Dokumentarfilm - Alice Schwarzer

Alice Schwarzer © Derflinger Film/Cristina Perincioli
Alice Schwarzer | © Derflinger Film/Cristina Perincioli
Bewertung:

Die Regisseurin Sabine Derflinger zeichnet in ihrem Dokumentarfilm den Lebensweg der feministischen Ikone Alice Schwarzer nach, besucht Stationen ihres Lebens wie ihre Geburtsstadt Wuppertal und Paris, wo Alice Schwarzer ihre prägenden Erlebnisse hatte. Diese Einflüsse und Wurzeln macht der Film sehr deutlich, wobei es kaum um heutige Debatten und Kontroversen um Alice Schwarzer geht, von der natürlich nicht die geringste kritische Selbstreflexion zu erwarten ist.

Derflinger verbindet in einer anregenden, geschickten Montage das Archivmaterial, vor allem aus den 70er Jahren als Schwarzer in den Medien zum gefragten Gast wurde, mit Aufnahmen aus dem heutigen Alltag wie Redaktionssitzungen der "EMMA". Dabei entstand offenbar eine große Nähe zu der absolut furchtlosen, humorvollen und immer noch kämpferischen Aktivistin, deren großen Verdienste unbestritten sind und in dem sehr sehenswerten Film angemessen gewürdigt werden.