So 26.06.
2022
12:00

10. Festival

LIT:potsdam

Thomas Böhm hat das 10. Festival LIT:potsdam unter das Motto „Was uns verbindet“ gestellt. Es gibt Lesungen und Gespräche mit internationalen Autorinnen und Autoren, darunter ist die Deutschlandpremiere mit dem norwegischen Bestsellerautor Erik Fosnes Hansen. Ein „Brandenburgischer Geschichten-Jahrmarkt“, ein „Bücher-Ball“, eine Fachkonferenz über „Digital Games und die Vermittlung europäischer Werte und Öffentlichkeit“ sind geplant.

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10. Jubiläumsausgabe des Literaturfests LIT:potsdam | © LIT Potsdam

Den Festivalauftakt gibt am 26. Juni der Brandenburgische Geschichten-Jahrmarkt, 14 bis 18 Uhr im Kulturquartier Schiffbauergasse: ein Fest für und mit Menschen, die ‚Literatur leben‘ – von regionalen Verlagen bis zur Cosplay-Szene. Groß und Klein werden eingeladen, ins Erzählen einzutauchen, sich von ‚lebendigen Bibliotheken‘ überraschen zu lassen, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu diskutieren, an einem Workshop zum Thema ‚Gamification‘ teilzunehmen sowie neuen Lesestoff an den Ständen von Buchhandlungen, Antiquariaten und Verlagen zu finden. Oder sich beim Wettbewerb für Cosplayerinnen und Cosplayer durch die Geschichten ihrer Kostüme inspirieren zu lassen.

Die Deutschlandpremiere des neuen Romans „Zum rosa Hahn“ von Bestseller-Autor Erik Fosnes Hansen findet unter der Gesprächsleitung von RBB-Moderator Uwe Madel um 17 Uhr im Schirrhof statt. Zu erleben ist „eine Geschichte, wie wir sie noch niemals gelesen haben“, so Thomas Böhm. Gekrönt wird der Eröffnungstag durch den Auftritt der Autorin, Filmemacherin und Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembga um 19.30 Uhr im Filmmuseum Potsdam. Dort spricht sie unter der Moderation von radioeins-Literaturagent und Kurator der lit:Potsdam Thomas Böhm über weibliche Selbstbestimmung in Afrika und globale Gerechtigkeit. Texte aus ihrem jüngsten Buch „Überleben“ liest Kira Lorenza Althaler.

Erstmals lädt LIT:potsdam zur Fachkonferenz „Digital Games. Vermittlung europäischer Werte und Öffentlichkeit“, die am 27. Juni von 11 bis 18 Uhr in der Stadt- und Landesbibliothek in Kooperation mit der Stiftung Digitale Spielekultur geplant ist. Panels, Vorträge und Workshops untersuchen die Narrative von ‚Serious Games‘, ob und in welcher Weise sie als komplexe Lehrmittel und Begleiter zur Vermittlung von Werten beitragen. Paul Nemitz, Digitalbeauftragter der EU, und Matthias Pfeffer, TV-Journalist und Produzent, führen unter der Moderation von Medienjournalist Jörg Wagner ein Zukunftsgespräch über „Neue Medien – Chancen und Gefahren für die Demokratie in Europa“.

Am Festivalsamstag, 2. Juli, 16 Uhr, lädt LIT:potsdam zum Literatur-Picknick im Park der Villa Jacobs. Unter dem Titel „Viermal neu und made in Brandenburg“ stellt RBB-Redakteurin Anne-Dore Krohn die neuen Bücher von André Kubiczek, Julia Schoch, Torsten Schulz und Judith Zander vor: André Kubiczek erzählt eine kühne Liebesgeschichte kurz vor der Wende ‘89. Julia Schochs „Das Vorkommnis“ beschäftigt sich mit einer Familienlüge, die einen Abgrund in das Leben der Erzählerin reißt. Judith Zanders Gedichtband „im ländchen sommer im winter zur see“ ist voller ‚Sehnsuchtslinien‘ hin zu Stoffen wie Märchen, mittelalterlichen Mythen oder Ikonen der Popkultur. Torsten Schulz‘ Roman „Öl und Bienen“ spielt Ende der 1970er Jahre in der Havelländischen Heide. Drei Männer hängen jeden Tag ab, hören eingeschmuggelte Westplatten, trinken, reden. Bis eines Tages ein Schwarm Frauen auftaucht.

Zum Abschluss lädt LIT:potsdam Sonntag, den 3. Juli, um 11 Uhr, an den Telegrafenberg. Im „Wissenschaftspark Albert Einstein“ spricht der Polarforscher, Klimaforscher und Physiker Markus Rex über die größte Arktisexpedition aller Zeiten: die „Expedition Polarstern“, ein Jahr lang im Nordpolarmeer, mit Forscherinnen und Forschern aus aller Welt. Und um 19 Uhr tritt der preisgekrönte Sachbuchautor Bruno Preisendörfer im Garten der Villa Quandt auf. Mit Textpassagen aus seinen jüngsten Büchern animiert er, in den Alltag zu Zeiten von Luther, Bach, Goethe und Bismarck zu reisen und erläutert dabei, was uns mit den Menschen von damals verbindet.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

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