Podcast Harald Martenstein
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Über Umbenennungen

Harald Martensteins Vater hat ihm gegenüber nie erkennen lassen, dass er sich für sterblich hielt. Formulierungen wie "Wenn ich mal nicht mehr bin" oder "Nach meinem Tod" kamen ihm auch als Hochbetagtem nicht über die Lippen. Auf die Frage, wie es ihm gesundheitlich gehe, antwortete er immer, auch als es längst nicht mehr stimmte, dass es bei ihm kein ernsthaftes Problem gebe. Was immer dahintersteckte, Verdrängung, magisches Denken oder Angst, den Sensenmann oder besser die Sensenperson hat diese Haltung nicht beeindruckt. Ähnliche Illusionen über die Zukunft haben auch die aktuellen Straßen-, Uni- und Länderumbenenner. Es ist völlig klar, dass auch die meisten neuen, politisch motivierten Namen nicht für die Ewigkeit gemacht sind.
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Über einen Brief des Gesundheitsamtes

Ein befreundetes Paar kam zu Besuch, gut gelaunt, geimpft und geboostert. Auch am folgenden Abend war das Paar verabredet. Am übernächsten Tag rief der Freund an. Zu den Gastgebern hatte diesmal ein Arzt gehört. Er testete die Besucher, bei dem Freund war das Ergebnis positiv. Das gemeinsame Essen fand nicht statt. Diese Diagnose überprüfte der Freund am folgenden Morgen, mit dem gleichen Ergebnis. Symptome spürte er nicht. Seine Frau war und blieb virenfrei. Auch Harald Martenstein und seine Familie haben sich nicht angesteckt. Genau 20 Tage nach dem positiven PCR-Test des Freundes lag ein Brief des Gesundheitsamtes Charlottenburg-Wilmersdorf in dessen Briefkasten.
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Wörter, die man angeblich nicht mehr aussprechen sollte

Laut einer neuen Liste mit 62 Problemwörtern soll man statt "Häuptling" besser "Hä-Wort" sagen. Die Kommunikation unter Antirassisten dürfte so immer schwieriger werden.
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Über den Schwimmkurs seines Sohnes

Als der Junge drei Jahre alt war, ist Harald Martenstein mit ihm zu einem Schwimmkurs gegangen, an dem eine ganze Menge Kinder teilnahmen. Aber es war noch zu früh für ihn, er hatte Angst vorm tiefen Wasser, trotz der Schwimmflügel. Die beiden Schwimmlehrer gaben sich alle Mühe. Er schämte sich seiner Angst, das spürte Harald Martenstein. Es war eine Niederlage für ihn, die er ihm gerne erspart hätte. Der zweite Schwimmkurs, mit sechs, endete damit, dass er die Prüfung nicht bestand.
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Die Angst nutzt sich ab

Man kann nicht permanent Angst haben, auch nicht vor Corona. Wie haben das nur unsere Vorfahren ausgehalten, die von viel mehr Gefahren umgeben waren als wir?
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Gute und böse Meinungen

Es wird immer strittige Themen geben. Neu ist die Tendenz, eine der Seiten als "die Bösen" moralisch abzuqualifizieren. Zivilisatorisch waren wir schon mal weiter.
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Die deutsche Freundlichkeit im internationalen Vergleich

Kein Bitte, kein Danke: Die Menschen, die in Einzelhandel und Gastronomie Impfnachweise kontrollieren, können in Sachen Höflichkeit von europäischen Nachbarn lernen.
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Das Jahr 2022

Man dachte, 2020 war mies, aber dann kam 2021. Und jetzt heißt es wieder: auf ein Neues! Was wir von 2022 realistischerweise zu erwarten haben.
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Impfkampagne

Gibraltar hat kürzlich eine Impfquote von 120 Prozent gemeldet, solche Zahlen scheinen inzwischen fast normal zu sein. In einem Berliner Wahllokal verzeichnete man zuletzt eine Rekordbeteiligung von 150 Prozent, im sächsischen Panschwitz-Kuckau stimmten angeblich 116 Prozent bei der Bundestagswahl ab. Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland wurden die Briefwahlstimmen zum Beispiel von Ralbitz-Rosenthal aus Gründen, die zu schildern hier kein Raum ist, dem Ergebnis von Panschwitz-Kuckau zugeschlagen. In Deutschland zählt jede Stimme, man weiß nur nicht immer, wo.
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Abendessen bei Freunden und die eigenen Kochkünste

In den letzten Monaten war Harald Martenstein mehrfach zum Essen eingeladen gewesen, das Menü war immer hervorragend. Leute, die er kennt, kochen grundsätzlich sensationell. Nun wäre es Zeit für Gegeneinladungen. Wie er bei anderer Gelegenheit schon gestanden hat, ist er kein guter Koch. Je mehr er übe, desto schlimmer werde es interessanterweise. Gut möglich, dass manchen seiner Gäste am nächsten Tag speiübel war und sie diese Grenzerfahrung aus Höflichkeit stets für sich behalten haben. Bei der nächsten Einladung schlagen jedenfalls immer alle vor, lieber zum Kaffeetrinken zu kommen, für den Abend hätten sie Theaterkarten.
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Über das Boostern und die Figur des Sündenbocks

Der Sündenbock ist derzeit der Ungeimpfte. Doch diese Schuldzuweisung ist lediglich bequem für alle, die in ihren Aufgaben versagt haben.
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Merkwürdige Einbildungen und die Frage, ob es Männer und Frauen wirklich gibt

Geschlechter existieren nicht wirklich, auch Cancel Culture ist bloß eine Halluzination. Was es aber definitiv gibt: Saugroboter, die sich sogar Namen geben lassen.
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Osten