74. Internationale Filmfestspiele Berlin © Claudia Schramke
Claudia Schramke, Berlin
Goldener Bär für "Dahomey" von Mati Diop © radioeins/Schuster
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Berlinale - Goldener Bär für Dokumentarfilm "Dahomey"

Der Goldene Bär 2024 geht an den französischen Dokumentarfilm "Dahomey" von Mati Diop. Der Dokumentarfilm aus Frankreich widmet sich dem Thema Raubkunst. Sebastian Stan erhielt den silbernen Bären als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in "A Different Man". Der Preis für die beste Nebendarstellerin ging an Emily Watson in "Small Things Like These". Der deutsche Beitrag "Sterben" von Matthias Glasner erhielt einen silbernen Bären für das beste Drehbuch.

Berlinale Palast
AP Photo/Markus Schreiber

Nahost-Konflikt - Debatte um Antisemitismusvorwürfe auf der Berlinale

Während der Preisverleihung der Berlinale am Samstagabend hatten sich mehrere Filmschaffende zum Gaza-Krieg geäußert. Für Diskussionen sorgt, dass die Beteiligten Vorwürfe gegen Israel äußerten und von einem Genozid im Gazastreifen sprachen, ohne das Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 zu erwähnen.

Berlinale Palast
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Debatte - Kritik an Berlinale nach umstrittenen Äußerungen

Nach umstrittenen Äußerungen zum Nahostkonflikt auf der Berlinale hat Berlins Regierender Bürgermeister Wegner die neue Festival-Leitung aufgefordert, so etwa in Zukunft zu verhindern. Bei der Preisverleihung am Samstag hatten Künstlerinnen und Künstler unter anderem vom Genozid im Gazastreifen gesprochen.

Der Goldene Bär 2024 geht an den französischen Dokumentarfilm "Dahomey" von Mati Diop © radioeins/Schuster
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Zum Nachhören - Der Berlinale Bären-Talk mit Knut Elstermann

Knut Elstermann sprach nach der Preisverleihung wieder mit den Bärengewinnern über ihre Filme, so auch mit Mati Diop, deren Dokumentarfilm "Dahomey" den Goldenen Bären gewann. Außerdem sprach er u.a. mit Sebastian Stan, der für seine Rolle in "A Different Man" den Silbernernen Bären für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle gewonnen hat.

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  • Mati Diop © radioeins/Schuster
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    Berlinale Talk 

    Goldener Bär: Mati Diop für "Dahomey"

    Knut Elstermann im Gespräch mit der Regisseurin Mati Diop, deren Film "Dahomey" mit dem Goldenen Bären für den Besten Film ausgezeichnet wurde.

  • Matthias Glasner © radioeins/Schuster
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    Berlinale Talk 

    Bestes Drehbuch: Matthias Glasner für "Sterben"

    Der deutsche wettbewerbsbeitrag "Sterben" erhielt den Silbernen Bären für das Beste Drehbuch. Matthias Glasner im Interview mit Knut Elstermann.

  • Nelson Carlos De Los Santos Arias © radioeins/Schuster
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    Berlinale Talk 

    Beste Regie: "Pepe" von Nelson Carlos De Los Santos Arias

    Regisseur Nelson Carlos De Los Santos Arias erhielt den Silbernen Bären für die Beste Regie für seinen Film "Pepe".

  • Sebastian Stan © radioeins/Schuster
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    Berlinale Talk 

    Bester Hauptdarsteller: Sebastian Stan

    Sebastian Stan hat für seine Rolle im Film "A Different Man" den Silbernernen Bären für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle gewonnen. Knut Elstermann hat mit ihm gesprochen.

  • Francisco Lezama (r.) und Wenqian Zhang © radioeins/Schuster
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    Berlinale Talk 

    Die Gewinner der Kurzfilm-Bären

    Der Goldene Bär für den Besten Kurzfilm ging an "Un movimiento extraño (An Odd Turn)" von Francisco Lezama. Den Silbernen Bären Preis der Jury in dieser Kategorie erhielt Wenqian Zhangfür ihren Film "Re tian wu hou (Remains of the Hot Day)".

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  • "Love by Proxy" von Faraz Shariat © Viacom International
    Viacom International

    Berlinale Talk 

    ZEIT VERBRECHEN auf der Berlinale 2024

    Deutschlands erfolgreichster True-Crime-Podcast - ZEIT VERBRECHEN - ist pünktlich zur Berlinale als Filmreihe zu sehen. Alle vier Episoden-Filme feiern Weltpremiere in der Panorama-Sektion. Es sind die neuen Arbeiten von Mariko Minoguchi, Jan Bonny, Helene Hegemann und Faraz Shariat. Das fiktionale Format mit den 60-Minütern basiert auf den Kriminalrecherchen von Sabine Rückert und anderen Zeit-Reportern. Drei der Regisseure waren im Berlinale Talk zu Gast: Mariko Minoguchi ("Dezember"), Faraz Shariats ("Love By Proxy") und Helene Hegemann ("Deine Brüder"). Und außerdem Produzent Jorgo Narjes.

  • Goldener Ehrenbär an Martin Scorsese - Die 74. Berlinale verleiht Martin Scorsese den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk. Die Laudatio hat Wim Wenders gehalten © Richard Hübner/Berlinale 2024
    Richard Hübner/Berlinale 2024

    Internationale Filmfestspiele Berlin 

    Berlinale 2024 - eine erste Bilanz

    Glanzvolle, aber auch politische Auftritte am Roten Teppich und volle Kinosäle kennzeichnen die 74. Berlinale. Mit der Verleihung des Goldenen Ehrenbären an den US-amerikanischen Regisseur Martin Scorsese fand ein besonderes Highlight statt. Vor Standing Ovations im voll besetzten Berlinale Palast nahm der Regisseur den Ehrenpreis entgegen, die Laudatio hielt Wim Wenders. Anke Leweke und Knut Elstermann ziehen eine erste Bilanz der Berlinale.

