Do01.12.
16:00 - 19:00

radioeins

mit Nancy Fischer und Holger Klein

Nancy Fischer © radioeins, Jochen Saupe

Krise, Krise, Krise – und es geht uns gut. Denn mit unseren ModeratorInnen bieten wir Ihren anspruchsvollen Ohren nicht weniger als unsere Chefintellektuellen. Einzeln und fein verpackt wechseln sie sich ab und erklären Ihnen die Welt. Egal, ob Mikrokrisen oder Staatsbankrotte, kollabierende Ökosysteme oder psychosoziale Verwerfungen – radioeins begleitet Sie souverän durch alle tagesaktuellen Untiefen in den sicheren Feierabend.

18:35

Aktuell

Weltweiter Schlag gegen Cyber-Kriminalität

Polizei und Staatsanwaltschaft ist ein weltweiter Schlag gegen ein Netzwerk von Cyberkriminellen, der Avalanche-Botnetz-Infrastruktur, gelungen.

Ein Mann arbeitet an der Tastatur eines Laptops © radioeins/Chris Melzer

Spezialisten hätten mehr als vier Jahre lang in 41 Staaten ermittelt, teilten die Behörden in Lüneburg mit. Dabei sei die wahrscheinlich größte Infrastruktur der Welt zum Betrieb sogenannter Botnetze für Phishing-, Spam-Kampagnen und Bankbetrug aufgedeckt worden. 39 Server und mehrere Hunderttausend Domains wurden zeitgleich beschlagnahmt, allein in Deutschland standen mehr als 50.000 Computer unter der Kontrolle der kriminellen Vereinigung.

Der Angriff richtete sich unter anderem auf das Online-Banking. Bankkunden entstand ein Schaden von durchschnittlich 5000 Euro. Auf der Führungsebene seien 16 Beschuldigte identifiziert worden, hieß es weiter. Gegen sieben Verdächtige seien Haftbefehle erlassen worden.

Über die Avalanche-Botnetz-Infrastruktur und den Schlag dagegen sprachen Nancy Fischer und Holger Klein mit Maike Richter vom Norddeutschen Rundfunk. [mehr]

18:23

Leo & Gutsch

How to be a Patenonkel

Leo & Gutsch

Das Leben ist eine ständige Herausforderung. Das haben auch Maxim Leo und Jochen-Martin Gutsch festgestellt. Seit geraumer Zeit kompensieren sie ihre aufgestauten Emotionsschübe in der Berliner ... [mehr]

18:13

Aktuell

Neue Details zur Pkw-Maut

Zum Maut-Kompromiss zwischen Berlin und Brüssel sind neue Details bekannt geworden. Die Opposition spricht von Unsinn, Lachnummer und Biertisch-Maut.

Ein Schild weist auf die Mautpflicht auf Autobahnen hin © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Für ausländische Autofahrer wird es mehrere Kurzzeitvignetten geben, gestaffelt nach Schadstoff-Ausstoß. Die günstigste soll 2,50 Euro für zehn Tage kosten. Auch bei der Maut für Einheimische sollen die Besitzer von schadstoffarmen Autos günstiger fahren. Die Kfz-Steuer soll nicht - wie ursprünglich geplant - eins zu eins mit den von deutschen Autofahrern abgeführten Mautgebühren verrechnet werden, sondern sich am Schadstoff-Ausstoß orientieren. Damit wäre die von Brüssel kritisierte Benachteiligung ausländischer Autofahrer vom Tisch.

Verkehrsminister Dobrindt, CSU, trifft noch heute in Brüssel die zuständige EU-Kommissarin Bulc, um letzte Details zu klären. Von der SPD kam bereits Kritik.

Parlamentsgeschäftsführerin Lambrecht betonte, kein inländischer Autofahrer dürfe stärker belastet werden als bisher. Der Grünen-Politiker Krischer meinte, Dobrindt beglücke das Land mit einer Maut, die den Staat mehr koste als sie einbringe.

Über die Details zur Pkw-Maut sprachen Nancy Fischer und Holger Klein mit Sebastian Schöbel, ARD-Korrespondent in Brüssel.

17:38

Politik

Deutschland übernimmt heute den Vorsitz der G20-Staaten

Höhepunkt der G20-Präsidentschaft wird ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Hamburg Anfang Juli sein, zu dem auch der künftige US-Präsident Trump und der russische Präsident Putin erwartet werden. Bundeskanzlerin Merkel will die Entwicklung Afrikas und die Gesundheit zu Schwerpunktthemen machen.

