Sa 25.05. 08:10

Kommentar von Ulrike Bieritz

Fall Relotius: "Spiegel" kündigt Veränderungen an

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat seinen Untersuchungsbericht zum Betrugs-Fall Relotius vorgelegt. Darin heißt es, die Kommission sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Journalist allein gehandelt hat.

"Der Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann (m) sitzt am 24.05.2019 neben Verlags-Geschäftsführer Thomas Hass (l) und Kommissionsmitglied Brigitte Fehrle während der Präsentation des Abschlussberichtes zur Fälschungsaffäre Relotius © dpa/Marcus Brandt
"Der Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann (m) sitzt am 24.05.2019 neben Verlags-Geschäftsführer Thomas Hass (l) und Kommissionsmitglied Brigitte Fehrle während der Präsentation des Abschlussberichtes zur Fälschungsaffäre Relotius | © dpa/Marcus Brandt

Zugleich räumte sie ein, dass die damaligen Vorgesetzten mindestens drei frühzeitigen Hinweisen nicht nachgegangen sind. Künftig soll es in der Redaktion eine Ombudsstelle geben, die Hinweisen auf Ungereimtheiten in Reportagen nachgehen soll. Der "Spiegel" hatte seit 2011 etwa 60 Texte des ehemaligen Redakteurs Claas Relotius veröffentlicht. Darin hatte er zum Teil Protagonisten und Szenen erfunden. Ende 2018 war der Betrugsfall aufgeflogen.

Ist die Aufarbeitung gelungen? Ein Kommentar von Ulrike Bieritz...

"Der Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann (m) sitzt am 24.05.2019 neben Verlags-Geschäftsführer Thomas Hass (l) und Kommissionsmitglied Brigitte Fehrle während der Präsentation des Abschlussberichtes zur Fälschungsaffäre Relotius © dpa/Marcus Brandt
dpa/Marcus Brandt
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Mehr Infos: Abschlussbericht der Aufklärungskommission auf spiegel.de

radioeins Kommentatorin

Ulrike Bieritz

Redakteurin bei Inforadio

Ulrike Bieritz

Ulrike Bieritz ist im hohen Norden geboren und in Sachsen ausgewachsen. Das Studium brachte sie letztendlich nach Thüringen, wo sie nach der Wende ihre ersten Schritte beim Radio machte. Bei ... [mehr]