Autobiographischer Film

Das Licht, aus dem die Träume sind

Der neunjährige Samay darf nur einmal ins Kino, denn eigentlich ist das für seinen bitterarmen und sehr strengen Vater ein verbotener Ort. Doch einen religiösen Film sieht der Junge und es ist um ihn geschehen.

Szene aus "Das Licht, aus dem die Träume sind". (Bild: Neue Visionen Filmverleih)
Szene aus "Das Licht, aus dem die Träume sind". | © Neue Visionen Filmverleih

Von nun an schleicht er sich heimlich immer wieder in das Filmtheater, er ist dem Rausch der Farben, der Bilder, der Musik erlegen und will selbst Regisseur werden. Samay, den der kleine Bhavin Rabari mit anrührender, kindlicher Entschlossenheit spielt, sagt so treffend: „Aus Licht werden Geschichten und aus Geschichten werden Filme“.

Schöner kann man das Wesen des Kinos nicht beschreiben, das in diesem rundum zauberhaften, autobiografisch gefärbten Film des indischen Regisseurs Pan Nalin („Sieben Göttinnen“) auf wunderbare Weise gefeiert wird: Eben auch in seiner verschwundenen, materiellen Form, mit den verwackelten Projektoren, den zusammengeklebten Filmschnipseln und wagenradgroßen Rollen.

Kritiker: Knut Elstermann

großartig

Regie: Pan Nalin
Darsteller: Bhavin Rabari, Rahul Koli, Richa Meena
Herkunftsland: Indien
Filmstart: Do 12.05.2022