Plattenkritik

Good And Green Again von Jake Xerxes Fussell

Good And Green Again von Jake Xerxes Fussell
Good And Green Again von Jake Xerxes Fussell | © Paradise of Bachelors

Jake Xerxes Fussell verfolgt seinen ganz eigenen musikalischen Ansatz. Er schreibt keine eigenen Songs, sondern interpretiert und verknüpft längst verschollene Traditionals. Als Traditionals bezeichnet man Songs, die immer wieder neu interpretiert werden und deshalb über die Zeiten ein Eigenleben entwickeln. Jake Xerxes Fussell steht in dieser Tradition von Geschichtenerzählern, es sind zeitlose Themen, die er aufgreift.

Das klingt zunächst etwas verstaubt, aber Jake Xerxes Fussell gelingt es, diese Songs so klingen zu lassen, als hätte er sie gestern er geschrieben. Wie seine Freunde und Kollegen Bill Callahan und Bonnie "Prince" Billy verleiht auch Jake Xerxes Fussell seiner Musik eine Zeitlosigkeit, wie man sie nur selten zu hören bekommt. Unterstützt von einer Riege brillanter Musiker*innen klingen die Songs auf "Good And Green Again" filigran, warm und feinsinnig.

Es ist sein viertes Album in dieser Richtung und zum ersten Mal hat Jake Xerxes Fussell zwei Eigenkompositionen mit auf die Platte gehoben, beide sind Instrumentals.

"Good And Green Again" bietet viele Details, die es zu entdecken gilt und über allem schwebt eine Stimmung, die Traurigkeit und Optimismus gleichermaßen ausstrahlt.

Carsten Wehrhoff