Kino // Drama

Border

im radioeins Freiluftkino Friedrichshain

Eva Melander in "Border" © Wild Bunch Germany
Eva Melander in "Border" | © Wild Bunch Germany

Einer der großen Hits in Cannes, wenn auch nicht im Wettbewerb: „Border“ aus Schweden, ein Film des im Iran geborenen Regisseurs Ali Abbasi, der schon mit seinem grandiosen Horror-Film „Shelley“ bewies, dass er das Genrekino auf sehr verblüffende und persönliche Weise zu erneuern weiß.

In „Border“, nach einer Geschichte aus dem Erzählungsband „Die Grenze“ von John Lindqvist, erzählt er von einer merkwürdigen, starken Frau mit deformiertem Gesicht, die sich Dank eines unglaublichen Geruchssinns beim Zoll mit ihrer Spürnase unentbehrlich macht. Dann trifft sie auf einen ähnlich verformten Mann, durch den sie nicht nur die leidenschaftlichste Liebe erlebt, sondern auch ihren sagenhaften Ursprung begreift - sodass sie plötzlich keine einsame Außenseiterin mehr ist, sondern Teil einer mythischen Gemeinschaft.

„Border“ - übrigens mit großartigem Makeup – überschreitet mit seiner psychologisch-genauen Erzählweise die Grenzen des Genre selbst und eröffnet einen überraschenden Zugang zu Themen, die nicht nur Fabelwesen wichtig sind: Das Fremde und das Vertraute, Ausgegrenztsein und Dazugehören. Dafür hatte Regisseur Ali Abbasi genau den richtigen Riecher.

Filmkritik: Knut Elstermann

Eintrittspreis: 7,50 Euro
Veranstaltungsort:
radioeins Freiluftkino Friedrichshain
im Volkspark Friedrichshain
10249 Berlin - Friedrichshain
Erreichbarkeit: S-Bhf Landsberger Allee, dann weiter mit Tram M5, M6, M8
U-Bhf Strausberger Platz, 10 Minuten Fußweg
Tram-Linien M5, M6, M8 z.B. vom Alexanderplatz Haltestelle: "Platz der Vereinten Nationen" Tram-Linien M10, aus Prenzlauer Berg und von Warschauer Straße Haltestelle: "Landsberger Allee /Petersburger Str."

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