Konzert | Tempodrom

Franz Ferdinand

Sie zählen nicht nur zu den erfolgreichsten Bands Großbritanniens der letzten 15 Jahre, sie sind auch eine der letzten noch bestehenden Bastionen der gewaltigen Welle an neuen UK-Bands, die die Welt zu Beginn des neuen Jahrtausends mit frischen Rockklängen überrollten.

Franz Ferdinand © David Edwards
Franz Ferdinand | © David Edwards

Obendrein sind Franz Ferdinand aus Glasgow nahezu im Alleingang verantwortlich für die globale Renaissance des Postpunk der späten Siebziger- und des New-Wave der frühen Achtzigerjahre. Dabei hat die 2001 als Quartett gegründete Formation diese Klangästhetiken nie einfach nur kopiert, sondern vielmehr adaptiert und sich unter Zuhilfenahme stets wechselnder und ergänzender Genres wie Noiserock, Disco oder Pop mit jedem Album verändert.

Nicht nur in ganz Europa, auch in Nordamerika und sogar Asien gelten Franz Ferdinand daher seit Jahren als ein enorm stilsicherer Garant für Rockmusik, die ebenso tanzbar wie anspruchsvoll ist und die damit jeden vom konventionellen Radiohörer bis zum blasierten Musikkritiker unmittelbar in den Bann zieht. Denn mit jedem ihrer bislang vier Alben hat sich die Band um Sänger, Gitarrist und Vordenker Alex Kapranos substanziell weiter entwickelt, ohne dabei die typischen Trademarks – kantige Stakkato-Gitarren, treibende Beats, sofort zündende Hooklines sowie eine selten magische Energie zwischen melancholisch gefärbten Kompositionen und euphorisch lebensbejahender Grundhaltung – aus den Augen zu verlieren. Franz Ferdinand ist damit etwas gelungen, was man in der heutigen Rockwelt nur selten findet: Gleichsam substanziell und massenkompatibel zu sein, sich dabei stets zu entwickeln und trotzdem unverwechselbar zu bleiben.

Mitte Februar 2018 erscheint Franz Ferdinands fünftes Studioalbum: „Always Ascending“


Nach einer künstlerischen Zäsur in Form eines kreativen Ausflugs in den zeitlosen Edelpop, den Franz Ferdinand 2015 zusammen mit den US-Poplegenden Sparks unter dem Namen FFS unternahmen und als Ergebnis ein Supergroup-Album veröffentlichten, das sämtliche Qualitäten beider Formationen perfekt miteinander verwob, ist die Zeit nun reif für die nächste Großtat: Mitte Februar wird mit „Always Ascending“ das fünfte Studioalbum von Franz Ferdinand erscheinen, erste Höreindrücke verraten erneut eine radikale Kurskorrektur in Richtung maximale Tanzbarkeit, breite Keyboard-Flächen und eine melodiöse Unbeschwertheit, wie man sie von den Schotten bislang noch nicht gehört hat.
Mit dafür verantwortlich dürfte auch der erste Besetzungswechsel in der Geschichte der Band sein: Nach nunmehr 15 Jahren hat Gitarrist/Keyboarder Nick McCarthy die Band zugunsten der Familie verlassen, ersetzt wird er durch gleich zwei neue feste Mitglieder, den Gitarristen Dino Bardot sowie den Keyboarder Julian Conte. Dass die Band damit in Sachen mitreißender Live-Qualität noch einmal ein Quäntchen draufgelegt hat, bewies sie in diesem Sommer unter anderem als Headliner auf dem A Summer’s Tale-Festival, wo Franz Ferdinand für viele Besucher den Höhepunkt des gesamten Wochenendes markierten.

Eintrittspreis: 43,50 Euro
Veranstaltungsort:
Tempodrom
Möckernstraße 10
10963 Berlin - Kreuzberg
Erreichbarkeit: S-Bhf Anhalter Bahnhof,
U-Bhf Möckernbrücke

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