Bölschestraße

Die Straße der Besten

Auf dem Weg zum Müggelsee ist gefühlt fast jeder Berlin-Bewohner (und jeder Berlin-Tourist) schon mal durch die Bölschestraße flaniert. Von Neu- und Alt-Friedrichshagenern wird die Bölsche geliebt wie kaum eine andere Straße in dem Ortsteil. Aber wer wohnt und wohnte hier eigentlich? Ein paar Einheimische stellen wir Ihnen genauer vor...

Bölschestraße - Die Straße der Besten
Bölschestraße - Die Straße der Besten

Regina Menzel

Regina Menzel lebt und arbeitet seit Mitte der 80er Jahre in der Bölschestraße und irgendwie auch mit ihr. Wer wissen will, was los ist in der Bölschestraße, wen man wofür am besten ansprechen sollte oder was man über die Straße wissen sollte, der wendet sich am besten an Regina Menzel.

Sie war eine der Mitbegründerinnen der „Werbegemeinschaft“, die sich um die Probleme, Ärgernisse und Sorgen der ansässigen Händler und Gewerbetreibenden kümmert und gegenüber den Behörden deren Interessen vertritt. Sie ist Mitglied des Vorstandes und die Geschäftsführerin des Vereines, zu dem auch die Theaterkasse am Markt als Geschäftsbetrieb gehört.

Ob das Bölschestraßenfest, das Kulturfestival „Friedrichshagen Dichter.dran“ oder der monatliche Stammtisch für Friedrichshagener Unternehmer und Freiberufler – ohne Regina Menzel läuft fast nichts. Und auch beim Projekt Rathaussanierung ist sie natürlich mit dabei.

Ihr Credo: „Man kann doch nicht alles dem Selbstlauf überlassen.“

Quelle:
www.friedrichshagen.net

Tobias Apelt

Wahrscheinlich genauso bekannt wie Regina Menzel dürfte Tobias Apelt sein. Der Vorsitzende der „Werbegemeinschaft e.V.“, der eigentlich aus Schöneweide stammt, kam Anfang der 90er Jahre als Student in die Bölschestraße und jobbte hier im „Bräustübl“, bis er es 2000 selber als Pächter übernahm.

Konflikte mit den Eigentümern ließen ihn nach neuen Ufern Ausschau halten und die fand er im verwaisten Seebad Friedrichshagen, das er inzwischen zu einem der beliebtesten gastronomischen und kulturellen Treffpunkte verwandelt hat. Und er engagiert sich, genau wie Regina Menzel, für die Sanierung des ehemaligen Rathauses, das bald zu einem weiteren „Come together“ für die Friedrichshagener werden soll.

Sein Credo: „Ein Rathaus verkauft man nicht, um den Müggelsee sollte es einen Radweg geben und ja, man sollte vielleicht aufpassen, dass Flugzeuge nicht überall rumfliegen.“

Quelle:
www.friedrichshagen.net

Dr. Sigrid Strachwitz

Auch die Frau mit den streichholzkurzen Haaren ist in der Bölschestraße und Umgebung bekannt und wird oft von den Bewohnern angesprochen, wenn sie hier mit ihrem Fahrrad unterwegs ist. Logisch, denn Dr. Sigrid Strachwitz ist Vorsitzende des Bürgervereins Friedrichshagen und als solche hat sie fast immer ein offenes Ohr für die Fragen, Anliegen und Sorgen der Bevölkerung.

Die in Leipzig geborene und in Bremen aufgewachsene Kulturwissenschaftlerin lebt schon lange in Friedrichshagen, hat Geschichte und Kultur dieses für sie besonderen Ortes erforscht und möchte ihn weiter voran bringen. Deshalb hat sie auch mit zehn weiteren Enthusiasten die Initiative „Rathaus Friedrichshagen“ gegründet, auf deren Basis das unter Denkmalschutz stehende Gebäude 2013 gekauft werden konnte. Mittlerweile sind es knapp 40 Gesellschafter vorwiegend aus Friedrichshagen. Nach Ende der Sanierung soll es hier u.a. eine Musikschule, ein Bürgerbüro, eine Tourismus-Information und eine Kita geben.Die Friedrichshagener können sich hier dann auch das Ja-Wort geben, Feste feiern, Lesungen beiwohnen. Für Sigrid Strachwitz ein weiterer Schritt, um die Lebensqualität in Friedrichshagen zu erhöhen.

Quellen:
www.friedrichshagen.net
www.berliner-kurier.de

Matthias Stütz

Der studierte Architekt aus Stendal ging schon als Student mehrmals wöchentlich ins Kino, organisierte Veranstaltungen, managte Partys. Vor diesem Hintergrund ging er, der seit 2003 in Friedrichshagen heimisch geworden ist, ein großes Risiko ein und ersteigerte 2006 das Kino Union in der Bölschestraße.

Unterstützt von Freunden begann er, das Haus aus dem 19. Jahrhundert zu sanieren, zu modernisieren und zu erweitern. Seine Mischung aus ambitioniertem Filmprogramm + Veranstaltungen, Partys, Events wird nicht nur von den Friedrichshagenern – die lange um ihr Kino bangten - gut angenommen.

Vom Hauptverband Deutscher Filmtheater wurde Matthias Stütz schon mehrfach für seinen „Spagat zwischen Mainstream und Anspruch“ mit einem Hauptpreis ausgezeichnet. Und er plant immer noch weitere Um- und Anbauten, entwickelt Konzepte, um der zunehmenden Konkurrenz durch Netflix und Co etwas entgegensetzen zu können.

Inspirieren lässt er sich dafür auf seinen Reisen, die er auch mit Familie immer noch unternimmt und dabei monatelang durch die Welt streift.

Sein Credo: „Ich habe von Anfang an das Potenzial gesehen – vom Union als Veranstaltungshaus, aber auch von Friedrichshagen als Ort an sich.“

Quellen:
www.berliner-zeitung.de
www.morgenpost.de
www.friedrichshagen.net

 

Hai-Alarm am Müggelsee, Fototermin mit dem Filmteam im Seebad Friedrichshagen © imago/foto-ritter.de
Hai-Alarm am Müggelsee, Fototermin mit dem Filmteam im Seebad Friedrichshagen © imago/foto-ritter.de