  • Was hast du gestern geträumt, Parajanov? © Shahab Fotouhi
    Shahab Fotouhi

    Berlinale | Forum 

    "Was hast Du gestern geträumt, Parajanov?" von Faraz Fesharaki

    Über zehn Jahre hat Faraz Fesharaki den Austausch mit seiner Familie dokumentiert, den digitalen Dialog zwischen einem, der auszog, in Deutschland Film zu studieren, und jenen, die in der iranischen Millionenstadt geblieben sind. Vater Hasan und Mutter Mitra diskutieren über die traditionelle Rolle der Frau und präsentierten Kakis aus dem Garten. Cousin Rahi ergänzt das Diaspora-Gespräch der Generationen aus Österreich – um sein Lieblingsrezept: Toast, Mozzarella, Ei. Vieles bleibt unausgesprochen, angedeutet. Was hast du gestern geträumt, Parajanov? Eine Antwort gibt es vielleicht heute Abend im Berlinale Talk.

  • Ellbogen © Haydar Tastan, Achtung Panda!
    Haydar Tastan, Achtung Panda!

    Berlinale | Generation 14plus 

    "Ellbogen" von Aslı Özarslan

    "Ellbogen" erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die aus der Gesellschaft verdrängt wird und die Weichen ihres Lebens neu stellen muss. Man will mit ihr durch die Nacht rennen, man will wissen, wie es mit ihr und mit uns allen weitergeht. Über ihren Film spricht Knut Elstermann mit der Regisseurin Aslı Özarslan.

  • Antonella Sudasassi Furniss © radioeins/Jochen Saupe
    radioeins/Jochen Saupe

    Berlinale | Panorama 

    "Memorias de un cuerpo que arde" von Antonella Sudasassi Furniss

    Aufgewachsen in einer repressiven Zeit, in der Sexualität ein Tabuthema war, haben Ana (68), Patricia (69) und Mayela (71) ihr Verständnis davon, was es bedeutet, eine Frau zu sein, auf der Basis unausgesprochener Regeln und Erwartungen entwickelt. Nun wagen sie es, offen darüber zu reden. Die Erinnerungen, Geheimnisse und Sehnsüchte der drei werden auf poetische Weise miteinander verwoben: Während die Frauen aus dem Off ihre Geschichten erzählen, erfüllen diese den Körper einer weiteren Frau ihrer Generation, die sie stellvertretend durchlebt. Über ihren Film spricht Knut Elstermann mit der Regisseurin Antonella Sudasassi Furniss.

  • Katharina Stark © radioeins/Jochen Saupe
    radioeins/Jochen Saupe

    Berlinale Talk 

    Shooting Star Katharina Stark

    Wir freuen uns auf Shooting Star Katharina Stark. Die 25-jährige Schauspielerin hat schon als Kind mit der Schauspielerei begonnen. Sie spielte an den Münchner Kammerspielen und stand für Filme wie "König Laurin", "Luna", "Dead Girls Dancing" und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Zuletzt agierte sie in der Hauptrolle der Übersetzerin Eva Bruhns in der Miniserie "Deutsches Haus". Aus Sicht der Jury der "European Shooting Stars" spielt sie dabei "eine emotional aufgeladene und anspruchsvolle Rolle mit Leichtigkeit". Die Tiefe der Figur werde durch eine zurückhaltende wie überzeugende Darstellung vermittelt. Was es heißt, als Shooting Star die Berlinale zu erleben, das erfahren wir heute Abend im Berlinale Talk.

  • Lola Arias und Knut Elstermann © radioeins/Jochen Saupe
    radioeins/Jochen Saupe

    Berlinale Talk 

    Lola Arias zu "Reas"

    Yoseli ist neu im Knast. Den Sicherheitscheck absolviert sie gelassen-neugierig. Sie schlurft in die Zelle, geht dann rauchen, und mit jeder Zigarette wird ihr klarer: Wer hier Ich sein will, wird Teil des Wir. Die diverse Gruppe an cis und trans Frauen, die sich Yoseli hier eingespielt, gar eingeschworen in loser Verbundenheit und in immer neuen Sparring- und Bonding-Partner*innenschaften zeigt, lebt körperbetont und ausdrucksstark: Lola Arias’ neuer Performance-Streich im Caseros-Knast von Buenos Aires ist vieles: Lust, Fest, Energie, Musical, Trance-Balance – und unendlich charmant.

  • Roman Bondarchuk © radioeins/Jochen Saupe
    radioeins/Jochen Saupe

    Berlinale Talk 

    Roman Bondarchuk zu "The Editorial Office"

    Eigentlich führt der junge Biologe Jura ein beschauliches Provinzleben mit einem Job beim Naturkundemuseum und einem Zimmer noch bei seiner Mutter. Auf der Suche nach dem Murmeltier, einem in der südukrainischen Steppe als ausgestorben geltenden Wesen, wird Jura Zeuge von Brandstiftung. Er versucht, das Unrecht an die Öffentlichkeit zu bringen, landet unverhofft beim sensationsgeilen lokalen Nachrichtenportal und gerät immer tiefer in ein absurdes Netzwerk und in Verstrickungen, an deren Entwirrung niemand so recht interessiert ist.

  • Mišel Matičević © radioeins/Saupe
    radioeins/Saupe

    Berlinale Talk 

    Thomas Arslan und Mišel Matičević zu "Verbrannte Erde"

    Zwölf Jahre nachdem der Berufskriminelle Trojan aus Berlin flüchten musste, führt ihn die Suche nach Aufträgen erneut in die Stadt. Er hat kaum noch Geld und braucht dringend einen neuen Job. Doch Berlin hat sich verändert, Trojans alte Kontakte geben nicht mehr viel her. Und seine Maxime, nur Bargeld-Jobs anzunehmen, lässt sich in einer immer stärker digitalisierten Welt kaum noch durchhalten. So dauert es einige Zeit, bis sich ihm schließlich durch die Vermittlerin Rebecca die Aussicht auf einen lukrativen Auftrag bietet: Ein Gemälde von Caspar David Friedrich soll aus einem Museum gestohlen werden. Verbrannte Erde ist nach Im Schatten der zweite Teil von Thomas Arslans Trojan-Trilogie, in dem es schon bald immer weniger ums Geld und viel mehr darum, mit dem Leben davonzukommen.

