Mi10.02.
16:00 - 19:00

radioeins

mit Volker Wieprecht

Volker Wieprecht © rbb, Jim Rakete

Krise, Krise, Krise – und es geht uns gut. Denn mit unseren ModeratorInnen bieten wir Ihren anspruchsvollen Ohren nicht weniger als unsere Chefintellektuellen. Einzeln und fein verpackt wechseln sie sich ab und erklären Ihnen die Welt. Egal, ob Mikrokrisen oder Staatsbankrotte, kollabierende Ökosysteme oder psychosoziale Verwerfungen – radioeins begleitet Sie souverän durch alle tagesaktuellen Untiefen in den sicheren Feierabend.

18:41

Demokratiebewegung

Yanis Varoufakis, der Retter Europas!?

Kleine Brötchen wollte er nie backen. Deshalb will Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis jetzt auch die EU vor dem Untergang retten. Auf den Weg bringen soll die Rettungsmission eine neue Demokratiebewegung, eine Art linkes Netzwerk. Das präsentierte Varoufakis gestern in der ausverkauften Volksbühne in Berlin. Jakob Augstein, Chefredakteur der Wochenzeitung "der freitag", zählte auch zu den Gästen der Veranstaltung.

Yanis Varoufakis bei der Pressekonferenz zur Bewegung DiEM25 in Berlin © dpa

Augstein sagt slebst, dass er nicht zu denen gehört, die sich gleich erstmal von Anfang an darüber lustig machen, weil irgendeiner sagt "Wir brauchen mehr Demokratie in Europa" und "Wir wollen Europa nicht so weiter haben, wie es jetzt läuft". Vielmehr ist er so berührbar und pathetisch, dass er es toll findet, "wenn Leute aus der Slowakei, Italien, Griechenland, Deutschland, Dänemark, England und Frankreich zusammen kommen und sagen: 'Das ist unser Europa und das lassen wir uns weder von den Konzernen wegnehmen, noch von den Bürokraten, noch von den neuen Faschisten'". Eigentlich ist er da erstmal mit dabei. Eigentlich? Volker Wieprecht hat nachgefragt. [mehr]

18:22

Eintagssiege

Menschen

Sarah Bosetti © Daniel Hoth

..der skurrile Kosmos von Sarah Bosetti! [mehr]

18:15

Vorwahlen in New Hampshire

Klare Siege für US-Politrebellen Trump und Sanders

Nach der Vorwahl in Iowa schien Donald Trump angeknackst. Doch sein deutlicher Sieg in New Hampshire macht den Immobilien-Mogul wieder zum Favoriten bei den Republikanern. Nach Auszählung fast aller Stimmen kommt Trump auf 35 Prozent, mehr als doppelt so viel wie der Zweitplatzierte John Kasich. Auch bei den Demokraten setzte sich der linke Außenseiter Bernie Sanders deutlich gegen Hillary Clinton durch.

Der demokratische Senator Bernie Sanders spricht beim Vorwahlkampf in Concord, New Hampshire © dpa

Der New Yorker Milliardär Trump und der demokratische Senator Sanders haben die US-Vorwahlen in New Hampshire gewonnen.

Trump gewann die Vorwahl der Republikaner mit rund 35 Prozent der Stimmen. Er hatte im Vorfeld seinen Plan bekräftigt, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu bauen. Der Gouverneur von Ohio, Kasich, kam bei der Abstimmung auf Rang zwei mit 16 Prozent.

Bei den Demokraten setzte sich Senator Sanders mit 60 Prozent überraschend klar gegen Außenministerin Clinton durch. Er betonte, die Regierung in Washington gehöre allen Menschen, nicht nur einer Handvoll Superreichen. Clinton hatte schon früh am Abend ihre Niederlage eingestanden.
 
Über die US-Vorwahlen sprachen wir mit Dr. Jackson Janes, dem Leiter des American Institute for Contemporary German Studies.

17:39

"Herrschaft des Unrechts"

Kontroverse Debatte nach Seehofer-Äußerungen

CSU-Chef Seehofer hatte mit Blick auf die vergleichsweise offene Flüchtlingspolitik in Deutschland gesagt, es gebe hier eine "Herrschaft des Unrechts". Die SPD kritisierte das scharf. Seehofer benutze eine bösartige Formulierung, um Bundeskanzlerin Merkel zu treffen, sagte SPD-Fraktionschef Oppermann.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) © Sven Hoppe/dpa

Erneute Kritik von CSU-Chef Seehofer an der deutschen Asylpoltik hat eine kontroverse Debatte ausgelöst. Die Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hasselfeldt, bezeichnete Seehofers Formulierung als nicht besonders glücklich. Es sei aber Unsinn, ihm Geschichtsvergessenheit vorzuwerfen.
 
