Album der Woche

Under Darkening Skies von Monolink

Monolink ist das Pseudonym des Wahlberliner Musikers Steffen Linck, der mit "Under Darkening Skies" sein zweites Album veröffentlicht und auf dem vereint er die Sensibilität eines Singer-Songwriters mit den treibenden Beats elektronischer Clubmusik.

Under Darkening Skies von Monolink
Under Darkening Skies von Monolink | © Embassy of Music (Tonpool)

Diese Synthese der beiden Genres kommt nicht von ungefähr, denn sie steht für den musikalischen Werdegang des in Hamburg geborenen Multitalents. Angefangen hat er als Folkmusiker, dann ging er von Hamburg nach Berlin und hier lernte er neue elektronische Musik kennen, die er aufregend fand. Zunächst legte er als DJ auf, dann brachte er sich den Umgang mit der Software und das Produzieren selbst bei und entwickelte seine eigene Vision von Musik: eine Kombination aus Gitarre, Gesang und elektronischen Klangsphären. Mit Erfolg – 2015 überzeugte Monolink mit seinem Eröffnungsgig auf dem "Fusion Festival" und 2018 hatte er einen gelungenen Auftritt auf dem "Burning Man Festival" in der Wüste Nevadas. Über zwölf Millionen haben diesen Auftritt bisher bei Youtube angesehen.



Ein berauschendes Erlebnis, das man nicht so schnell vergessen kann und von dem man sich wünscht, es noch einmal zu erleben. Doch in den letzten eineinhalb Jahren waren alle Festivals abgesagt und es blieb allein die Sehnsucht. Eine Sehnsucht die zu großen Teilen in die Tracks seines neuen Albums "Under Darkening Skies" eingeflossen ist. Sehnsucht sei das Gefühl, das ihn am meisten antreibt, Musik zu machen, sagt Monolink. "Glückliche Momente sind halt für mich keine Momente, um Songs zu schreiben", sagt er weiter. Deswegen bestimme seine Musik auch eher ein melancholischer Sound. Doch ein grundsätzlich melancholischer Typ sei er nicht.