Alle Albumtipps

HappySad

HappySad

HappySad sucht und porträtiert die musikalischen Individualisten. HappySad zeigt Menschen, nicht Image-Produkte. HappySad findet die Musik der großen Gefühle und der poetischen Momentaufnahmen. HappySad - eine Bastion des echten Gefühls in einer kalten Welt.
Get HappySad-isfied. [mehr]

09.01.2017

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Jim James "Eternally Even"

Eternally Even von Jim James

Nicht immer ist der Nebel seiner Musik so durchdringbar wie hier. Angetrieben von politischen Verwerfungen erhebt James deutlicher denn je die Stimme im Auftrag von Gleichheit und Gerechtigkeit ohne musikalisch Kompromisse zu machen. Im Gegenteil: Same Old Lie ist so soulig wie psychedelisch, dringend in der Message, cool im Sound. Der komplexe Soul der Siebziger von Mayfield, Gaye & Co. stand hier ebenso Pate wie der getragene PsychPop von Tame Impala oder The Verve, Streicher und Bläser unterfüttern die Abenteuerlust des Albums. Christine Heise   [mehr]

09.01.2017

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Michael Kiwanuka "Love & Hate"

Love & Hate von Michael Kiwanuka

Immer sachte und keine falsche Identität – das ist das Motto des 29-Jährigen, und er ließ sich Zeit mit dem heiß erwarteten zweiten Album. Nachdem er 2012 mit dem Debüt Home Again den Folksoul auf den Spuren von Bill Withers und Terry Callier definierte,  dringt er 2016 tief in die ausladende, selbstgewisse Epik des Siebziger Jahre Psychedelic Soul ein, beginnt Love & Hate mutig mit dem zehn-Minüter Cold Little Heart, lässt erst nach fünf Minuten seine ruhige Stimme erklingen, nachdem sich Gitarren, Streicher und Chöre in schönster Pink Floyd Manier austoben durften, mit jedem ... [mehr]

09.01.2017

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Unloved "Guilty Of Love"

Guilty Of Love von Unloved
Unloved

Triphoppende Landschaften sind ja eigentlich out. Aber im Projekt von DJ und Produzent David Holmes bilden sie die perfekte Basis für filmischen Pop. Dunkel und langsam, voll Geheimnis und Magie, Sängerin Jade Vincent trägt Abgrund und Unschuld in sich, gepaart mit Backingvocals der Shangri-La’s Ära in When A Woman Is Around. Sehr David Lynchy und doch Powerpop. Keyboarder Keefus Ciancia hat Erfahrungen u.a. bei True Detective, und so lässt das Trio eine psychedelische, doch Song getragene Welt zwischen Morricone und Popcorn entstehen. Christine Heise [mehr]

09.01.2017

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John Paul White "Beulah"

Beulah von John Paul White © Single Lock Records (Alive)
Single Lock Records (Alive)

Dass er ungeschönt die Abgründe von Beziehungen wiedergibt, das war schon bei The Civil Wars Grundtenor, dessen männliche Hälfte er war. Nun haut er die nächsten Kapitel raus, ähnlich schonungslos und mit Unterstützung u.a. der Secret Sisters. Gewagte Beichten legt er seinen Charakteren in den Mund, von nie erwiderter Liebe und ekligen Erpressungen, hier als Eiswasser Ballade, dort als brennend moderner Blues, das selbstmitleidige The Martyr ist radiotauglich. Zwischen Band und Solo-Setting wechseln die starken, Maßstab setzenden Songs eines insgesamt etwas inkonsistenten Albums. ... [mehr]

09.01.2017

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Marlon Williams "Marlon Williams"

Marlon Williams S/T
Marlon Williams

Ein Wunderkind aus Neuseeland, das mit der ersten Generation der Cowboysänger mehr zu tun hat als mit Modern Country. Kirchenchor geschult scheut der 25-Jährige nicht das Crooner Fach, das er mit Ernsthaftigkeit und einem Schuß Roy Orbison ausfüllt, gleichwohl jeden Song dieses Debüts anders gestaltet – vom akustischen Set bis zum oppulent orchestrierten mit exzentrischen Backings. Eine entwaffnende Ehrlichkeit liegt in der klaren, hohen Stimme, etwa beim Traditional When I Was A Young Girl. Aber auch Dunkelheit, die bei aller Kunstfertigkeit Nähe erlaubt. Christine Heise [mehr]