Do26.03.
16:00 - 19:00

radioeins

mit Volker Wieprecht

Volker Wieprecht © rbb, Jim Rakete

Krise, Krise, Krise – und es geht uns gut. Denn mit Volker Wieprecht oder Thomas Wosch bieten wir Ihren anspruchsvollen Ohren nicht weniger als unsere Chefintellektuellen. Einzeln und fein verpackt wechseln sie sich ab und erklären Ihnen die Welt. Egal, ob Mikrokrisen oder Staatsbankrotte, kollabierende Ökosysteme oder psychosoziale Verwerfungen, Wieprecht oder Wosch – radioeins begleitet Sie souverän durch alle tagesaktuellen Untiefen in den sicheren Feierabend.

18:40

Leo & Gutsch

Neuköllnluder

Leo & Gutsch

Das Leben ist eine ständige Herausforderung. Das haben auch Maxim Leo und Jochen-Martin Gutsch festgestellt. Seit geraumer Zeit kompensieren sie ihre aufgestauten Emotionsschübe in der Berliner ... [mehr]

18:20

Musikpreis

Echo-Preisverleihung in Berlin

In den Messehallen unter dem Berliner Funkturm wird heute Abend der "Echo" verliehen. Der Musikpreis wird in mehr als 30 Kategorien vergeben. Die ARD überträgt die Gala ab 20.15 Uhr live und unser Kollege MC Lücke ist vor Ort.

Echo-Trophäe © dpa
17:40

"Nach Wriezen"

Grimme-Preis für rbb-Dokumentation von Daniel Abma

Was kommt nach dem Knast? Wie findet man zurück ins Leben draußen? Der Dokumentarfilmer Daniel Abma erhält für seinen Film "Nach Wriezen" am 27. März den Grimme-Preis. Er begleitet in seiner Dokumentation die drei straffällig gewordenen Jugendlichen Imo (22), Jano (17) und Marcel (25) am Tag ihrer Entlassung aus der JVA Wriezen (Brandenburg) und über die folgenden drei Jahre.

Szene aus "Nach Wriezen": Imo und seine Freundin Steffi im Kettenkarrussell © rbb/Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Sie stehen da mit leeren Taschen, haben mit ihren erst 17 bis 22 Jahren schon eine Haftstrafe wegen Drogenhandels oder sogar Mord an einem 16jährigen auf dem Buckel und wissen nicht, wie es weiter geht. Der Filmemacher Daniel Abma hat drei jugendliche Straftäter drei Jahre lang nach dem Tag ihrer Entlassung aus der JVA Wriezen begleitet. Für seinen Film „Nach Wriezen - Über das Leben nach der Haft“ erhält der Autor Daniel Abma morgen den Grimme-Preis, heute ist er 23:30 Uhr im rbb Fernsehen zu sehen.

16:40

Fehl und Tadel

Die ökologisch bewusste Modefrau

Die Stilkritik mit Oliver MacConnell

Oliver MacConnell

Manche Menschen haben Stil. Andere können darüber reden. Auf Oliver MacConnell trifft beides zu. Er arbeitete für Karl Lagerfeld, reist durch die Welt und lehrt Modemanagement in Berlin. Seine ... [mehr]

16:20

Südfrankreich

Führte der Co-Pilot den Absturz mit Vorsatz herbei?

Die Auswertung des Stimmrekorders hat ergeben, dass der Absturz der Germanwings-Maschine über den französischen Alpen möglicherweise vorsätzlich herbeigeführt worden ist, teilte die französische Staatsanwaltschaft mit. Ist dieser Schluss verfrüht? Wir sprachen darüber mit dem Luftfahrtjournalisten Tim van Beveren.

Der geborgene Stimmrekorder des verunglückten Germanwings-Airbus A320 © dpa

Wieprecht: Es gibt eine technisch zwingende Beweiskette, die zumindest die französische Staatsanwaltschaft anführt, die nur den Schluss zulässt: der Co-Pilot muss die Maschine willentlich hat abstürzen lassen. Können wir diese Beweiskette rekapitulieren?
 
Van Beveren: Das wäre schön, wenn man die in Gänze rekapitulieren kann. Außer dieser Aussage habe ich da noch keine Beweise gesehen. Als Jurist reicht mir das noch nicht aus, um jetzt eine pauschale Verurteilung oder auch einen solchen Schluss überhaupt zuzulassen. Mir selber würden verschiedene Möglichkeiten einfallen, die ein ähnliches Szenario möglich machen – ohne das es willentlich herbeigeführt worden ist.
 
Wieprecht: Szenario 1: Der Kapitän geht raus, sagt: übernimm du, kommt dann nicht wieder rein, weil er beim ersten Versuch des Logins scheitert, der Not-Login nicht funktioniert, weil der Co-Pilot von innen verriegelt hat; man hört die ganze Zeit Atemgeräusche. Schlussfolgerung: der Pilot kam nicht mehr rein – wollte aber, und der Co-Pilot hat den Sinkflug willentlich eingeleitet.
 
