Kommentar von Friedrich Küppersbusch

"Es läuft eigentlich gerade eine Tarifrunde im Pflegebereich"

In der Corona-Krise könnte es in Deutschland eine Bonuszahlung für Pflegekräfte geben. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist offenbar bereit eine steuerfreie Anerkennungsprämie von bis zu 1.500 Euro zu finanzieren.

Für Pflegekräfte ist ein Corona-Bonus im Gespräch © dpa/Felix Kästle
Für Pflegekräfte ist ein Corona-Bonus im Gespräch | © dpa/Felix Kästle

Aus der Politik kamen bereits in den vergangenen Tagen immer wieder Forderungen nach einer Sonderzahlung für Pflegekräfte. Auch Gesundheitsminister Spahn ist dafür, Bayern geht voran und will 500 Euro zahlen. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert eine schnelle Umsetzung. Sie schlug in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter anderem vor, Mittel aus dem Gesundheitsfonds freizugeben.

Nach Angaben des Redaktionsnetzwerks Deutschland gibt es jetzt auch bei Pflegekassen, Caritas, Diakonie und dem Arbeitgeberverband Pflege die grundsätzliche Bereitschaft diese Prämie auszuzahlen. Nach Ansicht der gesetzlichen Krankenkassen sollten sich dabei aber Politik und Pflege-Arbeitgeber auf eine bundesweit gültige Höchstsumme einigen, da die Prämie letztlich aus dem Portemonnaie der Beitragszahler finanziert wird.

Wie sinnvoll sind Dankesprämien und Bonuszahlungen für „Corona-Helden“, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sie vorschlägt? Dazu ein Kommentar von Friedrich Küppersbusch.

Für Pflegekräfte ist ein Corona-Bonus im Gespräch © dpa/Felix Kästle
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Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat angekündigt, dass Bonuszahlungen für Arbeitnehmer bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei bleiben sollen. Der tägliche Einsatz unter erschwerten Bedingungen solle honoriert werden, begründete der SPD-Politiker seinen Vorstoß.

radioeins Kommentator

Friedrich Küppersbusch

Journalist, Autor und Fernsehproduzent

Friedrich Küppersbusch © dpa - Report
dpa - Report

Der Weg ist das Ziel. Knapp neun Jahre studierte Friedrich Küppersbusch Journalistik an der Universität in Dortmund. Es lohnte sich, denn er bekam anschließend ein ... [mehr]