Album der Woche

Rough And Rowdy Ways von Bob Dylan

Rough And Rowdy Ways von Bob Dylan
Rough And Rowdy Ways von Bob Dylan | © Sony Music

Nicht wenige Dylan Fans hatten die Hoffnung schon aufgegeben, nach acht langen Jahren neue Songs von ihrem Idol zu hören. Trotz Trump und Nobelpreis arbeitete sich Bob Dylan mit seiner ganz eigenen Konsequenz lieber an Frank Sinatras Songbook ab. Doch Dylan ist immer für eine Überraschung gut und so veröffentlichte er mitten in Coronazeiten mit "Murder Lost Foul" nicht nur einen neuen Song, sondern auch noch den längsten seiner Karriere. Wie immer spielt Bob Dylan mit Figuren aus der Geschichte, setzt Dinge miteinander in Verbindung, wie nur er es kann. Die Deutung seiner Texte überlässt er, wie immer, den Hörern. Sein neues Doppel-Album ist ein Abgesang auf den amerikanischen Traum, voller Altersweissheit und Zärtlichkeit und manchmal auch "Rough And Rowdy".

Auch wenn viele seiner Fans mit Unverständnis und Unmut reagiert haben, durch seine Sinatra Interpretationen hat sich Dylan stimmlich auf ein neues Level gehoben. Jede Betonung sitzt und mit seiner langjährigen Liveband im Rücken gleitet er souverän durch die neuen Songs. Sollte es sein letztes Album gewesen sein, so schließt sich der Kreis wie bei Leonard Cohen. Nächstes Jahr wird Bob Dylan 80zig, in diesem Jahr hat Corona seine "Never Ending Tour" zum Halten gebracht, aber hoffentlich geht er noch einmal auf Tour.

Tracklisting

1. I Contain Multitudes    
2. False Prophet    
3.  My Own Version Of You    
4.  I've Made Up My Mind To Give Myself To You    
5.  Black Rider    
6.  Goodbye Jimmy Reed    
7.  Mother Of Muses    
8.  Crossing The Rubicon    
9.  Key West (Philosopher Pirate)    
10. Murder Most Foul    

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