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Whose Expression? Die Künstler der Brücke im kolonialen Kontext

Die Künstler der Brücke lebten und arbeiteten in einer Zeit, in der das Deutsche Kaiserreich eine der größten Kolonialmächte Europas war. Die Ausstellung "Whose Expression? Die Künstler der Brücke im kolonialen Kontext" befragt ihre Werke vor diesem historischen Hintergrund.

Gemälde von Emil Nolde: "Herbstnachmittag". (Bild: IMAGO / agefotostock)
Gemälde von Emil Nolde: "Herbstnachmittag". | © IMAGO / agefotostock

Künstler wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff identifizierten sich Anfang des 20. Jahrhunderts mit der imaginierten Welt der vermeintlich „natürlichen“ Kulturen des Globalen Südens als Gegenbild zur bürgerlichen Gesellschaft. Sie erhofften sich, so den Eurozentrismus ihrer Zeit zu überwinden.

Andererseits nutzten sie stilistische Elemente der Künste und Kulturen aus Afrika, Ozeanien oder Indien als Anregung für ihre Kunst, ohne deren Entstehungskontexte, die kolonialen Machtverhältnisse und ihr rassistisches Weltbild zu reflektieren.

Eine Ausstellung im Brücke Museum Berlin befasst sich nun mit der Frage, in welchem kolonialen Kontext die Bilder der besagten Künstler entstanden sind. radioeins-Kunstexpertin Marie Kaiser hat sie gesehen.

Gemälde von Emil Nolde: "Herbstnachmittag". (Bild: IMAGO / agefotostock)
IMAGO / agefotostock
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