Van Beveren: Anderes Szenario: Kohlenmonoxid dringt in dem Moment ein, wo der Kapitän rausgegangen ist. Kohlenmonoxid ist unsichtbar, riecht nicht, führt dazu, dass ich innerhalb kürzester Zeit die Besinnung verliere, wirkt auf das Nervensystem. Als Co-Pilot möchte ich noch ganz schnell die Tür aufmachen, damit mir jemand zur Hilfe kommen kann, und versuche den Schalter umzulegen – der geht aber nicht nach oben sondern nach unten und verriegelt die Tür. Und dann sackt mein Körper zusammen – ich sacke mit dem Körper auf den Sidestick, der Airbus nimmt die Nase runter und beginnt zu sinken – in einem Bereich zwischen 2500 und 3500 ft. pro Minute.
 
Wieprecht: Offensichtlich ist der Lufthansa-Vorstand, Herr Spohr hat es auf der Pressekonferenz auch ähnlich gesagt, fassungslos über dieses erste Untersuchungsergebnis, dass da jemand mutwillig den Sinkflug eingeleitet hat.
 
Van Beveren: Ich glaube, das sind sie alle. Es gilt aber trotzdem der Grundsatz der Flugunfalluntersuchung: Ich muss erstmal alles in Betracht ziehen, was möglich ist, und dann muss ich Beweise finden für das was ich ausschließe, was es gewesen sein kann. Und da denke ich mir, sind wir noch ein bisschen zu früh. Wir haben ein Wrack, das noch in dem Berg liegt. Wir haben nicht die Leiche des Co-Piloten, die in einer chemisch-toxikologischen Untersuchung untersucht worden ist, was normalerweise zu einer pathologischen Untersuchung hinzugehört – um zu erkennen: war da vielleicht noch was anderes? Haben wir einen Abschiedsbrief des Co-Piloten? Hat er den Selbstmord angekündigt? Gibt es irgendwelche Leute, die das bestätigen? Ist er irgendwie in der Vergangenheit aufgefallen? Also wie gesagt, da kann ich genauso viele Fragezeichen hinter setzen. Aber nehmen wir mal an, es ist der Fall, dass was die Staatsanwaltschaft da jetzt aufgrund der ersten Analyse des Voice-Recorders meint, dieser Schluss ist ein legitimer Schluss, dass der Co-Pilot die Maschine absichtlich in den Sinkflug gebracht und damit sich und 149 Menschen ums Leben gebracht hat, dann haben wir eine einmalige Situation, zumindest in Deutschland. So etwas hat es bei uns bislang nicht gegeben. […]
 
Wieprecht: Hat dann die Fluggesellschaft Norwegian zu schnell reagiert, wenn sie sagt, dass sie es fortan nicht mehr erlauben wird, dass ein Pilot alleine im Cockpit ist?
 
Van Beveren: Also es machen einige Airlines, dass wenn einer das Cockpit verlässt, ein anderes Besatzungsmitglied aus der Kabine im Cockpit sein muss - einfach auch um das Prinzip der Redundanz aufrechtzuerhalten. Damit eben auch Zweifelsfalles ein zweiter da ist, der reagieren kann. Bei den europäischen Airlines war das bisher selten der Fall. Wir hatten bisher keinen Anlass dafür. Ich denke, dass dieser Fall das in die Diskussion bringt und vermutlich werden wir auch sehr bald eine solche Vorschrift sehen, damit das in Zukunft auszuschließen ist.
 
Wieprecht: Ich hänge immer noch bei ihrer Kohlenmonoxid-Version. War das jetzt nur einfach blind dagegengehalten, um zu zeigen, dass die Presse zu schnell schießt und wir alle zu schnell Schlüsse ziehen?
 
Van Beveren: Ich denke erstmal, dass die Staatanwaltschaft zu schnell schießt. Das geht schon deutlich an deren Adresse. Mich wundert das, dass ich ohne dass ich einen Tatort sauber erfasst habe und alle Spuren gesichert und ausgewertet habe, eben aufgrund des Voice-Recorders, der ja auch beschädigt war und wo man zuerst nicht wusste, wer war denn eigentlich wer und wer war im Cockpit und wer nicht, man jetzt heute zu solchen Schlüssen kommt. Jetzt schon zu sagen, damit ist der Unfall aufgeklärt und abgeschlossen und es war der Co-Pilot, der die Maschine zum Absturz gebracht hat, das halte ich für verfrüht. [...] [mehr]

ico-blame

Na sowas! Kann es sein, dass Sie mit einem total veralteten Browser unterwegs sind? Das ist überhaupt nicht empfehlenswert, aus ganz vielen Gründen...
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