Dokumentarfilm

Genderation

Zwei hervorragende Berlinale-Dokumentarfilme kommen heute in dieser Woche ins Kino, in beiden erleben wir sehr persönliche Recherchen. „Genderation“ ist der neue Film von Monika Treut, der Hamburger Pionierin des queeren Kinos. Sie erhielt für ihr Lebenswerk, darunter Spielfilme wie „Die Jungfrauenmaschine“ und „Von Mädchen und Pferden“, 2017 den Ehrenteddy.

Genderation (2021) von Monika Treut ©Hyena Films
Genderation (2021) von Monika Treut | © Hyena Films

„Genderation“ ist die Fortsetzung ihres Klassikers „Gendernauts“ von 1999, damals einer der ersten Filme über die Transbewegung in San Francisco, der eine große Wirkung hatte. Mit Respekt und Offenheit begegnet sie diesen Menschen fast 20 Jahre später erneut und erzählt ihre Geschichten weiter. Wegen der Gentrifizierung lebt heute kaum noch jemand in Kalifornien, viele sind Umweltaktivistinnen geworden, kämpfen gegen die Zerstörung ihrer Lebenswelt.

Es sind sehr berührende Porträts großartiger Menschen, und es ist ein Film über das Reifen und Altern dieser einstigen Pionier-Generation von Transmenschen. „Genderation“ wird vielleicht bald auch ein Klassiker

Kritiker: Knut Elstermann

gelungen

Regie: Monika Treut
Drehbuch: Monika Treut
Erscheinungsjahr: 2021
Herkunftsland: Deutschland