  • Ivo © Adrian Campean
    © Adrian Campean

    Berlinale Talk 

    Das Team zum Film "Ivo"

    Ivo arbeitet als ambulante Palliativpflegerin. Täglich fährt sie zu Familien, Eheleuten und Alleinstehenden. In kleine Wohnungen und in große Häuser. Zu Hause hat sich ihre pubertierende Tochter längst selbstständig gemacht. Von früh bis spät ist Ivo in ihrem alten Skoda unterwegs, den sie zu ihrem persönlichen Lebensraum gemacht hat. Hier nimmt sie ihre Mahlzeiten zu sich, arbeitet, singt, flucht und träumt sie. Eine ihrer Patientinnen, Solveigh, ist zu einer engen Freundin geworden. Auch zu Solveighs Mann Franz hat Ivo eine Beziehung geknüpft. Tag für Tag arbeiten sie bei der Pflege von Solveigh zusammen. Und sie schlafen miteinander. Über diese sehr ungewöhnliche Dreiecksbeziehung erfahren wir mehr im Berlinale Talk von Regisseurin Eva Trobisch und den Darsteller*innen Minna Wündrich und Lukas Turtur.

  • Romuald Karmakar © radioeins/Saupe
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    Berlinale Talk 

    Romuald Karmakar zu "Der Unsichtbare Zoo"

    Über die Jahreszeiten hinweg erzählt Romuald Karmakars Film vom Leben und der Arbeit eines der führenden zoologischen Gärten Europas. Gezeigt wird der Aufwand, der der Illusion von Unsichtbarkeit vorausgeht, sowie der logistische Apparat, der den Tiergarten am Laufen hält. Gezeigt werden auch die Tiere, die als Attraktion herhalten. Durch die Sichtbarmachung eines komplexen Netzwerkes von ökonomischen und ethischen Fragen, die den Zoo formen, weitet dieser dreistündige Zoo-Film das Gezeigte zur Reflexion über das Verhältnis von Mensch und Tier aus.

  • Veronika Franz und Severin Fiala © radioeins/Saupe
    radioeins/Saupe

    Berlinale Talk 

    Veronika Franz und Severin Fiala zu "Des Teufels Bad"

    Veronika Franz & Severin Fiala sind zu Gast im Berlinale Talk mit ihrem Wettbewerbs-Film "Des Teufels Bad". Mit dem Film reisen wir zurück ins Jahr 1750. In Oberösterreich wird eine Hingerichtete zur Schau gestellt - als Exempel und Warnung. Ein Omen? Die tiefreligiöse und hochsensible Agnes betrachtet die tote Frau mit Mitleid. Auch mit Sehnsucht, denn sie fühlt sich fremd in der Welt ihres Mannes Wolf, in die sie gerade eingeheiratet hat. Eine gefühlskalte Welt voller Arbeit, Verrichtungen und Erwartungen. Immer mehr zieht sich Agnes zurück. Immer enger wird ihr inneres Gefängnis, immer erdrückender ihre Melancholie. Eine Gewalttat scheint ihr bald der einzige Ausweg. Anja Plaschg, die als Soap & Skin auch die Filmmusik komponiert hat, spielt Agnes in diesem Film, der auf Gerichtsprotokollen basiert.

  • The Visitor © LaBruce / A/POLITICAL
    LaBruce / A/POLITICAL

    Berlinale Talk 

    Bruce LaBruce und Bishop Black zu "The Visitor"

    Bruce la Bruce is back und er bringt Schauspieler Bishop Black mit. Der spielt die Hauptrolle in The Visitor - eine britische Neuinterpretation von Pier Paolo Pasolinis Film Teorema von 1968. Pasolinis rätselhafter Mann, von allen nur „der Besucher“ genannt, kommt in das Haus einer großbürgerlichen Familie und verführt nacheinander alle Familienmitglieder. Bei seiner plötzlichen Abreise hinterlässt er Leere, die alle unterschiedlich zu kompensieren versuchen. In Bruce LaBruces The Visitor ist es ein Geflüchteter, der in einem kleinen Koffer am Themseufer in London an Land gespült wird.

  • Josefa Heinsius, Claire Burger und Nina Hoss © radioeins/Saupe
    radioeins/Saupe

    Berlinale Talk 

    Claire Burger, Nina Hoss und Josefa Heinsius zu "Langue Étrangére"

    Die 17-jährige Fanny aus Frankreich nimmt an einer Sprachreise für Schüler nach Deutschland teil. In Leipzig trifft sie ihre gleichaltrige Brieffreundin Lena, die davon träumt, als Aktivistin politisch tätig zu werden. Um Lena zu beeindrucken, erfindet die eher schüchterne und in sich gekehrte Fanny ein anderes Leben für sich, verfängt sich aber schnell in ihren Lügen. Wohin das führt, das wüssten wir gern von Schauspielerin Josefa Heinsius und der Bärengewinnerin Nina Hoss (die Susanne in diesem Film spielt) und von der Regisseurin Claire Burger.

  • Mit einem Tiger schlafen © coop99 Filmproduktion
    coop99 Filmproduktion

    Berlinale Talk 

    Anja Salomonowitz: Sleeping With A Tiger

    Birgit Minichmayr verkörpert die Künstlerin Maria Lassnig in Anja Salomonowitz’ Hommage, die Lassnig in mehreren Altersstufen und unterschiedlichen psychischen Verfassungen zeigt. Der Film stellt der „body awareness“ von Lassnigs Kunst einen Körper an die Seite, der die Kunst hervorbringt. Ein Biopic in hybrider Form: Spielszenen und dokumentarische Sequenzen greifen ineinander, ein Bild von Lassnig entsteht, über das wir mehr von Regisseurin Anja Salomonowitz erfahren.

