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Mirage Rock von Band Of Horses

Mirage Rock von Band of Horses

Hymnisch war schon immer ihr Kerngeschäft, und der große Vorsitzende ihres melodienreichen, melancholischen Rocks heißt Neil Young. Das ist auf ihrem vierten Longplayer eher noch verstärkt worden, gingen sie doch mit einem Classic Rock Urgestein ins Studio: Glyn Johns, der schon Eagles, Stones, Who etc. produziert hat.

Allein das ist ein Bekenntnis zum uramerikanischen Freiheitssound der West Coast, auch in Übersee gerne abgekupfert, aber Band Of Horses bringen ihn nach Hause. Auch gelegentliche Sonic Youth Gitarrenwände ändern das nicht.

Konnte sie das Vorgängeralbum Infinite Arms noch mit seinen Indiepopaspekten für ihre Generation retten, so dürften sie nun Retroverächter gegen sich aufbringen, denn gerade durch die Countryrockaspekte hier - weniger Gram Parsons, mehr America - stellen sie sich deutlich in die Tradition.

Und sie machen es hervorragend, Songs wie Long Vows, Everything’s Gonna Be Undone oder Dumbster World stehen da wie die Bäume und Felsen des Artworks.

Christine Heise im tip-Magazin