Komödie

Heikos Welt

Zum Vatertag startet diese schöne deutsche Komödie, obwohl Heiko, der Held des Films gar kein Vater ist. Aber dieser liebenswerte Stammgast der Berliner Eckkneipen, im betrunkenen Zustand ein genialer Dartmeister, ist dafür ein Musterbeispiel der wahren Liebe zur Mutter.

Heiko (Martin Rohde) lebt immer noch im "Hotel Mama" und kümmert sich rührend um seine Mutter (Heike Hanold-Lynch), die wegen einer Krankheit langsam ihr Augenlicht verliert © Darling Berlin/UCM.ONE
Heiko (Martin Rohde) lebt immer noch im "Hotel Mama" und kümmert sich rührend um seine Mutter (Heike Hanold-Lynch), die wegen einer Krankheit langsam ihr Augenlicht verliert | © Darling Berlin/UCM.ONE

Da Belinda (wunderbar anrührend und herzlich: Heike Hanold-Lynch) an einer schweren Augenkrankheit leidet, will er ein Dart-Turnier gewinnen, um die teure Operation zu bezahlen, gerät dabei aber in eine aberwitzige, herrlich gebaute, halbkriminelle Affäre, die jeder Beschreibung spottet. Heiko, den man schon aus dem Musikvideo "Nettelbeckplatz" und der darauf folgenden Kult-You-Tube-Serie kennen könnte, trägt nun mit seinem schluffigen Charme mühelos einen ganzen Spielfilm.

Gespielt wird er herrlich uneitel von Martin Rohde. Regisseur und Autor Dominik Galizia feiert in seinem zweiten Spielfilm die Welt der verschwindenden bierseligen Kneipen und ihrer originellen Kiezkunden, die sich mit jedem Pils tapfer gegen die Gentrifizierung stemmen.

Kritiker: Knut Elstermann
Regie: Dominik Galizia
Darsteller: Martin Rohde, Leyla Roy, Heike Hanold-Lynch, Hans-Jürgen Alf, Franz Rogowski
Erscheinungsjahr: 2022
Herkunftsland: Deutschland