  • Victor Kossakovsky © radioeins/Saupe
    radioeins/Saupe

    Berlinale Talk 

    Victor Kossakovsky zu "Architecton"

    Mit Filmemacher Victor Kossakovskys spricht Knut Elstermann heute Abend über Architektur. Warum sie im Mittelpunkt seines neuen Filmes steht und wie sie einen Weg in die Zukunft zeigen kann. Kossakovsky denkt dabei über den Aufstieg und den Fall von Zivilisationen nach. Eine bildgewaltige Reise führt von den Tempelruinen von Baalbek im Libanon aus dem ersten Jahrhundert nach Christi bis zu zerstörten Städten in der Türkei nach dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,8 Anfang 2023. Und dabei drängen sich wichtige Fragen auf: Wie bauen wir, und wie können wir besser bauen, bevor es zu spät ist?

  • David & Nathan Zellner zu Gast bei Knut Elstermann © radioeins/Saupe
    radioeins/Saupe

    Berlinale Talk 

    David & Nathan Zellner zu „Sasquatch Sunset“

    Fans der Zellner-Brüder sind surreale Geschichten gewohnt. Doch Sasquatch Sunset sprengt die Grenzen der Vorstellungskraft. Nach ihrem sehr kurzen Kurzfilm Sasquatch Birth Journal 2 nehmen uns David und Nathan Zellner mit in das Leben einer Familie, die, vor der Menschheit versteckt, in die Wildnis Nordamerikas eingetaucht ist. Unter Mitwirkung der Schauspieler*innen Riley Keough und Jesse Eisenberg zeigt Sasquatch Sunset, dass man keine Worte braucht, um eine Geschichte zu erzählen, und dass sogar die menschliche Mimik verzichtbar ist, will man Mitgefühl, Lachen oder Tränen hervorrufen. Welche Idee hinter dem neuen surrealen Werk der Brüder steckt, das können uns David und Nathan Zellner gleich zu Beginn des Berlinale Talks verraten.

  • Corinna Harfouch und Matthias Glasner zu Gast bei Knut Elstermann © radioeins/Saupe
    radioeins/Saupe

    Berlinale Talk 

    Matthias Glasner und Corinna Harfouch zu "Sterben"

    Der Dirigent war schon zu Gast im Berlinale Talk, jetzt kommt seine Mutter! Aber der Reihe nach: In Matthias Glasners Film “Sterben” spielt Corinna Harfouch die 70jährige Lissy Lunies, deren dementer Mann Gerd ins Heim kommt. Auch ihr läuft die Zeit davon, denn sie erkrankt an Diabetes, Krebs und Nierenversagen. Währenddessen arbeitet ihr Sohn (Lars Edinger), der Dirigent Tom, mit seinem depressiven besten Freund Bernard an einer Komposition namens „Sterben“. Toms Ex-Freundin Liv will ihn zum Ersatzvater ihres Kindes machen. Seine Schwester Ellen beginnt eine Affäre mit einem verheirateten Zahnarzt, die beiden verbindet die Liebe zum Alkohol und zum Rausch. Wie sich die Familienmitglieder - konfrontiert mit dem Thema Tod - in diesem Film begegnen, darüber sprechen wir mit Matthias Glasner und Corinna Harfouch.

  • Cece Mlay und Agnes Lisa Wegner © radioeins/Saupe
    radioeins/Saupe

    Berlinale Talk 

    Agnes Lisa Wegner und Cece Mlay zu "Das Leere Grab"

    Songea, Tansania. John Mbano ist fest entschlossen, die Gebeine seines Urgroßvaters Songea Mbano zu finden, der von der deutschen Kolonialarmee ermordet wurde. Seine Familie hat über Generationen hinweg an einem geplünderten Grab getrauert, denn Songea Mbanos Schädel wurde damals zu rassistischen Forschungszwecken nach Deutschland gebracht. John und seine Frau treten eine Reise an, die ihr Leben verändert.

  • Markus Stein © radioeins/Saupe
    radioeins/Saupe

    Berlinale Talk | Panorama 

    Markus Stein zu "Baldiga - Entsichertes Herz"

    Entlang von poetischen Tagebuchauszügen, schonungslosen Bildern und Erinnerungen von Wegbegleiter*innen zeigt Baldiga – Entsichertes Herz nicht nur einen bahnbrechenden Fotografen, sondern auch einen Aids-Aktivisten und engagierten Kämpfer gegen die Stigmatisierung schwuler Lebensentwürfe. Über seinen Film spricht Knut Elstermann mit dem Regisseur Markus Stein.

  • Teaches of Peaches © Avanti Media Fiction
    Avanti Media Fiction

    Berlinale Talk 

    Peaches zu "Teaches of Peaches"

    Peaches im Berlinale Talk! Der Grund: ein Film zeigt sie während der „The Teaches of Peaches Anniversary Tour“ 2022 und gleichzeitig auch die Verwandlung der Kanadierin Merrill Nisker zur international gefeierten Künstlerin Peaches. Als feministische Musikerin, Produzentin, Regisseurin und Performancekünstlerin widmet sich Peaches seit über zwei Jahrzehnten dem Kampf gegen Genderstereotype und ist in dieser Zeit zur Pop- und Musikikone aufgestiegen. Mit bissigem Humor und scharfsinnigem Verstand setzt sie sich für LGBTQIA+-Rechte ein und stellt Identitätsfragen in den Mittelpunkt ihres Schaffens.

