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CTM - Festival

Das Festival für elektronische und experimentelle Musik findet 2022 in zwei Teilen statt

Wie schon im Vorjahr hat sich das Berliner CTM Festival angesichts der unberechenbaren Dynamik der Pandemie dazu entschieden, sein Programm in zwei Teile aufzuteilen...

CTM Festival 2022
CTM Festival 2022 | © CTM

An seinem seit 23 Jahren etablierten Termin Ende Januar liegt der Schwerpunkt nun in diesem Jahr auf für Künstler*innen und Publikum sicher durchführbare Präsenzformate – Klanginstallationen, ausgewählte bestuhlte Konzerte und Performances sowie einer Ausstellung. Zudem wird es eine Reihe von Online-Angeboten geben.

Der zweite Teil des Festivals für elektronische und experimentelle Musik wird ist für den 24. bis 29. Mai angekündigt und bietet dann die gewohnt dichte Packung an spannenden Konzerten und Clubnächten an Orten wie dem Berghain, SchwuZ, Heimathafen Neukölln und dem Revier Südost.

CTM - Festival 2022
CTM - Festival 2022 | © CTM

Auch mit seinem diesjährigen Motto „Contact“ reagiert das Festival auf die Herausforderungen der Pandemie, die bekanntermaßen die Livemusikszene besonders hart getroffen haben. Zu den wichtigsten Dingen, die Musik und ein Musikfestival wie CTM hervorbringen können, gehören Kontakt, Begegnung und Berührung: zwischen Menschen, Musikentwürfen, Szenen und Orten und damit immer auch zwischen unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Gemeinschaften. Gerade jetzt, wo diese sozialen Funktionen von Musik und Musikfestivals geschwächt, ins Digitale verlagert oder teilweise ganz verunmöglicht sind, sieht das Festival die Zeit, sich der Wichtigkeit der Gestaltung vielfältiger Formen des Kontakts neu zu vergegenwärtigen und darüber nachzudenken, was die Musik dazu beitragen kann. Eine Frage, die angesichts der nicht zuletzt durch die Pandemie verstärkten Spannungen in der Gesellschaft einiges an Relevanz in sich trägt und unter anderem im dem alljährlich das Festival begleitenden Konferenzprogramm diskutiert werden soll.

Highlight des Januarprogramms ist die großformatige Konzertinstallation „Modular Organ System“ in der Betonhalle des silent green. Über 10 Tage kann das Publikum live dabei sein, wenn Phillip Sollmann (aka Efdemin) und Konrad Sprenger zusammen mit wechselnden Gästen wie Ellen Arkbro, Kali Malone, Stephen O’Malley oder Arnold Dreyblatt an ihrer über mehrere Jahre entwickelten computergesteuerten modularen Orgel experimentieren. Gemeinsam erkunden sie einen unbestimmten Raum zwischen Konzert, Installation, Environment und künstlerischem Labor, zwischen Computermusik, Minimalismus, Drone und Ambient.

Herausragendes verspricht auch der Konzertabend „40 Years of Touch“ anlässlich des 40jährigen Bestehens des einflussreichen Labels, das wie wenige andere die Entwicklung der experimentellen Elektronik geprägt hat. Neben den Labelmachern sind Oren Amabrchi & cry cole, Ipek Gorgun, The Tapeworm, Budhaditya Chattopadhay sowie die libanesische Künstlerin Youmna Saba angekündigt.

Daneben gibt es eine Reihe weitere Installationen und Performances. Die Ausstellung des Festivals im Kunstraum Kreuzberg zeigt Einblicke in Versuche und Möglichkeiten, wie sich in pandemischen Zeiten trotz allem kollektiv und künstlerisch zusammenarbeiten lässt, auch wenn die körperliche Kopräsenz nicht mehr möglich ist. Die gezeigten Arbeiten sind zugleich Ergebnisse von Zusammenarbeiten über Distanzen hinweg, als auch Reflektionen der Potenziale, Effekte, Formen und Fallstricke, des Gelingens und Scheiterns des nur über Medien vermittelten Kontakts. Unter den Künstler*innen und Beitragenden sind u.a. Musiker*innen wie Arca, Peaches, Marie Davidson, Lucrecia Dalt, Ale Hop, KMRU oder Godspeed You Black Emperors Gitarrist Roger Tellier-Craig.

Die ersten Namen für den Programmteil im Mai versprechen Energie auf und vor den Bühnen. Bereits angekündigt sind I Hate Models, Loraine James, Aquarian, Animistic Beliefs, Machine Girl, Jennifer Cardini, Nene H, DJ Fuckoff, Yung Singh und viele weitere mehr.

Alle weiteren Informationen, das vollständige Programm und Tickets finden sich auf der Festivalwebseite: https://www.ctm-festival.de

CTM FESTIVAL 2022 – CONTACT

PROGRAMM DES CTM 2022 TEIL NUN VOLLSTÄNDIG MIT AUSSTELLUNG, INSTALLATIONEN UND ONLINE GESPRÄCHSPROGRAMM | ERSTE NAMEN FÜR CTM 2022 TEIL 2

FESTIVAL FOR ADVENTUROUS MUSIC & ART, BERLIN
23. AUSGABE, TEIL 1: 19. JANUAR – 6. FEBRUAR 2022 | TEIL 2: 24–29 MAI 2022

CTM 2022 Contact fragt danach, wie wir durch Musik in positiv transformativer Weise Kontakt mit anderen Realitäten jenseits unserer eigenen herstellen können, sei es zwischen Menschen mit unterschiedlichen Lebensweisen, in verschiedenen Teilen der Welt, zwischen Generationen oder mit unserer planetarischen Umwelt und der Vielfalt ihrer Lebensformen. Welche Formen des Zuhörens sind in der heutigen Zeit relevant und dringlich, und wie könnten wir auf mitfühlende Weise aufeinander hören?

Als Reaktion auf die sich verschlechternde Covid-19-Situation in diesem Winter wurde die 23. Ausgabe des CTM Festivals in zwei Teile aufgeteilt. Mit den weiteren, hier vorgestellten Programmpunkten erweitert sich der erste Teil im Januar und Februar um die Ausstellung des Festivals und weitere Installationen im Kunstquartier Bethanien sowie um Online-Gesprächesveranstaltungen und Workshops, die den Auftakt zu unserem Diskursprogramm bilden. Ausserdem freuen wir uns, erste Namen für das Konzert- und Clubprogramm bekannt zu geben, das im Zentrum des zweiten Teils des Festivals im Mai stehen wird. Weitere Programmpunkte für CTM 2022 Teil 2 werden wir im März bekannt gegeben.

Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie können wir leider weiterhin nicht ausschließen, dass einzelne Veranstaltungen kurzfristig abgesagt oder verschoben werden müssen. Wir bleiben aber optimistisch und hoffen, dass alle Programmpunkte wie derzeit geplant stattfinden können.

www.ctm-festival.de

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