Drama / Biographie

Elvis

Schöpfer und Geschöpf: Im Zentrum dieses Biopics steht ein ungleiches Paar. Der ausbeuterische, gerissene und egoistische Manager Tom Parker (etwas befremdlich wirkend im Fatsuit: Tom Hanks) und sein Produkt, der Superstar Elvis, den Austin Butler sehr sympathisch spielt. Der australische Regisseur Baz Luhrmann ("Moulin Rouge", "Der große Gatsby") zeichnet sich stets durch die üppige Maßlosigkeit seiner filmischen Visionen aus.

Elvis
Elvis | © Warner Bros.

Auch hier interessiert er sich wenig für die Tiefenschärfe seiner Figuren, dafür gibt es einen höchst sehenswerten und mitreißenden Rausch der Bilder und Sounds, einen faszinierenden Schnitt-Orkan. Seine besten Momente hat der Film immer dann, wenn er seine schlicht chronologisch geordneten Episoden ganz aus dem Geist der Musik heraus erzählt - etwa das Erweckungserlebnis des kleinen Elvis, der die Schwarze Musik fast gleichzeitig in der Kirche und im Tanzlokal für sich entdeckt.

Die Klänge fließen förmlich durch seinen Körper und prägen ihn ein Leben lang. Das kann der rauschhafte Film, der im Grunde zur Biografie von Elvis nichts wirklich Neues sagt, sehr überzeugend vermitteln.

Kritiker: Knut Elstermann

annehmbar

Regie: Baz Luhrmann
Darsteller: Austin Butler, Tom Hanks, Luke Bracey
Erscheinungsjahr: 2022
Herkunftsland: USA, Australien