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RENÉ GROEBLI: Farbzauber

Das umfangreiche wie vielschichtige Œuvre des Schweizer Fotografen René Groebli (*1927) lässt sich schwerlich auf einen Stil reduzieren. Indem er immer wieder Neues wagt, hat er Maßstäbe in der Fotografie gesetzt. Besonders in der Farbfotografie zeigt sich seine Experimentierfreudigkeit.

René Groebli, D12A, 1975, copyright the artist
René Groebli, D12A, 1975 | © copyright the artist

Es sind „magische Bilder“, die durch ihr Spiel mit Perspektive, Komposition, Verfremdung aber vor allem durch die Anwendung unterschiedlichster Techniken darauf abzielen, mit dem konventionellen Sehen zu brechen. Groebli leistete damit Pionierarbeit zu einer Zeit, als Schwarzweiß noch als „Farbe der Fotografie“ galt. Seine Fotografien erzählen die Geschichte der Farbfotografie und ihrer Anerkennung.

René Groebli wurde 1927 in Zürich geboren. Nach einer Fotografenlehre bei Theo Vonow war er Schüler unter Hans Finsler, der für die Neue Sachlichkeit steht und an der Kunstgewerbeschule Zürich die erste Fotoklasse aufbaute. Schnell realisierte Groebli, dass die Neue Sachlichkeit nicht seine Bildsprache ist, und wechselte nach einem halben Jahr zum Film, wo er eine Ausbildung
zum Dokumentarfilm-Kameramann absolvierte. Man sei dort jedoch nur der „Handlanger“, begründete René Groebli seine Rückkehr zur Fotografie. Als Reportagefotograf bereiste er Afrika sowie den Nahen und Mittleren Osten. Mitte der 1950er-Jahre gründete er dann sein eigenes Fotostudio für Werbe- und Industriefotografie in Zürich und spezialisierte sich auf Farbfotografie. Schnell machte er sich einen Namen und dies weit über die Landesgrenzen hinaus. So feierte ihn das US-amerikanische Magazin Popular Photography Color Annual 1957 als „Master of Color“. Berühmt wurde René Groebli jedoch vor allem für seine Schwarz-Weiß-Fotografien: „Magie der Schiene“ und „Das Auge der Liebe“ – seine beiden ersten Fotobücher – zählen heute zu den bekanntesten Motiven des Künstlers. 1981 verkaufte Groebli sein Fotostudio. Er arbeitet weiter als Künstler, bringt Fotobücher heraus und befasst sich mit seinem Bildarchiv.

Über die Chaussee 36

Im Herzen von Berlin-Mitte liegen die Räumen der CHAUSSEE 36; es ist ein Ort des kreativen Austauschs und der künstlerischen Kooperation, mit diversen Ausstellungsräumlichkeiten und Shooting-Locations sowie einer eigenen Fotografie- und Designsammlung. Darüber hinaus befindet sich in diesem denkmalgeschützten Haus eine Event-Agentur, eine Bibliothek, ein Verlag, eine Künstler-Residenz sowie ein analoges Fotolabor. Ein inspirierender Ort, der zum Diskutieren und Reflektieren einlädt und gleichzeitig eine Plattform für sozial relevante Themen bietet, die in Form von Fotografie, Design und Architektur dargestellt werden. Mehr unter www.chaussee36.photography

Öffnungszeiten: Donnerstag – Sonntag, 13.00 – 18.00 Uhr

Kombi-Ticket mit Eros & Photography: 7€ / 5€ (ermäßigt)

Eingang zu der Ausstellung durch den Hof

Corona: Besucher und Besucherinnen sind angehalten stets den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Das Tragen einer Maske/Mund-Nasen-Bedeckung wird auf jeden Fall empfohlen bzw. erbeten.

Veranstaltungsort:
Chaussee 36
Chausseestraße 36
10115 Berlin

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