CSU-Generalsekretär Scheuer verteidigte Seehofer im ARD-Fernsehen. Es gebe derzeit in Deutschland und Europa einen "rechtsfreien Raum". Die CSU kämpfe dafür, dass Recht und Ordnung wieder hergestellt würden. Dafür werde man auch vor dem Bundesverfassungsgericht klagen.

Seehofer hatte von einer "Herrschaft des Unrechts" gesprochen, weil Flüchtlinge ungehindert nach Deutschland einreisen dürften. Als Unrechtsstaat hatte die CSU früher auch die DDR bezeichnet.

Die Fraktionschefin der Grünen, Göring-Eckhardt, sagte, als Ostdeutsche finde sie einen solchen Vergleich unsäglich. SPD-Vize Ralf Stegner nannte Seehofers Äußerungen abstrus. Im Interview mit Volker Wieprecht erklärte Stegner, dass das bei Seehofer entweder ein Zustand geistiger Verwirrung sei oder aber das Urteil, das er über seine CSU-Bundesminister abgibt. Beides fände er gleichermaßen kurios. "Eine Bundeskanzlerin, die solche Parteifreunde hat, die braucht keine politischen Gegner mehr", fügte Stegner hinzu.

17:20

Aktuell

Wie wird's Wetter?

Ein Mann geht im strömenden Regen an einer Plakatwand mit leicht bekleideten Models vorbei © dpa - Bildfunk

Hagelschlag oder Sonnenschein: Die Meteorologen von donnerwetter.de präsentierten den radioeins-Hörern, wie das Wetter in Berlin und Brandenburg wird. [mehr]

17:11

Berlin

Illegale Flüchtlingshostels in Privatwohnungen

In Berlin gibt es ein neues illegales Geschäftsmodell, das offenbar immer beliebter wird: Flüchtlinge werden in privaten Mietwohnungen untergebracht - in nicht genehmigten Flüchtlingsherbergen. Doch das Ganze wird als Hotelgewerbe ausgegeben und die Betreiber kassieren dafür saftige Tagessätze vom Lageso.

Straßenzug mit Altbauten in Berlin © imago/Jürgen Ritter

Ein Inforadio-Hörer hat einen solchen Fall in seinem Umfeld entdeckt und sich in der Redaktion mit der Bitte gemeldet, der Sache nachzugehen. Unser rbb-Reporter Oliver Soos (Inforadio) hat die Geschichte recherchiert und erstaunliches herausgefunden. Bis zu 9.000 Euro Miete im Monat kassiert ein Wohnungsbesitzer in Tempelhof möglicherweise, weil er dort Flüchtlinge zu Tagessätzen unterbringt. Die Rechnung zahlt das Land Berlin.
 
Oliver Soos berichtet darüber. [mehr]

16:41

Wischmeyers Schwarzbuch

Das ganze Jahr Aschermittwoch

Dietmar Wischmeyer © Frank Wilde

Alles, womit wir uns gerade arrangiert haben, alles, woran wir glauben, alles, was wir beginnen, gern zu haben - er schlägt es mit Vorliebe zu Klump: Dietmar Wischmeyer. Immer unterwegs zwischen ... [mehr]

16:17

Bayern

Ermittler suchen weiter nach Ursache des schweren Zugunglücks

In Bayern suchen Ermittler weiter nach der Ursache des schweren Zugunglücks. Berichte mehrerer Medien, wonach die Fehlentscheidung eines Bahnmitarbeiters das Unglück ausgelöst haben könnte, wurden von den Behörden bislang nicht bestätigt. Die Ermittlungen hätten gerade erst begonnen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei korrigierte inzwischen auch Meldungen, wonach es ein weiteres Todesopfer gebe. Es werde auch niemand mehr vermisst, hieß es. Demnach liegt die Zahl der Todesopfer weiter bei zehn.

Ein Luftbild zeigt die beiden Personenzüge, die bei Bad Aibling frontal ineinander fuhren © Peter Kneffel/dpa

Nach dem schweren Zugunglück in Oberbayern hat es die Staatsanwaltschaft Traunstein abgelehnt, sich zum Stand der Ermittlungen zu äußern. Zur genauen Ursache könnten derzeit noch keine Aussagen gemacht werden, die Ermittlungen stünden noch am Anfang, hieß es aus dem Polizeipräsidium Oberbayern. Zudem wurden erneut Spekulationen zurückgewiesen, wonach der Fahrdienstleiter im Zusammenhang mit dem schweren Zugunglück unter Verdacht steht.

Der bayerische Ministerpräsident Seehofer besuchte heute die Unfallstelle. Er sprach von einer Tragödie für das ganze Land. Bayern trauere.

Inzwischen laufen die Bergungsarbeiten. Dafür ist ein erster Spezialkran eingetroffen. Bei dem Unglück kamen 10 Menschen ums Leben. Außerdem gab es 17 Schwer- und 63 Leicht-Verletzte.
 
Über das Zugunglück sprachen wir mit Markus Hecht, Professor mit dem Fachgebiet Schienenfahrzeuge an der Technischen Universität Berlin.

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