Fr13.10.
13:00 - 17:00

fr, 13:00 - 17:00

Die Schöne Woche

mit Sonja Koppitz und Max Spallek

Ein politisch-kultureller Wochenrück- und Wochenendausblick

Sonja Koppitz (Foto © radioeins/Schuster)

Am Ende einer mehr oder weniger "Schönen Woche" begrüßt radioeins die geneigte Hörerschaft zu einer bunten Schau wohlfeiler Unterhaltung und knallharter Information. Unsere Moderatoren blicken zurück auf die wichtigsten Ereignisse der Woche und schauen voraus auf die Highlights des Wochenendes...

16:41

Barrierefrei

Kino-App für Blinde und Gehörlose

Die Apps GRETA und STARKS ermöglichen blinden, visuell beeinträchtigten und gehörlosen Zuschauern einen barrierefreien Filmgenuss.

Blick in einen leeren Kinosaal © radioeins/Chris Melzer
radioeins/Chris Melzer

Man kann sich als sehender und hörender Mensch wahrscheinlich gar nicht vorstellen, welche alltäglichen Situationen für Blinde und Gehörlose absolute Schwierigkeiten bedeuten. Eine solche schwierige Situation ist ein ganz normaler Kinobesuch. Diesem Problem hat sich aber ein Berliner StartUp angenommen, und zwar mit Hilfe der Apps Greta und Starks. Dafür hat das Unternehmen rund um Seneit Debese jetzt den Preis für das Land Berlin vom Unternehmenswettbewerb der KfW bekommt.

Was diese Apps konkret können, verrät Seneit Debese im Gespräch mit Sonja Koppitz und Max Spallek. 

radioeins/Chris Melzer
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15:42

Brandenburg

Die SPD und die Kreisgebietsreform

Der brandenburgische SPD-Fraktionschef Bischoff sieht weiter eine Mehrheit im Landtag für die umstrittene Kreisgebietsreform. Bischoff sagte dem rbb Inforadio, in einer Probeabstimmung der SPD-Fraktion habe es keine Gegenstimme gegeben. Allerdings sei eine Enthaltung angekündigt worden.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) © imago/Martin Müller
imago/Martin Müller

SPD-Fraktionschef Mike Bischoff hat dementiert, dass Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei einer Debatte um die Kreisgebietsreform mit seinem Rücktritt gedroht hat. Dies sei eine falsche Behauptung, sagte Bischoff dem rbb. Es habe eine emotionale, aber konstruktive Debatte gegeben, jedoch keine derartigen Drohungen. Die SPD-Fraktion stehe zu ihrem Reformvorhaben und werde der Kreisgebietsreform geschlossen zustimmen. Es werde lediglich eine Enthaltung geben.

Nach rbb-Informationen ergab eine Probeabstimmung in der SPD-Fraktion, dass die Reform im Landtag durchfallen könnte. Bei der laufenden Klausur in Neuhardenberg hätten sich mehrere SPD-Abgeordnete enthalten. Sie könnten das Vorhaben in seiner jetzigen Form nicht mittragen. Ministerpräsident Woidke soll für diesen Fall mit seinem Rücktritt gedroht haben. 

Die Abstimmung im Landtag ist für Mitte November geplant. Rot-Rot verfügt nur über eine Mehrheit von drei Stimmen. Auch bei der Linken gibt es mindestens einen Abweichler.

Wird die geplante Kreisgebietsreform zunehmend auch zu einer Belastungsprobe für die rot-rote Koalition? radioeins-Reporterin Amelie Ernst berichtet darüber. [mehr]

imago/Martin Müller
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15:10

Das Wochenspiel

Die Volle Packung Kultur

Die volle Packung Kultur

Die Volle Packung Kultur startet Freitag abend mit einem entspannten Jazzabend in den Ministergärten am Potsdamer Platz. Am Samstag morgen ist ausgiebiges Schlemmen im Café BilderBuch ... [mehr]

14:38

Nationalratswahl am Sonntag

Österreich sucht den politischen Neuanfang

In Österreich wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Den vielen "repräsentativen Umfragen" ist kaum zu trauen: Mal liegt Kern vorn, mal Strache vorn, mal Kurz, der mit seinen 31 Jahren zum jüngsten Regierungschef Europas aufsteigen will. Klar ist aber schon jetzt: Die EU-feindliche FPÖ könnte in einer Koalition an die Regierung kommen, ob als "Zugpferd" oder als "Juniorpartner" mit Kurz oder auch Kern, denn mit den Sozialdemokraten gibt es viele Übereinstimmungen in der Sozialpolitik. Für die EU hätte das dramatische Folgen.

