Plattenkritik

The Dream von alt-j

Das vierte Album der Band aus Leeds könnte man auch ihr "Amerika-Album" nennen. Nicht nur wegen Titeln wie "Chicago" oder "Philadelphia"...

The Dream von alt-j
The Dream von alt-j | © BMG

Denn "The Dream" klingt songorientierter als die Vorgängeralben von alt-j. Die Band hat einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht, ohne dabei ihre Wurzeln aufzugeben. Neben Dancefloor Nummer wie "Chicago" finden sich auf "The Dream" auch Anklänge an 80er Synthiepop und wunderbar arrangierter Indiepop, der immer wieder klangliche Überraschungen bereithält. Chöre, Streicher, zarte Bläser, Spoken Word Einlagen geben den Songs Tiefe, einzig die Ausflüge in Richtung Folk wirken irgendwie deplatziert.

"The Dream" ist ein Album, das beim Hören wächst, denn es gibt so viele Details zu entdecken.

Zehn Jahre nach ihrem Debüt haben alt-j den nächsten Schritt getan, ihr Songwriting ist gereift und obwohl die Texte teilweise dunkle Themen aufgreifen, strahlt das Album eine Eleganz und Vielschichtigkeit aus, die eher selten zu finden ist. alt-j

Carsten Wehrhoff

Live kann man alt-j beim Tempelhof Sound Festival erleben.