  • Favoriten © Ruth Beckermann Filmproduktion
    Ruth Beckermann Filmproduktion

    Berlinale Talk 

    Ruth Beckermann zu "Favoriten"

    Mehr als 60 Prozent aller Kinder in Wiener Volksschulen sprechen Deutsch nicht als Erstsprache. Gleichzeitig herrscht akuter Mangel an Lehrer*innen und Betreuer*innen. Widrige Bedingungen sind der Ausgangspunkt für Ruth Beckermanns Dokumentarfilm Favoriten, für den die österreichische Filmemacherin (Waldheims Walzer, Mutzenbacher) eine Wiener Volksschulklasse über drei Jahre hinweg begleitet hat. Im Berlinale Talk verrät Ruth Beckermann, was sie bei ihren Dreharbeiten über das Lehren und Lernen dazugelernt hat.

  • Josef Hader
    Lukas Beck

    Berlinale Talk 

    Josef Hader zu "Andrea lässt sich scheiden"

    Mit einer Mischung aus Humor und Melancholie blickt Josef Hader in seinem zweiten Spielfilm auf traurige, trunkene Männer und eine Frau, die einen Plan hat: Andrea (Birgit Minichmayr), eine Polizistin auf dem Land, möchte ihre unglückliche Ehe beenden und in der Stadt eine neue Stelle als Kriminalinspektorin antreten. Doch nach einer Geburtstagsfeier läuft ihr plötzlich der Noch-Ehemann betrunken vors Auto. Im Schock begeht Andrea Fahrerflucht.

  • Andreas Dresen und Liv Lisa Fries bei der Pressekonferenz zum Film "In Liebe, Eure Hilde" © IMAGO / Cathrin Bach
    IMAGO / Cathrin Bach

    Berlinale Talk 

    Liv Lisa Fries und Andreas Dresen zum Film "In Liebe, Eure Hilde" (Wettbewerb)

    Regisseur Andreas Dresen ist im radioeins Truck zu Gast und nimmt uns mit auf eine Reise zurück in das Berlin der beginnenden 40er Jahre. In seinem neuen Film steht die unscheinbare Hilde (Liv Lisa Fries) im Mittelpunkt: Sie findet 1942 nach und nach ihren Platz in der Widerstandsgruppe, die man später die „Rote Kapelle“ nennen wird. Hilde verliebt sich in Hans, blüht auf und ist trotz ständiger Lebensgefahr einen Sommer lang glücklich. Als im Herbst die Mitglieder der Gruppe von der Gestapo verhaftet werden, ist auch die schwangere Hilde dabei. Im Gefängnis entwickelt sie ungeahnte Kräfte. Sie bringt ihren Sohn zur Welt und hält die Erinnerung an ihren geliebten Mann am Leben.

  • Faruk © Emre Erkmen
    Emre Erkmen

    Berlinale Talk 

    Asli Özge zu "Faruk"

    Der über 90-jährige Faruk wird zusehends zur Hauptfigur des Films, den seine Tochter über den drohenden Abriss seines Wohnblocks in Istanbul dreht. In der Hoffnung, den Abriss des Hauses, in dem er mehrere Jahrzehnte seines Lebens verbracht hat, noch abzuwenden, besucht Faruk regelmäßig Sitzungen der Gebäudeverwaltung. Während die Tochter ihren Vater filmt, beginnen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verschwimmen. Gedreht an Originalschauplätzen, basierend auf wahren Begebenheiten und inspiriert von realen Personen, handelt Aslı Özges neuer Film gleichzeitig von der Veränderung einer Metropole und einer komplexen Vater-Tochter-Beziehung. Wir freuen uns auf die Regisseurin des Films!

  • No Other Land
    No Other Land

    Berlinale Talk 

    "No Other Land" (Panorama)

    Basel Adra, ein junger palästinensischer Aktivist aus Masafer Yatta im Westjordanland, kämpft seit seiner Kindheit gegen die Vertreibung seiner Gemeinschaft durch die israelischen Behörden. Er dokumentiert die schrittweise Auslöschung der Dörfer seiner Heimatregion, wo Soldat*innen im Auftrag der israelischen Verwaltung nach und nach Häuser abreißen und ihre Bewohner*innen vertreiben. Irgendwann begegnet er Yuval, einem israelischen Journalisten, der ihn in seinen Bemühungen unterstützt. Eine unwahrscheinliche Allianz entsteht und eine Geschichte, die angesichts der zugesptitzten Lage im Nahen Osten nunbedingt erzählt werden muss. Im Berlinale Talk ist das israelisch-paälstinenische Regie-Team zu Gast.

  • Saoirse Ronan in The Outrun von Nora Fingscheidt © The Outrun
    The Outrun

    Berlinale Talk 

    Nora Fingscheidt zu "The Outrun" (Panorama)

    Nach mehr als zehn Jahren kehrt Rona in ihre Heimat auf den entlegenen Orkneyinseln zurück. Während sie die einzigartige, raue Landschaft, in der sie aufgewachsen ist, wiederentdeckt, vermischen sich ihre Kindheitserinnerungen mit solchen aus der letzten, von Sucht geprägten Zeit. Ihr damaliger Aufbruch in die Stadt und die folgenden ausschweifenden Jahre in London mündeten in einem schmerzhaften Absturz.

  • Alle die Du bist © Contando Films, Studio Zentral, Network Movie
    © Contando Films, Studio Zentral, Network Movie

    Berlinale Talk 

    "Alle Die Du Bist" (Panorama)

    Die alleinerziehende Mutter Nadine (Aenne Schwarz) verlässt mit 24 Jahren ihre brandenburgische Heimat, um bei Köln einen Job als Fabrikarbeiterin in der Kohleindustrie anzunehmen. Dort begegnet sie dem impulsiven Paul, dessen Persönlichkeit ihr so facettenreich erscheint, dass sie ihn buchstäblich in vielen verschiedenen Gestalten wahrnimmt. Nach langer Zeit spürt sie sich endlich wieder selbst. Die beiden werden ein Paar, und zwischen ihnen entwickelt sich eine tiefe Liebe. Sieben Jahre später ist ihr Leben ein anderes.

  • Small things Like These
    Shane O’Connor

    Berlinale Talk 

    Die Filmkritik: "Small things Like These"

    Mit der Weltpremiere der irisch-belgischen Produktion „Small Things Like These“ werden die 74. Internationalen Filmfestspiele eröffnet. Der Film spielt in der Weihnachtszeit 1985 und thematisiert die menschenverachtenden Zustände in den irischen Magdalenen-Wäschereien, die von den 1820er-Jahren bis 1996 von römisch-katholischen Institutionen betrieben wurden, vorgeblich um „gefallene junge Frauen“ zu reformieren. In diesem Setting wird die Geschichte von Bill Furlong (gespielt von Cillian Murphy) erzählt. Bill schuftet als Kohlenhändler, um den Lebensunterhalt für sich, seine Frau und seine fünf Töchter zu verdienen.

  • Barbara Wurm, Leiterin des Berlinale Forums; © Erik Weiss/Berlinale 2023
    Erik Weiss/Berlinale 2023

    Berlinale Talk 

    Barbara Wurm - neue Leiterin vom Forum

    Seit August 2023 leitet Barbara Wurm die Sektion Forum. In den Jahren davor war sie schon Mitglied des Auswahlkomitees der Internationalen Filmfestspiele Berlin und war außerdem knapp 20 Jahre als Moderatorin und Programmerin bei DOK Leipzig tätig. Als Slawistin hat sie an den Universitäten Wien, Basel und Berlin zur osteuropäischen Avantgarde sowie zum (post-)sowjetischen Kino geforscht. An der Humboldt-Universität sind osteuropäische Kulturwissenschaften und Filmgeschichte ihre Schwerpunkte. Wohin die Reise mit ihr als neuer Leiterin der Sektion Forum geht, darüber erfahren wir mehr im Berlinale Truck.

Panorama Publikums-Preis 2024
rbb

74. Berlinale - Panorama Publikums-Preis 2024

radioeins und das rbb Fernsehen verleihen in Zusammenarbeit mit der Berlinale den Panorama Publikums-Preis. Sie konnten auch in diesem Jahr wieder mit abstimmen und den beliebtesten Spielfilm und Dokumentarfilm der Panorama Sektion der Berlinale küren. Der Preis für den besten Spielfilm geht an die costa-ricanische Regisseurin Antonella Sudasassi Furniss, der Preis für den besten Dokumentarfilm geht an ein israelisch-palästinensisches Regie-Team.

Videos

Scorsese-Quiz
Claudia Lacombe

Berlinale 2024 - Das Scorsese-Quiz

Martin Scorsese ist eine echte Regielegende. Nicht ohne Grund wurde er auf der diesjährigen. Berlinale mit einem Ehrenbären geehrt. Wir haben den legendären Regisseur und sein Werk mit einem kleinen Scorsese-Quiz gefeiert. Hier können Sie Ihr Scorsese Wissen testen.

Berlinale Buster. Filmtipps mit Anke Leweke
radioeins

Filmtipps von Anke Leweke - Berlinale Buster

Es ist schwer sich in dem Programm der Berlinale zurechtzufinden. Wie gut, dass unsere Filmexpertin Anke Leweke viele dieser Filme bereits gesehen hat und Ihnen darum hier ganz besondere Empfehlungen ans Herz legen kann.

Berlinale Radio

Silberner Bär © radioeins/Schuster
radioeins/Schuster

Berlinale - Finale der Berlinale: Das sind die Gewinner 2024

Der Goldene Bär 2024 geht an den französischen Dokumentarfilm "Dahomey" von Mati Diop. Der Dokumentarfilm aus Frankreich widmet sich dem Thema Raubkunst. Sebastian Stan erhielt den silbernen Bären als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in "A Different Man". Der Preis für die beste Nebendarstellerin ging an Emily Watson in "Small Things Like These". Der deutsche Beitrag "Sterben" von Matthias Glasner erhielt einen silbernen Bären für das beste Drehbuch.

Regenbogenflaggen
IMAGO / Ralph Peters

Film & Kino - Über das schwere Los für queere Filme in Deutschland

Die Berlinale hat sich seit Jahrzehnten als weltweiter Treffpunkt für schwule und lesbische Filme profiliert. Das Panorama und der Teddy Award sind Erfolgsgeschichten. Wichtige deutsche Beiträge im aktuellen Berlinale-Programm sind dokumentarische Stoffe wie "Baldiga" oder "Teaches of Peaches". Aber trotzdem tun sich queere deutsche Filme schwer. Die Frage ist: Warum? Und gibt es neue Hoffung durch Reform der Filmförderung? rbb-Kollege Paul Pietraß hat sich umgehört und liefert Antworten.

Mé el Aïn | Who Do I Belong To von Meryam Joobeur © Tanit Films, Midi La Nuit, Instinct Bleu
Tanit Films, Midi La Nuit, Instinct Bleu

Berlinale-Kritik - Wettbewerbsfilme "Who do I belong to" und "Vogter"

radioeins-Filmexpertin Anke Leweke hat die Wettbewerbsfilme "Who do I belong to", das Regiedebüt von Meryam Jaobeur, und "Vogter" mit Hauptdarstellerin Sidse Babett Knudsen auf Berlinale gesehen und liefert die Kritik zu beiden Filmen.

"A Bit of a Stranger" von Svitlana Lishchynska © Berlinale 2024
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Internationale Filmfestspiele Berlin - Filme aus der Ukraine auf der Berlinale 2024

Morgen ist der zweite Jahrestag des Überfalls Russlands auf die Ukraine - und ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht. Wie dieser Krieg auf der diesjährigen Berlinale diskutiert wird, und welche Filme dabei besonders herausragend sind, das hat sich radioeins-Berlinale-Reporterin Gesa Ufer angesehen, die sagt: Der Krieg ist sehr präsent bei den diesjährigen Filmfestspielen in Berlin.

Teaches of Peaches © Avanti Media Fiction
Avanti Media Fiction

Berlinale | Panorama - "Teaches of Peaches"

Das legendäre Debutalbum der Kanadierin und seinerzeit Neuberlinerin Merrill Nisker, besser bekannt als Peaches, "The Teaches of Peaches" erschien Anfang der 2000er Jahre. 20 Jahre später geht die Künstlerin mit diesem Album noch einmal auf Tour. Dabei haben sie die Regisseur*innen Judy Landkammer und Philipp Fussenegger begleitet. Der aus diesen Aufnahmen entstandene Film "Teaches of Peaches" zeigt auch anhand von Archivmaterial die Entstehung der Kunstfigur Peaches. Gestern Abend war die Premiere. Die Musikerin Malonda war dabei.

Martin Scorsese mit dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale © Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Berlinale - Goldener Ehrenbär für Martin Scorsese

Die 74. Internationalen Filmfestspiele Berlin haben dem US-amerikanischen Regisseur, Produzenten und Drehbuchautoren Martin Scorsese den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk verliehen. Die Preisverleihung fand gestern im Berlinale Palast statt. radioeins-Reporterin Julia Vismann berichtet darüber.

Pacific Vein von Ulu Braun
Ulu Braun

Kurzfilme - Blick auf die Berlinale Shorts

Die Kurzfilme der Berlinale Shorts schillern in allen Farben, loten Grenzen aus und setzen neue Wegmarkierungen in das weite Feld der cineastischen Möglichkeiten. Sie sind ein Seismograph der Gegenwart. Berlinale Shorts ist offen für alle Genres, Macharten und Inhalte. Mehr dazu von radioeins-Berlinale-Reporterin Gesa Ufer.

Jürgen Baldiga und Ulf Reimer in "Baldiga – Entsichertes Herz" von Markus Stein © Schwules Museum Berlin, Leihgabe Aron Neubert
Schwules Museum Berlin, Leihgabe Aron Neubert

Berlinale | Panorama Dokumente - Filmregisseur Wieland Speck über "Baldiga – Entsichertes Herz"

Entlang von poetischen Tagebuchauszügen, schonungslosen Bildern und Erinnerungen von Wegbegleiter*innen zeigt "Baldiga – Entsichertes Herz" nicht nur einen bahnbrechenden Fotografen, sondern auch einen Aids-Aktivisten und engagierten Kämpfer gegen die Stigmatisierung schwuler Lebensentwürfe: Jürgen Baldiga. Wir sprechen über den Film mit Wieland Speck, der 25 Jahre die Leitung des Panorama inne hatte.

Jan Gunnar Røise und Thorbjørn Harr in "Sex" von Dag Johan Haugerud © Motlys
Motlys

Berlinale | Panorama - "Sex" von Dag Johan Haugerud

In Dag Johan Haugeruds "Sex" wird erst einmal der Schornstein gefegt, bevor es zur Sache geht. Ob Hetero oder Homo – mit geschliffenem Wortwitz werden hier normative Männer- und Gesellschaftsbilder im modernen urbanen Norwegen hinterfragt. radioeins-Berlinale-Reporterin Katja Weber hat den Film gesehen und stellt ihn vor.

Berlinale Palast
radioeins

Berlinale-Reportage - TaxiFilmFest: Protest gegen Uber auf der Berlinale

Derzeit sind auffällig viele schicke Limousinen in Berlin unterwegs, die auf der Tür für die Berlinale und den amerikanischen Mietwagenkonzern UBER werben - Uber sponsert nämlich wie schon im vergangenen Jahr die Berlinale und stemmt während des Festivals vor allem den Shuttle-Service für die richtig wichtigen Leute auf dem Festival. Einer, der darüber gar nicht lachen kann, das ist der Berliner Taxi-Fahrer Klaus Meier. Für ihn steht Uber für die Zerstörung seiner Branche, für Ausbeutung und Lohndumping. Anstatt aber mit schlechter Stimmung zu protestieren, hat sich Maier was ganz anderes ausgedacht: Das erste Berliner Taxi-Film-Fest nämlich. Unsere Kollegin Gesa Ufer hat sich das ganze genauer angesehen.

"In Liebe, Eure Hilde": Andreas Dresen (re.) zusammen mit Liv Lisa Fries und Johannes Hegemann auf dem Roten Teppich der Berlinale © IMAGO/Cathrin Bach
IMAGO/Cathrin Bach

Berlinale-Kritik - "In Liebe, Eure Hilde", "Sterben" und "Love Lies Bleeding"

Das deutsche Kino stand am Wochenende im Mittelpunkt der Berlinale. Am Samstag feierte Andreas Dresens Film "In Liebe, Eure Hilde" seine Weltpremiere - gestern präsentierte Matthias Glasner sein Familiendram "Sterben". Zudem stellte Kristen Stewart den neuen Film vor "Love Lies Bleeding" vor. Mehr dazu von radioeins-Filmexpertin Anke Leweke.

Schauspielerin Kristen Stewart steht beim Special Red Carpet für den Film "Love Lies Bleeding" auf dem roten Teppich vor dem Berlinale Palast © Monika Skolimowska/dpa
Monika Skolimowska/dpa

- Blick auf das Berlinale-Wochenende

Bei der Berlinale ist am Abend der zweite Wettbewerbsfilm eines deutschen Regisseurs ins Rennen gegangen. Das dreistündige Drama "Sterben" von Matthias Glasner feierte Premiere. In dem Film über eine zerrüttete Familie spielen unter anderen Lars Eidinger und Corinna Harfouch. Samstag feierte das vom rbb co-produzierte Drama "In Liebe, Eure Hilde" des Potsdamer Regisseurs Andreas Dresen Weltpremiere auf der Berlinale. Mehr dazu von radioeins-Berlinale-Reporterin Julia Vismann.

Berlinale Talk mit Knut Elstermann
radioeins/Nennemann

- Berlinale Talk vom 17.2. mit Liv Lisa Fries, Andreas Dresen, Joseph Hader und Ruth Beckermann

Knut Elstermann lädt ein: Regisseure, Schauspieler, Filmlegenden geben sich ab dem 15. Februar von 19 bis 21 Uhr beim „Berlinale Talk“ die Klinke in die Hand. Vom 15. bis 17. Februar senden wir aus dem radioeins Truck am Potsdamer Platz, vom 19. bis 23. Februar können Sie dann auch live dabei sein: im studioeins im Bikini. Als Großes Finale erwartet Sie dann am Bärenabend von 21 bis 23 Uhr der Bärentalk. Wir versuchen alles, um die Gewinner:innen der Bären in unseren Truck vors Mikrofon zu locken.

Berlinale Talk mit Knut Elstermann
radioeins/Nennemann

- Berlinale Talk vom 16.2. mit Norah Fingscheidt, Aenne Schwarz u.a.

Knut Elstermann lädt ein: Regisseure, Schauspieler, Filmlegenden geben sich ab dem 15. Februar von 19 bis 21 Uhr beim „Berlinale Talk“ die Klinke in die Hand. Vom 15. bis 17. Februar senden wir aus dem radioeins Truck am Potsdamer Platz, vom 19. bis 23. Februar können Sie dann auch live dabei sein: im studioeins im Bikini. Als Großes Finale erwartet Sie dann am Bärenabend von 21 bis 23 Uhr der Bärentalk. Wir versuchen alles, um die Gewinner:innen der Bären in unseren Truck vors Mikrofon zu locken.

Florian Lukas © radioeins/Jochen Saupe
radioeins/Jochen Saupe

- Retrospektive zeigt "Banale Tage" mit Florian Lukas

Am Donnerstag haben die 74. Internationalen Filmfestspiele begonnen und radioeins ist als Berlinale-Radio wieder live dabei. In der Retrospektive zeigt die Berlinale diesmal den DEFA-Film "Banale Tage" aus dem Jahr 1992. Darin gab der Schauspieler Florian Lukas damals sein Filmdebüt.Wir sprechen mit ihm darüber

Berlinale Talk mit Knut Elstermann
radioeins/Nennemann

- Berlinale Talk vom 15.2. mit Lars Eidinger, Levan Akin und Barbara Wurm

Knut Elstermann lädt ein: Regisseure, Schauspieler, Filmlegenden geben sich ab dem 15. Februar von 19 bis 21 Uhr beim „Berlinale Talk“ die Klinke in die Hand. Vom 15. bis 17. Februar senden wir aus dem radioeins Truck am Potsdamer Platz, vom 19. bis 23. Februar können Sie dann auch live dabei sein: im studioeins im Bikini. Als Großes Finale erwartet Sie dann am Bärenabend von 21 bis 23 Uhr der Bärentalk. Wir versuchen alles, um die Gewinner:innen der Bären in unseren Truck vors Mikrofon zu locken.

Soleen Yusef © Leo Lokai
Leo Lokai

- "Sieger sein" von Soleen Yusef

Fußball spielt ja bei der diesjährigen Berlinale im EM-Jahr auch eine wichtige Rolle. Um Fußball geht es auch in dem Eröffnungsfilm der Generation. “In Sieger sein” erzählt die Regisseurin Soleen Yusef von einer jungen Kurdin aus Syrien, die nach der Flucht in Berlin Wedding zur Schule geht. Mona ist eine begnadete Fußballerin und versucht sich so ihren Platz in ihrer neuen Heimat zu erspielen. Wir sprechen mit Soleen Yusef.

Michael Stütz, Leiter der Sektion Panorama © Ali Ghandtschi/Berlinale 2017
Ali Ghandtschi/Berlinale 2017

- Berlinale: Aufregendes Kino in der Sektion Panorama

Was ist neu und anders, wild, unkonventionell und mutig im Kino von heute? In der Berlinale-Sektion Panorama trifft man auch ab heute wieder auf junge, spannende Talente aus aller Welt und entdeckt die neuesten Filme bekannter Filmschaffender. Das Panorama ist ausdrücklich queer, ausdrücklich feministisch, ausdrücklich politisch – und hat gleichzeitig das Bedürfnis, über diese Kategorien hinauszudenken. Zudem gibt es die größte Jury der Berlinale - die Besucher*innen der Sektion -, die den Panorama Publikums-Preis für den beliebtesten Spiel- und Dokumentarfilm vergibt. Wir blicken auf das Programm mit dem Leiter der Sektion Panorama - Michael Stütz.

Das Leitungs-Duo der Berlinale, Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin, und Carlo Chatrian, künstlerischer Direktor © Jens Kalaene/dpa
Jens Kalaene/dpa

- Berlinale-Chefin Rissenbeek blickt auf die Internationalen Filmfestspiele Berlin

Es ist die letzte Berlinale für das Leitungsduo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. Bereits im Vorfeld sorgte das Filmfestival mit der Ausladung von AfD-Politikern von der Eröffnungsgala für Gesprächsstoff. Eröffnet wird die Berlinale am Potsdamer Platz mit dem Wettbewerbsfilm "Small Things Like These" von Tim Mielants. Insgesamt 230 Filme werden gezeigt, 20 Filme davon werden um den Goldenen und Silbernen Bären konkurrieren. Zu einem der Highlights dürfte sicher die Verleihung des Ehrenbären an Regisseur Martin Scorsese zählen.

Eisvogel - Preis für nachhaltige Filmproduktion © Martin Binder
Martin Binder

- Eisvogel - Preis für nachhaltige Filmproduktionen

Heute beginnt die Berlinale. 230 Filme laufen bei den internationalen Filmfestspielen in Berlin. Doch wie nachhaltig sind diese Filme produziert? Denn für den Dreh braucht es viel Energie und für den Kulissenbau viel Material. Immer mehr Produktionen suchen nach Lösungen für umwelt- und klimaschonende Filmdrehs. Das wird heute Nachmittag im Rahmen der Berlinale mit dem Eisvogel-Preis belohnt vom Bundesumweltministerium, der Heinz Sielmann Stiftung in Kooperation mit Kulturstaatsministerin Claudia Roth. Julia Vismann hat vorab mit den Nominierten gesprochen.