Das Logo des G20-Gipfels 2017 in Hamburg zeigt einen Kreuzknoten © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung/dpa

Bundesfinanzminister Schäuble hat die G20-Staaten vor einem Rückfall in Nationalismus und Marktabschottung gewarnt. Zum Auftakt der deutschen G20-Präsidentschaft sagte der CDU-Politiker, globale Herausforderungen benötigten globale Lösungen. Die G20-Staaten müssten Antworten finden, um der wachsenden Skepsis der Menschen zu begegnen.

In den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern leben zwei Drittel der Weltbevölkerung, fast 90 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts werden erwirtschaftet und 80 Prozent des Welthandels bestritten. Die G20 sind zwar nur ein informeller Zusammenschluss, dessen Beschlüsse keine rechtliche Bindung haben, aber doch sehr wichtig für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit – und sei es nur, um Missverständnisse zu vermeiden.

Nancy Fischer und Holger Klein sprachen darüber mit dem Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel von der Uni Bremen.

17:10

Welt-Aids-Tag

Mit HIV kann ich leben, mit Diskrimierung nicht

Zum heutigen Welt-Aids-Tag rufen Verbände und Politiker zu Solidarität mit HIV-Infizierten und Aids-Kranken auf. Betroffene würden noch immer zu oft diskriminiert, isoliert oder sozial ausgegrenzt.

Die Rote Aids-Schleife ist an eine Jacke geheftet © imago/Manngold

Die älteren unter uns werden sich noch erinnern: Irgendwann in den 1980er Jahren, bei vielen mitten in der Pubertät, war es plötzlich tödlich, miteinander zu schlafen. HIV/AIDS war in der Welt und niemand wusste so recht damit umzugehen. Die Panik von damals ist mittlerweile vorbei und niemand muss mehr an AIDS sterben, denn wir haben gute Medikamente und die machen daraus nur noch eine chronische Krankheit.

Das ist kein Grund, nicht trotzdem weiterhin das Thema AIDS in Erinnerung zu rufen. Der Ruf kommt regelmäßig am Welt-AIDS-Tag, der heute ist.

Nancy Fischer und Holger Klein sprachen darüber mit Holger Wicht von der Deutschen AIDS-Hilfe...

16:38

Wissen - Denken - Meinen

Pirelli-Kalender will mit unvollkommener Schönheit punkten

Kein dominantes Make-up, viele Nahaufnahmen: Star-Fotograf Peter Lindbergh will im neuen Pirelli-Kalender dem "Terror von Perfektion und Jugend" trotzen.

Fotograf Peter Lindbergh posiert bei der Präsentation des Pirelli Kalenders 2017 mit Helen Mirren (li.) und Uma Thurman © AP Photo/Francois Mori

Dafür fotografierte Lindbergh zahlreiche Filmstars wie Helen Mirren (71), Uma Thurman (46) und Penélope Cruz (42) ganz natürlich - Mirren ("The Queen") etwa in eine Decke gehüllt. Er habe etwas gegen den heutigen "Schönheits-Terror" tun wollen, sagte Lindbergh in einem am Dienstag vorgestellten Video zur 44. Edition des Pirelli-Kalenders. "Alles Unvollkommene ist verschwunden. Und das lässt nur leere Gesichter übrig", kritisierte der Deutsche bei einer Pressekonferenz in Paris.

Lindbergh möchte also weg vom Terror von Perfektion und Jugend? Ein Kommentar von der Kulturjournalistin Jenni Zylka.
[mehr]

16:20

Satiremagazin

"Charlie Hebdo" startet in Deutschland

Das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" erscheint seit heute auch auf deutsch. Die erste Ausgabe nimmt sich in Karikaturen sowohl Bundeskanzlerin Merkel als auch die AfD-Bundesvorsitzende Petry vor.

Ausgaben der französischen Satire-Zeitschrift «Charlie Hebdo» stecken im Zeitungsständer eines Presseshops © dpa

Auf der Titelseite des Satiremagazins liegt die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Hebebühne und ein Automechaniker schleppt ein Ersatzteil herbei. In einer Sprechblase steht: "Ein neuer Auspuff und es geht noch 4 Jahre weiter." Auf der letzten Seite der Deutschlandausgabe wird eine Auswahl an Karikaturen unter dem Motto "Von diesen Titelseiten bleiben Sie verschont" präsentiert. Eine davon beschäftigt sich mit Frauke Petry. Die Karikatur zeigt die AfD-Vorsitzende mit einer an Adolf Hitler erinnernden Frisur. Der Text dazu lautet: "Den Scheitel hat sie schon. Fehlt nur noch das Bärtchen!".

Nancy Fischer und Holger Klein sprachen darüber mit Minka Schneider, Chefredakteurin der deutschen "Charlie Hebdo"-Ausgabe. [mehr]

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Na sowas! Kann es sein, dass Sie mit einem total veralteten Browser unterwegs sind? Das ist überhaupt nicht empfehlenswert, aus ganz vielen Gründen...
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