Dokumentation

Land des Honigs

Originaltitel: Honeyland

Hatidze Muratova in Land des Honigs
Hatidze Muratova in Land des Honigs | © Netflix

Von hoch oben, aus den mazedonischen Bergen, holt die Albanerin Hatidze den Honig, aus schwindelerregenden Höhen, immer genug für die Insekten selbst in den Waben zurücklassend. Unten im Tal verkauft sie den Honig und kümmert sich rührend um ihre alte, kranke Mutter. Alle leben in dem Dorf in großer Armut, wie abgeschnitten von der Zivilisation.

Der gleichförmige Alltag verändert sich jäh, als eine große, lärmende Nomadenfamilie in die Nachbarschaft zieht, anfangs von Hatidze noch freundlich und neugierig empfangen. Doch bald prallen sehr unterschiedliche Lebensweisen und Ansichten aufeinander.

„Land des Honigs“ ist ein Meisterwerk des beobachtenden Dokumentarfilms, bei dem man als Zuschauer dem Leben wirklich zuschauen kann. Dieser Film, der wie ein Spielfilm wirkt, wurde für den Oscar eingereicht. Er hat beim Festival in Sundance gewonnen und kann sich Hoffnung auf den Europäischen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm machen. Vor allem aber ist er ein spektakulär schöner Kinofilm mit fantastischen Aufnahmen einer unberührten Natur, die den Lebensraum für diese Menschen bildet - eine großartige Bühne für ihre kleinen und großen Dramen, ihren täglichen Überlebenskampf. 

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov
Erscheinungsjahr: 2019
Herkunftsland: Makedonien