Kammerspiele im Deutschen Theater in Berlin-Mitte - Nathan von Gotthold Ephraim Lessing

in einer Überschreibung von Joanna Praml und Dorle Trachternach

„Und unter stummer Wiederholung allseitiger Umarmungen fällt der Vorhang.“ So endet Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“. Der Protagonist Nathan propagiert Toleranz und Verständigung zwischen den großen Weltreligionen. Gemeinsam mit zwölf Jugendlichen hat Regisseurin Joanna Praml diesen Klassiker, der die Utopie eines großen interreligiösen Zusammenhalts vermittelt und somit aktueller ist denn je, neu bearbeitet. In dieser Inszenierung sucht sie nach Parallelen zur heutigen Lebensrealität im Melting Pot Berlin, wo es immer öfter zu religiösen Anfeindungen kommt.