Kommentar von Friedrich Küppersbusch

Die Wiederentdeckung des Ostens

Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall und der deutschen Einheit fühlen sich viele Bürger in Ostdeutschland noch immer benachteiligt. Die SPD nimmt einen neuen Anlauf, das zu ändern. Die Grünen zeigen sich dagegen selbstkritisch.

Eine Frau hält eine kleine Deutschlandfahne in der Hand © imago/Steinach
Eine Frau hält eine kleine Deutschlandfahne in der Hand | © imago/Steinach

Grünen-Chef Habeck hat eingeräumt, dass seine Partei die Wähler in Ostdeutschland vernachlässigt hat. Das Interesse vieler West-Grüner für den Osten sei lange nicht besonders ausgeprägt gewesen, sagte Habeck den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Auch er selbst habe sich in den neunziger Jahren nicht besonders für die deutsche Einheit interessiert. Nach Ansicht Habecks haben die Grünen damit Raum freigelassen, in den dann andere gestoßen sind.  

"Vor allem Rechtspopulisten nutzen und schüren das Gefühl des Zukurzgekommenseins. Zugleich usurpieren sie nicht nur die Losungen der Friedlichen Revolution, sondern stellen ihren Kampf gegen die demokratische Ordnung der Bundesrepublik dem Widerstand gegen die SED-Diktatur im Jahr 1989 gleich", heißt es in einem vierseitigen Diskussionspapier führender Sozialdemokraten, das am Wochenende veröffentlicht wurde. Sie fordern eine größere Anerkennung der Leistung der Ostdeutschen.

Ist die Wiederentdeckung des Ostens ein Erfolg der AfD? Ein Kommentar von Friedrich Küppersbusch...

radioeins Kommentator

Friedrich Küppersbusch

Journalist, Autor und Fernsehproduzent

Friedrich Küppersbusch © dpa - Report
dpa - Report

Der Weg ist das Ziel. Knapp neun Jahre studierte Friedrich Küppersbusch Journalistik an der Universität in Dortmund. Es lohnte sich, denn er bekam anschließend ein ... [mehr]