Kommentar von Christine Dankbar - Verbeamtung von Lehrkräften in Berlin: Ist Hoffnung in Sicht für das Bildungssystem?

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Das Berliner Bildungssystem hat so seine Probleme, eins davon heißt Lehrkräftemangel. Ein Drittel der Berliner Lehrerinnen und Lehrer sind aktuell Quereinsteiger, ungefähr 1.000 Stellen sind gar nicht besetzt. Der Berliner Senat will dagegen was tun und holt als letztes der 16 Bundesländer ein altes Werkzeug aus der Mottenkiste: Die Verbeamtung. Gestern wurde ein Gesetzentwurf auf den Weg gebracht.

Das Gesetz soll angestellten Lehrer*innen bis zur Vollendung des 52. Lebensjahres einen Wechsel in den Beamtenstatus ermöglichen. Eigentlich können Beschäftigte im öffentlichen Dienst des Landes nur bis zum 45. Geburtstag Beamte werden, die neue Regel schafft also eine Ausnahme für Lehrkräfte. Dazu kommen noch andere Regelungen, zum Beispiel soll auch die bislang bestehende Zuverdienstgrenze für pensionierte Lehrkräfte abgeschafft werden. Finanzielle Anreize also, um Pensionäre zurück in die Schulen zu locken.

Verbeamtung von Lehrkräften in Berlin: Ist Hoffnung in Sicht für das Bildungssystem? Ein Kommentar dazu von Christine Dankbar, Politikchefin bei der Berliner Zeitung.