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Fr24.11.
13:00 - 17:00

fr, 13:00 - 17:00

Die Schöne Woche

Ein politisch-kultureller Wochenrück- und Wochenendausblick

Sonja Koppitz (Foto © radioeins/Schuster)

Am Ende einer mehr oder weniger "Schönen Woche" begrüßt radioeins die geneigte Hörerschaft zu einer bunten Schau wohlfeiler Unterhaltung und knallharter Information. Unsere Moderatoren blicken zurück auf die wichtigsten Ereignisse der Woche und schauen voraus auf die Highlights des Wochenendes...

15:40

Sondieren und koalieren

Von den Niederlanden lernen?

Über vier Wochen liefen in Deutschland die Sondierungsgespräche. Und jetzt stehen wir wieder ganz am Anfang. Was für den Deutschen eine Horrorvorstellung ist, darüber kann der Holländer nur lächeln.

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am 26.10.2017 © imago/Hollandse Hoogte
imago/imago/Hollandse Hoogte

Denn in den Niederlanden wurde rund sieben Monate sondiert, bis eine Regierung zustande kam.
 
Tipps, wie wir entspannt auf die nächsten Sondierungen gucken können, gibt uns der Niederlande-Experte Dr. Markus Wilp von der Universität Münster.

15:10

Das Wochenspiel

Die Volle Packung Kultur

Die volle Packung Kultur

Die Volle Packung Kultur startet Freitag abend mit der Inszenierung "Voicing Resistance" im Hebbel am Ufer.   Am Samstag morgen brauen Sie Ihr eigenes Bier in der Brauerei Fessa ... [mehr]

14:40

Das Bild der Woche

Die Stelen von Thüringen

Wir leben in einer Welt der Bilder. Sie sind nicht aufzuhalten. Jeden Tag werden es mehr. Unser Sehen verkommt zum flüchtigen Blick. Wir sind dabei, es zu verlernen. In der Schönen Woche nehmen wir uns die Zeit, die wir sonst nicht haben. Für ein einziges Bild – das Bild der Woche. Die Kunsthistorikerin Christina Landbrecht seziert, analysiert und interpretiert. Und ganz nebenbei lernen wir wieder zu sehen.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Wohnhaus von Björn Höcke (AfD) in Bornhagen (Thüringen) steht der Nachbau des Holocaust-Denkmals © imago/snapshot
imago/snapshot

Viel wurde in dieser Woche schon darüber berichtet: Die Aktionskünstler vom "Zentrum für politische Schönheit" haben auf dem Nachbargrundstück des AfD-Politikers Björn Höcke 24 Betonblöcke errichtet, in Anlehnung an das Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte. Dieses hatte Höcke in einer Rede im Januar als "Denkmal der Schande" bezeichnet. Jetzt steht eine Miniaturausgabe, für ihn gut sichtbar, auf seinem Nachbarsgrundstück und soll dort, wenn es nach dem Zentrum für Politische Schönheit geht, auch noch mindestens weitere zwei Jahre  bleiben.
 
Mit unserer radioeins-Kunsthistorikerin Christina Landbrecht blicken wir einmal auf den Ursprungsgedanken zurück, der hinter dem Mahnmal in Berlin steckt.

imago/snapshot
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14:20

Sondierungen geplatzt

Wie geht es weiter nach dem Jamaika-Aus?

"Lieber nicht regieren - als falsch regieren": diese Worte von FDP-Chef Christian Lindner begleiten uns nun die ganze Woche und immer noch ist nicht ganz klar, was nach den gescheiterten Jamaika-Sondierungen passieren wird.

Dunkele Wolken ziehen am 20.11.2017 in Berlin über den Deutschen Bundestag im Reichstagsgebäude © dpa/Michael Kappeler
dpa/Michael Kappeler

SPD-Chef Martin Schulz hat heute angekündigt, die Entscheidung über jedwede Regierungsbeteiligung den Parteimitgliedern zu überlassen. Sollten die anstehenden Gespräche dazu führen, dass die SPD in welcher Form auch immer an einer Regierungsbildung mitwirke, werde die Partei die SPD-Mitglieder darüber abstimmen lassen, sagte Schulz.
 
