Am Freitag ist Weltspartag. Den gibt es, ausgehend vom Internationalen Sparkassenkongress, seit fast 100 Jahren. Naturgemäß nutzen Banken und Sparkassen ihn als Aktionstag, um Eltern und Kinder mit gefüllten Spardosen in die Filialen zu lotsen und über diverse Sparprodukte aufzuklären. Die Kritik daran (unter anderem vom Verbraucherschutz) mal beiseitegestellt, wollen wir diesen Tag nutzen, um ganz grundsätzlich über das Sparen zu sprechen.

Auch wenn die Deutschen im europäischen Vergleich eine Spitzenposition unter den Sparer haben, sieht es nicht besonders rosig aus. Der Grund ist die ungleiche Verteilung des Vermögens. Nach Einschätzung von Helmut Schleweis, dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), werden "perspektivisch bis zu 60 Prozent der deutschen Haushalte ihre gesamten verfügbaren Einkünfte - oder mehr - monatlich für die reine Lebenshaltung einsetzen müssen". Sparpotenzial gleich null. Und selbst, wenn man zu dem Teil der Bevölkerung gehört, die in einer aktuellen Umfrage "ihre gegenwärtige finanzielle Situation als gut oder sehr gut" bewerten (immerhin noch 43 Prozent der Deutschen), dann muss man sich von traditionellen Sparzielen verabschieden: Der Traum vom Eigenheim lässt sich mittlerweile durch bloßes Sparen nicht mehr realisieren. Tatsächlich landet der Großteil des gesparten Geldes im Sparschwein oder auf dem Tagesgeldkonto, die bekanntermaßen schlechtesten Varianten mit Blick auf die Inflation.



Zwischen Sparbuch und Börsenapps: Wie sieht zeitgemäßes Sparen aus? Worauf lohnt es sich zu sparen? Ist Sparen für Sie momentan überhaupt ein Thema? Wie spart man ohne großen finanziellen Spielraum? Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen und Meinungen zum Thema: "All about the money: Geldsparen in Zeiten der Inflation?" am Freitag ab 10 Uhr in „Die Weber“. Oder haben Sie ein eigenes Thema, über das wir diskutieren sollen? Dann schicken Sie eine Mail an dieweber@radioeins.de.


Ergebnisse unserer Online-Umfragen

Wie sparen Sie?

Sparschwein 13 %
Bank 22 %
Aktien 19 %
Von allem etwas 47 %

Können Sie aktuell sparen?

Ja 64 %
Nein 36 %

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