Kampagne #63 - 80. Jahrestag des Warschauer Aufstands
In Polen gehört der Warschauer Aufstand fest zur Erinnerungskultur, in Deutschland ist er den meisten unbekannt. Auch um das zu ändern und an die Ereignisse von 1944 zu erinnern, begleiten das Deutsch-Polnische-Haus und das Deutsche Polen-Institut den 80. Jahrestag mit der Veranstaltungsreihe #63. Dr. Agnieszka Wierzcholska ist Historikerin am Deutsch-Polnischen-Haus und spricht mit uns darüber.
Gestern vor 80 Jahren, am 1. August 1944, begann die polnische Heimatarmee gegen die deutschen Nazi-Besatzer in Warschau zu kämpfen. 63 Tage dauerte der sogenannte Warschauer Aufstand, in dem Zehntausende Polinnen und Polen Widerstand leisteten. Sie wollten Warschau noch vor der Roten Armee selbstständig befreien. Die SS und die Wehrmacht schlugen den Aufstand nieder und ermordeten mindestens 150.000 Zivilistinnen und Zivilisten und zehntausende Kämpfer*innen. Zehntausende Menschen wurden vertrieben und in Lager deportiert, die Stadt wurde nahezu vollständig zerstört.