Er betonte aber mit Blick auf die weiteren Beratungen: "Es gibt keinen Automatismus in irgendeine Richtung." Die anstehenden Gespräche könnten für die SPD auf eine Neuauflage der ungeliebten großen Koalition hinauslaufen.
 
Sonja Koppitz und Max Spallek haben mit dem Politikwisenschaftler Albrecht von Lucke über die aktuellen Entwicklungen gesprochen.
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dpa/Michael Kappeler
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14:10

Filmfestspiele

Filmemacher fordern Neuanfang für Berlinale

Führende deutsche Filmemacher fordern in einem Brief einen Neuanfang für die Berlinale. Sie plädieren unter anderem dafür, das Programm der Berliner Fimfestspiele zu entschlacken. Der Brief liegt dem rbb vor. Zunächste hatte "Spiegel online" berichtet.

Berlinale-Chef Dieter Kosslick am 14.02.2017 in Berlin © imago/Seeliger
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Außerdem schlagen sie vor, eine internationale Findungskommission einzusetzen, die einen Nachfolger für Berlinale-Chef Dieter Kosslick suchen soll. Sein Vertrag läuft 2019 aus. Für die Neubesetzung ist Kulturstaatsminister Monika Grütters (CDU) zuständig.
 
Zu den Unterzeichnern gehören Fatih Akin, Dominik Graf, Maren Ade, Volker Schlöndorff, Andreas Dresen, Caroline Link, Simon Verhoeven und Rosa von Praunheim.
 
Über die Hintergründe haben Sonja Koppitz und Max Spallek mit dem radioeins-Filmexperten Knut Elstermann gesprochen. [mehr]

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13:40

Entwicklung

Die größte Batterie der Welt

In der baden-württembergischen Gemeinde Pfinztal betreiben Forscher des Frauenhofer Instituts ein riesiges Windrad. Die Energie, die dieses Windrad erzeugt wird gespeichert - und zwar in der größten Batterie der Welt, wenn mans so will.

Ein Funktionsmodell der weltweit größten Batterie des Energieunternehmens EWE wird am 22.11.2017 in Berlin während einer Pressekonferenz vorgestellt © dpa/Maurizio Gambarini
dpa/Maurizio Gambarini

Dabei funktioniert diese Batterie jedoch nicht wie herkömmliche Batterien.
 
Wie genau sie funktioniert und was das für die Zukunft der Energiespeicherung bedeutet, hat uns der Projektleiter Ralf Riekenberg von "brine4power" erklärt.

dpa/Maurizio Gambarini
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13:20

FU-Projekt "Sustain It!"

Foodsharing - das neue Containern?

Containern nannte sich vor ein paar Jahren eine Art Trend, bei dem Leute im Müll von Supermärkten wühlen, um Lebensmittel zu ergattern. Nicht weil sie arm sind, sondern weil sie die eigentlich noch haltbaren Lebensmittel vor dem Verfall retten wollten.

Gemüsekorb © imago/Winfried Rothermel
imago/Winfried Rothermel

Was sich eigentlich sinnvoll anhörte, war aber auch noch illegal, man konnte dafür also theoretisch ins Gefängnis kommen. Das ist jetzt vorbei. Der neueste Trend heißt: Foodsharing. Hier verschenken Supermärkte und Bäckereien ihre übrig gebliebenen Lebensmittel an die Uni. So etwa der FU Berlin.
 
Was es damit auf sich hat, haben Sonja Koppitz und Max Spallek die Mitgründerin und Koordinatorin der Initiative "Sustain It!" an der FU Berlin, Karola Braun-Wanke, gefragt. [mehr]

imago/Winfried Rothermel
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