Kommentar von Anke Myrrhe - Reform der Berliner Verwaltung

Anke Myrrhe
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Der Berliner Senat beschäftigt sich heute mit der Reform der Verwaltung. Es wird überlegt, das Verhältnis von Land und Bezirken neu zu sortieren und klarere Zuständigkeiten zu schaffen, aber auch einheitliche Strukturen in den zwölf Bezirken. Wären die Probleme der Berliner Verwaltung mit der Reform gelöst?

Chief Digital Officer ist eine Berufsbezeichnung, die man nicht unbedingt mit der Berliner Landespolitik in Verbindung bringen würde. Doch das Land Berlin hat einen, den ehemaligen Unternehmensberater Ralf Kleindiek, und der stellt dem Berliner Senat heute seine Vorschläge für eine reformierte Verwaltung vor.

Die Verwaltungsreform umfasst eine Ausweitung der Kompetenzen des Senats, der künftig auch fachlich in die Arbeit der Bezirke eingreifen darf. Oder anders gesagt: Die Politik legt die Verwaltung an die kurze Leine. Außerdem fordert Kleindiek eine "neue Haltung der Verantwortungsübernahme und Zusammenarbeit" auf allen Verwaltungsebenen. Er will Defizite beseitigen, die "Verantwortungsdiffusion und Behörden-Ping-Pong den Nährboden bereiten".

Sind die Probleme der Berliner Verwaltung mit der Reform jetzt gelöst? Ein Kommentar dazu von Anke Myrrhe, stellvertretende Chefredakteurin des Tagesspiegels.

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