Kommentar von Friedrich Küppersbusch

Grünen-Forderung: Maas soll nach Teheran reisen

Die Grünen haben Außenminister Heiko Maas aufgefordert, sich für das Atomabkommen mit Iran einzusetzen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Kriegsgefahr im Persischen Golf solle er schleunigst nach Teheran reisen, um dort direkte Krisengespräche zu führen, sagte der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour. Die Lage sei zu ernst für Appelle aus der Ferne.

Pins mit den Nationalflaggen von Iran und den USA © imago/photothek
Pins mit den Nationalflaggen von Iran und den USA | © imago/photothek

Die Grünen haben Außenminister Maas dazu aufgefordert, sich im Iran für den Erhalt des Atomabkommens einzusetzen.  Angesichts der zunehmenden Kriegsgefahr seien direkte Krisengespräche nötig, sagte der Grünen-Außenpolitiker Nouripour dem "SPIEGEL". Der Iran müsse im Atomabkommen gehalten werden. 

Teheran hat angekündigt, einige Auflagen des Vertrags nicht mehr einzuhalten. Washington verschärfte daraufhin seine Sanktionen und verlegte Kriegsschiffe und Langstreckenbomber in die Region. US-Präsident Trump hatte das Abkommen bereits vor einem Jahr aufgekündigt. 

Mit dem Abkommen sollte der Iran davon abgehalten werden, ein Atomprogramm zu entwickeln. Im Gegenzug stellte der Westen Teheran bessere Handelsbeziehungen in Aussicht..

Haben die Grünen Recht mit der Forderung? Ein Kommentar von Friedrich Küppersbusch.

Pins mit den Nationalflaggen von Iran und den USA © imago/photothek
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radioeins Kommentator

Friedrich Küppersbusch

Journalist, Autor und Fernsehproduzent

Friedrich Küppersbusch © dpa - Report
dpa - Report

Der Weg ist das Ziel. Knapp neun Jahre studierte Friedrich Küppersbusch Journalistik an der Universität in Dortmund. Es lohnte sich, denn er bekam anschließend ein ... [mehr]