Album der Woche

Woanders von Masha Qrella

Die in Ost-Berlin geborene Musikerin ist seit 20 Jahren ein fester Bestandteil der Indie-Rockszene. Masha Qrella begann mit Instrumentalmusik, sang später englische Texte und hat nun ihr erstes deutschsprachiges Album veröffentlicht.

Woanders von Masha Qrella
Woanders von Masha Qrella | © Staatsakt (H'Art)

Die Texte der Songs ihres neuen Albums stammen jedoch nicht von ihr, sondern wurden von dem 2001 verstorbenen Dramatiker, Lyriker und Schriftsteller Thomas Brasch verfasst. Es sind Texte eines suchenden Menschen, der um seine Identität ringt, poetisch und zeitlos.

Wer bin ich? Wo will ich hin? Wo ist mein Zuhause? Die 17 Stücke kreisen um die großen Lebensthemen, endgültige Antworten gibt es nicht. Masha Qrellas zurückgenommener Gesang passt dazu wunderbar, sie hat sich die Texte zu eigen gemacht, so als ob sie diese selbstgeschrieben hätte. Musikalisch bleibt die Künstlerin ihrer Linie treu. Das Soundgerüst ist elektronisch untermalter Post-Rock, ein perfekter Soundtrack für nächtliche Fahrten durch die Großstadt Berlin.

"Woanders" ist eine einfühlsame Homage an Thomas Brasch, ein zeitloses Album, das auch nach Jahren seine Magie nicht verlieren wird. Großes Kino!

Tracklisting

1. Lied    
2. Bleiben    
3. Das Meer (Feat. Dirk Von Lowtzow)    
4. Blaudunkel    
5. Geister    
6. Woanders    
7. Maschinen (feat. Andreas Spechtl)    
8. 27. September    
9. Wind    
10. Haut (feat. Tarwater)    
11. Märchen (feat. Marion Brasch & Tarwater)    
12. Hure    
13. Strassen    
14. Strand    
15. Ratten    
16. Tür    
17. Nacht (feat. Chris Imler)