Mo16.09.
20:00 - 21:00

2 um acht

radioeins und Freitag Salon

mit Jakob Augstein

Heiß, heißer, 2019 - ist das Klima noch zu retten? Jakob Augstein diskutiert mit Friederike Otto über Klimapolitik, realisierbare Utopien, Protestkultur und natürlich das Wetter...

Friederike Otto

Der Juli 2019 war weltweit der heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Bereits der Vormonat war der heißeste bisher gemessene Juni. Hitzewellen, Dürren, Unwetter und Hochwasser begleiten den Sommer.

Ist das noch Wetter oder schon Klima? Und wer sind eigentlich die Schuldigen? Länder und Regierungen, Wirtschaft und Kapitalismus oder die Menschheit an sich?

Diese Fragen versucht die Physikerin und Philosophin Friederike Otto in Ihrem aktuellen Buch „Wütendes Wetter“ zu beantworten. Sie leitet als stellvertretende Direktorin das Environmental Change Institute in Oxford und untersucht Wetterphänomene. Vor fünf Jahren hat sie die neue wissenschaftliche Ausrichtung Attribution Science - zu Deutsch: „Zuordnungswissenschaft” - mitbegründet. Ihre Methodik beruht darauf, die reale Welt mit einer heilen Parallelwelt ohne Treibhauseffekt zu vergleichen und so die Ursachen für einzelne Wetterphänomene bestimmen zu können.

„Die Zahlen belegen: Eine Hitzewelle wie in Deutschland 2018 ist durch den Klimawandel mindestens doppelt so wahrscheinlich geworden wie früher“, so die Wissenschaftlerin. Ihr Ziel: Politiker sollen sich nicht mehr auf einen generellen Klimawandel berufen können, um Missmanagement und eigenes Versagen zu vertuschen.

Jakob Augstein diskutiert mit Friederike Otto über Klimapolitik, realisierbare Utopien, Protestkultur und natürlich das Wetter.

Am Montag, den 16. September 2019, um 20 Uhr im Grünen Salon der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin.

Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Zu hören auch auf radioeins von 20.00 bis 21.00 Uhr.

Jakob Augstein
Jakob Augstein | © dpa

Im radioeins- und Freitag-Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an den Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. radioeins sendet live. Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der radioeins & Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

Jakob Augstein ist seit 2008 Verleger und Chefredakteur der Wochenzeitung „der Freitag“. 1967 in Hamburg geboren, studierte er von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d'études politiques de Paris. Er war zehn Jahre lang für die Süddeutsche Zeitung als Reporter in Berlin und den neuen Bundesländern unterwegs. Von 2011 bis 2018 schrieb er die Kolumne „Im Zweifel links“ auf „Spiegel online“ und liefert sich mit dem stellvertretenden Chefredakteur der Bildzeitung, Nikolaus Blome, in der Phoenix-Sendung „Augstein und Blome“ einen wöchentlichen Schlagabtausch zum politischen Thema der Woche.

Eintrittspreis: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro

Veranstaltungsort:
Grüner Salon
Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2
10178 Berlin-Mitte

2 um acht

radioeins- und Freitag-Salon

Jakob Augstein im radioeins- und Freitag-Salon
dpa

Der radioeins- und Freitag-Salon ist ein politisches Diskussionsformat im Maxim Gorki Theater Berlin - ein Zwiegespräch zwischen "Freitag"-Verleger Jakob Augstein und seinem Gast. ... [mehr]