterin versuchte, diese große Enttäuschung zu verarbeiten. Sie fand für ihr klassisch gebautes Biopic mit Vicky Krieps und Ronald Zehrfeld zwei Darsteller, die sich ganz hervorragend in die realen Figuren einfühlen können und genau und feinfühlig von Scheitern und Verlust erzählen. Aber es geht auch um Bachmanns Schwierigkeiten eines öffentlichen Lebens, um Projektionen und frühen Ruhm – das ist durchaus sehr gegenwärtig.

Kritiker: Knut Elstermann

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