Live-Sendung

radioeins- und Rundschau-Spezial: "Gute Spree, böse Spree"

mit Jan Vesper und Jan Siegel live aus Spremberg

Jan Vesper
© Jenny Sieboldt

Die Spree ist für Südbrandenburg weit mehr als eine Wasserader. Auf ganzer Länge schlängelt sich der Fluss, der drei kleinen Quellen in der Oberlausitz entspringt, über 400 Kilometer bis nach Berlin. Aus Sachsen kommend, wird die Spree in Brandenburg zunächst in der Talsperre Spremberg zu einem riesigen Wasserspeicher aufgestaut, der das flussabwärts gelegene Cottbus vor Hochwasser schützen soll. Nördlich von Cottbus wird der Fluss zu hunderten kleinen, verzweigten Fließen und bildet den Spreewald, das Biosphärenreservat mit einmaliger und geschützter Tier- und Pflanzenwelt.

Doch das ökologische Gleichgewicht in und an der Spree ist aus dem Lot. Statt klarem Wasser schieben sich bisweilen braune Schlammmassen durch den Fluss, ausgeschwemmte Hinterlassenschaften alter Braunkohletagebaue. Zu hohe Sulfatwerte haben die gleiche Ursache und bedrohen mittlerweile die Trinkwasserversorgung in Frankfurt/Oder und Berlin. Gegenmaßnahmen wirken nur mäßig. Umweltexperten gehen davon aus, dass die Spree noch jahrzehntelang verschmutzt bleiben wird.          

Was bedeutet das für das Biosphärenreservat Spreewald, für den Tourismus in der Region, für die Flutung des künftigen Cottbuser Ostsees? Welche Perspektiven gibt es für das Leben in, an und mit der Spree? Darüber diskutieren Jan Vesper und Jan Siegel (Rundschau) mit der Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier, mit der Cottbuser Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe und mit Gästen vom Landesumweltamt Brandenburg, vom Anglerverband Cottbus, dem Bergbausanierer LMBV, Spreewald-Touristikern, dem Cottbuser Wohnungsunternehmen eG Wohnen und dem Kanuverein Spremberg.

Die Sendung ist öffentlich, Gäste sind ausdrücklich willkommen.

Live im Radio und live vor Ort:
Das radioeins- und Rundschau-Spezial "Gute Spree, böse Spree"
am 1. Juni 2016 von 19 bis 20 Uhr live auf 95,1
und live am Kanu Bootshaus Spremberg, Zum Weißen Wehr 1.  

Veranstaltungsort:


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