Kommentar von Jens Balzer - Grammys 2023 - so war die Show

Jens Balzer © IMAGO/Votos-Roland Owsnitzki
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Sie ist die große Abräumerin der Grammy-Verleihung: Beyoncé hat den Musikpreis in der Nacht gleich viermal bekommen. Damit hat sie jetzt 32 Grammys - so viele, wie sonst niemand. Weitere Preise gingen unter anderem an Harry Styles und Lizzo. Wissen. Denken. Meinen - mit dem Kulturjournalisten Jens Balzer.

US-Sängerin Beyoncé hat bei den Grammys in Los Angeles vier Preise gewonnen. Beyoncé hat damit einen Rekord geknackt: in ihrer Karriere hat sie insgesamt 32 Grammys bekommen - mehr als jeder Künstler oder Künstlerin zuvor. Unter anderem wurde ihr Album "Renaissance" als bestes Dance Album ausgezeichnet, das Lied "Break my Soul" als bester Dance-Song.

In die Geschichte geht auch die deutsche Sängerin Kim Petras ein. Sie gewann als erste Transgender-Frau einen Grammy in der Katgeorie bestes Pop-Duo, zusammen mit Sam Smith für den Song "Unholy". Auf der Bühne bedankte sich die Sängerin auch bei ihrer Mutter, sie sei im Nirgendwo in Deutschland aufgewachsen, ihre Mutter habe ihr immer geglaubt, dass sie ein Mädchen ist.

Den Preis für die beste Aufnahme gewann Lizzo mit "About damn time"; den Song des Jahres Bonnie Raitt mit "Just like that". Als bestes Album wurde "Harrys House" von Harry Styles ausgezeichnet.

Auch die Big Band des Südwestrundfunks wurde ausgezeichnet - in der Kategorie "Bestes Arrangement, Instrumental oder A Capella" für das Arrangement in "Scrapple From The Apple" aus dem Album "Bird Lives". Leer ging dagegen der WDR aus, der mit dem Funkhausorchester und der WDR Big Band ebenfalls nominiert war.

Die Grammys wurden in 91 verschiedenen Kategorien vergeben, über die Gewinner entscheidet die Recording Academy, der mehr als 12.000 Mitglieder angehören.

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Zur Person - Jens Balzer

Jens Balzer, geboren 1969, ist Autor und Kolumnist u.a. für die ZEIT, Deutschlandfunk, Rolling Stone und radioeins ("Wissen - Denken - Meinen"). Gemeinsam mit Tobi Müller veranstaltet er den monatlichen Pop-Salon am Deutschen Theater.