Art aber fair

Sascha Wiederhold - Wiederentdeckung eines vergessenen Künstlers

Bis zum 8. Januar 2023 in der Neuen Nationalgalerie

Die Ausstellung zeigt erstmals seit fast einem halben Jahrhundert Werke des unbekannten Künstlers Sascha Wiederhold in einer Einzelpräsentation und ist die erste museale Einzelausstellung überhaupt.

Sascha Wiederhold, Figuren im Raum, 1928, Öl auf Karton auf Leinwand, 220,5 x 307 cm
Sascha Wiederhold, Figuren im Raum, 1928, Öl auf Karton auf Leinwand, 220,5 x 307 cm | © Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum Hannover/Rechtsnachfolger Sascha Wiederhold

Sascha Wiederhold (1904-1962) begann 1924 mit der Malerei und gehörte zum Kreis von Herwarth Waldens Berliner Galerie „Der Sturm“. Im Nationalsozialismus brach er sein Schaffen ab und arbeitete fortan als Buchhändler. Nur wenige Werke Wiederholds haben sich erhalten, im Kabinett der Neuen Nationalgalerie werden über 50 Gemälde und Zeichnungen gezeigt.

Wiederholds Bildwelt besteht aus wild durcheinander wirbelnden Formen und Mustern sowie intensiven Farben, wobei die großformatigen Gemälde ein fast psychedelisches Seherlebnis vermitteln. Die Neuerwerbung des Gemäldes „Bogenschützen“ (1928) für die Sammlung der Nationalgalerie im Jahr 2021 war ein erster Schritt zur Wiederentdeckung des Künstlers. Das Gemälde wird seit der Wiedereröffnung des Museums im Sommer 2021 in der Ausstellung „Die Kunst der Gesellschaft 1900-1945“ gezeigt. Wiederhold gestaltete auch Bühnenbilder, Plakate und Bucheinbände, die nun ebenfalls erstmals Teil einer musealen Einzelausstellung sind.

Marie Kaiser berichtet darüber.

Sascha Wiederhold, Figuren im Raum, 1928, Öl auf Karton auf Leinwand, 220,5 x 307 cm
Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum Hannover/Rechtsnachfolger Sascha Wiederhold
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Quelle: Neue Nationalgalerie

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