Ausstellung

AKIRA – Die Architektur von Neo Tokyo

Akira
Ausstellung "Akira" | © Tchoban Foundation

Die Ausstellung AKIRA – Die Architektur von Neo Tokyo präsentiert die originalen Hintergrundmalereien aus der Animation des Science-Fiction-Klassikers AKIRA (1988) von Katsuhiro Otomo in einer noch nie dagewesenen Ausstellung. Die Verfilmung des gleichnamigen Mangas war maßgeblich für den Anfang der 1990er Jahre zunächst im englischsprachigen Raum einsetzenden internationalen Boom des japanischen Zeichentrickfilms (Anime) verantwortlich. AKIRA war für viele Zuschauer das erste Werk, das sie als Anime – als spezifisch japanischen Animationsfilm – wahrnahmen und wurde prägend für eine ganze Generation von Filmliebhabern.

Ein großer Teil der filmischen Kraft von AKIRA stammt aus der opulenten Darstellung der ikonisch gewordenen Filmstadt Neo Tokyo. Einen großen Einfluss auf das Design von Neo Tokyo hatte die Arbeit des Architekten Kenzo Tange. Und was am Wichtigsten ist: Die Idee, Neo Tokyo auf einer Mülldeponie in der Bucht von Tokio zu errichten, stammt direkt aus Tanges radikalem städtebaulichen Plan für die Millionenmetropole aus dem Jahre 1961 A Plan for Tokyo, 1960: Toward a Structural Reorganization.

Da der größte Teil der Kosten bei der Produktion eines Animationsfilms die Personalkosten sind, verschlingt jedes gezeichnete Gebäude einen großen Teil des Budgets. Daher ist Realismus in Bezug auf Architektur eine große Herausforderung für jeden Anime und AKIRA hat in dieser Hinsicht neue Maßstäbe gesetzt. Abgesehen von der ausgeklügelten Grafik waren sowohl der dynamische Schnitt als die auch die extrem flüssige Animation anders als alles, was die Welt bis dahin gesehen hatte. Der Film wurde fast ausschließlich auf Papier produziert. Obwohl einige digitale Effekte während der Postproduktion integriert wurden, wurden alle Hintergrundgrafiken in Plakatfarbe gemalt und anschließend auf Film aufgenommen. Als visuelle Meisterleistung hatte AKIRA einen enormen Einfluss auf die späteren Erwartungen der Filmfans und auf das Verständnis dessen, was Anime als Filmkunst sein könnte. 59 originale Produktionshintergründe, Layout-Zeichnungen, Konzeptentwürfe und Image-Boards, die für die Gestaltung von Neo Tokyo verwendet wurden, werden erstmals exklusiv in einer Ausstellung gezeigt – ermöglicht durch den Zugang zu den Studioarchiven der an der Produktion von AKIRA beteiligten Künstler. Die Ausstellung umfasst Werke von Toshiharu Mizutani, Art Director der Produktion, und seinen Kollegen Katsufumi Hariu, Norihiro Hiraki, Shinji Kimura, Satoshi Kuroda, Hiromasa Ogura, Hiroshi Ohno, Hajime Soga, Tsutomu Uchida und Takashi Watabe.

Ausstellungsdauer: 4. Juni – 4. September 2022
Öffnungszeiten: Mo–Fr: 14:00–19:00 Uhr, Sa–So: 13:00–17:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Tchoban Foundation / Museum für Architekturzeichnung
Christinenstraße 18A
10119 Berlin

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