Fr02.09.
2022
10:00 - 13:00

Die Weber

mit Katja Weber

Kleben für’s Klima: Wie radikal darf Protest sein?

Katja Weber © rbb/Jenny Sieboldt

Sie kleben sich auf die Straße und neuerdings auch an Gemälde. Die Gruppe "Letzte Generation" fordert mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel, und solange das nicht passiert, blockiert sie zum Beispiel Autobahnausfahrten. Politikerinnen und Politiker wie die Polizeigewerkschaften forderten, die Strafverfahren zu beschleunigen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft erste Strafen verhängt und in dieser Woche begannen die ersten Prozesse. In den Diskussionen dreht es sich immer wieder um die Frage: Wie viel Protest ist berechtigt? Wie radikal darf er sein?

Hans Joachim Schellnhuber, Gründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sagte in einem Beitrag von Terra X im vergangenen Jahr "dass wir unsere Kinder in einen globalen Schulbus hineinschieben, der mit 98 Prozent Wahrscheinlichkeit tödlich verunglückt." Heiligt der Klima-Zweck also alle Mittel? Immer öfter mobilisiert sich der Protest für‘s Klima. Immer öfter wird über Begrifflichkeiten wie "ziviler Ungehorsam" diskutiert.
 
Die ganze Sendung zum Nachhören:



Voting: Ankleben für den Klimaschutz finde ich...

absolut unmöglich!

44 %

etwas übertrieben.

7 %

schon angemessen.

23 %

super!

26 %

Voting: Ändern die Proteste der "Letzten Generation" etwas am öffentlichen Krisenbewusstsein?

Ja, schaffen Bewusstsein. 40 %
Nein, bringen gar nichts. 5 %
Nein, schaden sogar. 55 %