Die österreichische Staatsflagge weht in Wien © imago/Arnulf Hettrich
imago/Arnulf Hettrich

Während sich in Deutschland alle so langsam mit dem Gedanken an Jamaika abfinden, wird die nächste Regierunsgbildung in Österreich vielleicht noch komplizierter. Am kommenden Sonntag findet die Nationalratswahl in dem Alpenland statt. Und nach dem Auseinanderbrechen der Großen Koalition befürchten viele einen neuen Zusammenschluss von der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) unter Führung des erst 31jährigen Sebastian Kurz und der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), so wie im Jahr 2000.

Um dieses Wirrwarr an österreichischer Politik zu verstehen, braucht man wohl einen besonderen Österreich-Experten. Wir haben einen gefunden: Dirk Stermann.

imago/Arnulf Hettrich
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14:10

Polen-Experte

Comedian Steffen Möller erklärt Warschau

Ab heute 17 Uhr macht das radioeins-Team quasi 'nen polnischen, denn ab kommenden Montag senden Sonja Koppitz und Max Spallek nicht mehr hier aus dem Studio in Potsdam, sondern bis Donnerstag jeweils von 16 bis 19 Uhr aus Warschau.

Steffen Möller © imago/Thomas Müller
© imago/Thomas Müller

Damit die beiden sich auch gut benehmen, bekommen sie Tipps von einem ganz besonderen Polen-Experten. Man könnte sagen, er ist sowas wie der Thomas Gottschalk von Polen, gemischt mit einer Portion Jo Gerner. Und all das, obwohl er gar kein Pole ist, sondern Deutscher.

Der Comedian Steffen Möller erklärt Sonja Koppitz und Max Spallek die Stadt Warschau.

© imago/Thomas Müller
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13:38

Das Bild der Woche

Die Ästhetik des Sturmtiefs Xavier

Wir leben in einer Welt der Bilder. Sie sind nicht aufzuhalten. Jeden Tag werden es mehr. Unser Sehen verkommt zum flüchtigen Blick. Wir sind dabei, es zu verlernen. In der Schönen Woche nehmen wir uns die Zeit, die wir sonst nicht haben. Für ein einziges Bild – das Bild der Woche. Die Kunsthistorikerin Christina Landbrecht seziert, analysiert und interpretiert. Und ganz nebenbei lernen wir wieder zu sehen.

In Folge des Sturmtiefs Xavier liegen am 06.10.2017 drei Bäume an der Landstraße L411 bei Rautenberg im Landkreis Hildesheim (Niedersachsen) © dpa/Julian Stratenschulte
dpa

Wenn man in diesen Tagen die Zeitung aufschlägt, so entdeckt man viele Bilder, die Landschaften nach einer Naturkatastrophe zeigen, Wie etwa nach den großen Bränden in Kalifornien, wo manches Weinbaugebiet nun eher einer Marslandschaft ähnelt.

Doch auch hierzulande gab es in den letzten Tagen nach Sturm „Xavier“ viele Bilder, die das Ausmaß der Naturgewalt zeigen. Was sie gemeinsam haben, ist eine gewisse Ästhetik - manche Bilder sind so kunstvoll schön geworden, dass man fast vergessen könnte, welch grausame Kraft dahinterstand. Eines dieser Exemplare ist diesmal unser Bild der Woche.

dpa-Fotograf Julian Stratenschulte hat es an der Landstraße L411 bei Rautenberg im Landkreis Hildesheim (Niedersachsen) mit einer Drohne aufgenommen. Es zeigt drei umgestürzte Bäume, die ein Landwirt mit einem Radlader auf die Felder am Straßenrand gedrückt hatte, damit sie nicht mehr auf die Straße kippen konnten.

Sonja Koppitz und Max Spallek sprechen darüber mit der Kunsthistorikerin Christina Landbrecht.

13:20

Remember 1987

Neonazi-Überfall auf das Element of Crime-Konzert in der Zionskirche

Es sollte ein friedliches Konzert sein – illegal aber friedlich. