Radioday Haustiere
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Der Radioday "Haustiere" am Karfreitag

Wir lieben sie, wir verhätscheln sie und manchmal verstoßen wir sie: Hunde, Katzen, Meerschweinchen. Sie fahren mit uns in den Urlaub, sie spenden Trost und Freundschaft. Haustiere und Menschen sind über Jahrtausende eine teilweise harmonische, aber auch ambivalente Beziehung eingegangen. Am Karfreitag widmet sich Radioeins einen ganz Tag lang unseren vierbeinigen und gefiederten Freunden. Von 9 bis 21 Uhr senden wir Gespräche, Interviews und Reportagen über uns und unsere Haustiere.

Warum verehren wir manche, andere essen wir? Warum sind einige Haustiere völlig aus der Mode gekommen? Haben Tiere überhaupt Gefühle und ist es heute noch vertretbar, Rassehunde zu halten? Wie der Hund zu uns Menschen gekommen ist, warum Tauben einst wertvoll waren und welche exotischen Reptilien im Berliner Tierheim leben, das besprechen wir am Radioday „Haustiere“. Und wir wollen natürlich auch mit unseren Hörer*innen reden: Was bedeuten euch eure Tiere?

Der Radioday "Haustiere" am Karfreitag von 9 bis 21 Uhr.

 

Beiträge

Schafsaugentomatensuppe im Digusting Food Museum Berlin © Johannes Paetzold
Johannes Paetzold

- Haustiere für den Kochtopf

Niedlich und lecker: Warum wir manche Haustiere trotzdem essen und andere tabu sind. Johannes Paetzold hat sich im Disgusting Food Museum Berlin umgesehen

Taube © Ralf Schuster
Ralf Schuster

- Tauben: Vom Haus- zum Hasstier

Sie galten als Delikatesse, zeitweise durften nur Adlige Tauben halten und züchten. Heute haben Tauben einen eher schlechten Ruf. Horst Menzel ist sein ganzes Leben lang Taubenfreund gewesen und er hat mit seinem Einsatz und seinem Verein dafür gesorgt, dass das Brieftaubenwesen nun als Immaterielles Weltkulturerbe eingetragen wurde. Ein Gespräch über Haustiere, die einst verehrt wurde und nun verschmäht sind. Und eine Liebeserklärung an ein unterschätzes Tier.

Mops © IMAGO / Zoonar
IMAGO / Zoonar

- "Niedlich" und schwerstkrank: Tiere aus Qualzucht

Mops, Französische Bulldogge, Nacktkatzen – bei einigen Tieren gibt es heute keinen Zweifel mehr. Hier handelt es sich um Rassen mit klaren Qualzuchtmerkmalen. Über das Thema Qualzucht sprechen wir mit Lisa Hoth-Zimak, Tierärztin und Doktorandin am Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung.

Maultiere © IMAGO / Zoonar
IMAGO / Zoonar

- Haustiere, die aus der Mode gekommen sind

Wir sprecehn mit Dr. Simon Trixl. Er ist Fachreferent für Archäozoologie des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg und für die Untersuchung von Tierknochenfunden aus Grabungen in Südwestdeutschland zuständig.

Meerschweinchen © IMAGO / Eibner
IMAGO / Eibner

- Ethik: Dürfen wir Tiere eigentlich als Haustiere halten?

In vielen Haushalten sind sie regelrecht Familienmitglieder: Haustiere wie Hunde, Katzen oder Kaninchen werden geliebt und verhätschelt. Sie sind Spielkameraden, Gefährten und manchmal sogar der wichtigste Lebensinhalt. Tierschützer stellen dabei allerdings die Frage: Ist das wirklich Tierliebe oder purer menschlicher Egoismus? Sollten wir vielleicht besser auf Haustiere komplett verzichten, weil eigentlich alle Tiere Freiheit wollen und nicht in Käfigen leben möchten? Wir sprechen darüber mit dem Ethiker und Philosophen Peter Kunzmann.

Tierheim Berlin
IMAGO / Stefan Zeitz

- Riesenwarane und Echsen: Das Reptilienhaus vom Berliner Tierheim

Viele Menschen haben ein Haustier oder hatten mal eins. Meistens sind das Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen oder Mäuse. Aber was ist eigentlich mit den Haustieren, die weniger häufig sind? Exotische Tiere wie Schlangen, Schildkröten, Echsen. Alles, was man so in Terrarien hält. Und was passiert eigentlich, wenn solche Tiere im Tierheim landen? Unsere Kollegin Flora Boehlke ist ins Tierheim Berlin gefahren und hat dort mit Roger Ruschpler gesprochen, er ist Pfleger für Exoten und Reptilien.

Katze
Schuster

- Haben Tiere Gefühle?

Lange war es in der Wissenschaft verpönt, Aussagen über Empfindungen von Tieren zu treffen. Heute sagen immer mehr Forschende: Ja, auch Tiere haben Gefühle. Woher kommt dieser Wandel? Und auf welchen Erkenntnissen beruht er? Tatsächlich finden viele Menschen die Antwort auf diese Frage offensichtlich: Man sieht ja schließlich, dass auch Tiere Angst, Freude oder Ärger empfinden können. Über die wissenschaftliche Nachweisbarkeit und die Folgen für den Umgang der Menschen mit Tieren sprechen wir mit Dr. Niklas Kästner.

"Geschundene Gefährten" von Prof. Dr. Achim Gruber
Droemer Knaur

- Das Leid der Haustiere

Bestseller-Autor und Tierarzt Prof. Dr. Achim Gruber nimmt in seinem aktuellen Buch die gravierenden gesundheitlichen Fehlentwicklungen in der traditionellen Zucht von Hunden und Katzen ins Visier und fordert: Wir brauchen endlich ethische Maßstäbe in Sachen Zucht und Rasse – die Verantwortung aller Tierhalter und Käufer ist gefragt! „Unser bisheriges Rassedenken ist vielfach gescheitert“, so Gruber, doch er macht auch Hoffnung und zeigt viele Auswege auf, ohne die Rassen abschaffen zu wollen.

Seismograph © IMAGO / Panthermedia
IMAGO / Panthermedia

- Haustiere sagen Erdbeben voraus

Der Biologe und Ornithologe Martin Wikelski hat bereits einige der jüngsten Forschungsarbeiten zur Vorhersage von Naturkatastrophen durch Tiere geleitet, in denen er anhand der Beobachtung von Nutztieren erforschte, ob diese seismische Aktivitäten im Voraus wahrnehmen können. Wir sprechen mit ihm über die Ergebnisse.

Ein Kind lehnt sich an einen Hund © radioeins/Chris Melzer
radioeins/Chris Melzer

- Der Hund war wahrscheinlich das erste Haustier der Menschen

Nicht die Katze, nicht das Rind, sondern der Hund war wohl das erste Haustier der Menschen. Noch vor der Domestizierung von Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen. Hunde galten bei den Jäger- und Sammlergesellschaften als Jagdbegleiter, die natürlich aktiv an der Jagd beteiligt waren und anschließend ihren, wenn auch kleinen Teil der Beute zugesprochen bekamen.Wir sprechen über die Domestizierung des Hundes mit Dr. Ewa Dutkiewicz, Paläolithikerin und Kuratorin für Steinzeit am Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte.

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