Soundcheck

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Das musikalische Quartett

Die Meinungen der Soundchecker sind hemmungslos subjektiv, euphorisch und polemisch – also immer voller Begeisterung für die Musik. Wenn Sie finden, das Quartett liegt völlig richtig oder auch total daneben, dann melden Sie sich...

18.09.2020

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Alicia von Alicia Keys

Alicia von Alicia Keys
Rca Int. (Sony Music)

Hier scheint eine Formulierung aus der Steinzeit des Musikjournalismus angemessen zu sein, die wir schon länger nicht verwendet hatten, denn ja: Alicia Keys ist eine „gut geölte Hitmaschine“. Sie macht absolut alles richtig, weil sie absolut alles kann. Darin liegt traditionell die Tragik der Ausnahmekünstlerin: sie verlässt sich zu sehr auf Technik und Routine und kommt selten zu tiefgreifenden Erkenntnissen. Musikalisch beeindruckend ist das natürlich trotzdem! Torsten Groß, Moderator Soundcheck-Wertung: 3 x geht in Ordnung, 1 x Hit [mehr]

18.09.2020

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Breach von Fenne Lily

Breach von Fenne Lily
Dead Oceans

Die Außenwelt ist hier abgemeldet, das schadet momentan ja nicht: Das zweite Album der britischen Songschreiberin schwankt zwischen Nabelschau und Selbstreflexion, mit viel Empfindsamkeit, etwas Wut und auch Witz. Vor allem in den ruhigeren Momenten mit dem ätherischen Gesang und der zarten Instrumentierung bezaubernd. Birgit Fuß, Rolling Stone Soundcheck-Wertung: 4 x Hit [mehr]

18.09.2020

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Host von Cults

Host von Cults
Sinderlyn / Cargo

In Vergessenheit heißt in oblivion auf Englisch. Und Obilivon heißt eine Hälfte des New Yorker Indie-Duos Cults. „Hosts“ ist bereits ihr viertes Album. Und es ist gut möglich, dass Madeline Follin und Brian Oblivion bisher komplett an einem vorbei gegangen sind. Wenn man die Schere aus süßlich klingendem Indie-Pop mit arg beklemmenden Texten mag, sollte man sich „Hosts“ allerdings dringend anhören. Denn mit einem Glockenspiel muss man von Gewalt erzählen. Julia Freise, freie Musikjournalistin Soundcheck-Wertung: 3 x geht in Ordnung, 1 x Niete   [mehr]

18.09.2020

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The Universal Want von Doves

The Universal Want von Doves
Universal

Hätten Chris Martin und Bono ein Zwillingspaar zur Welt gebracht (ohne Gwyneth!), die Jungs hießen Jez und Andy Williams. Nur ihre Stellknorpel müssten die beiden bitte noch etwas mehr zusammenpressen, damit das Falsett entstehen kann – man hat fast Phantomschmerzen bei dieser solide zusammengeschepperten Platte. Wann kommt es endlich zum stadiontauglichen Scream? Esther Kogelboom, Tagesspiegel Soundcheck-Wertung: 3 x geht in Ordnung, 1 x Niete [mehr]

11.09.2020

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American Head von The Flaming Lips

American Head von The Flaming Lips
Pias/Bella Union

Glühwürmchen beobachten auf Acid. Zugedröhnt Filme gucken. Gras verticken mit 16. Wayne Coynes Geschichten setzen da an, wo die Unschuld der Kindheit aufhört und der Ernst des Lebens beginnt. Oft sind die autobiografisch geprägten Songs melancholisch, das Songwriting ist nach 40 Jahren manchmal etwas zu routiniert. Aber wer unternimmt nicht gerne eine Reise in die Vergangenheit? Oder besser gesagt: einen Trip? Christoph Reimann, Deutschlandfunk Soundcheck-Wertung: 3 x Hit, 1 x geht in Ordnung [mehr]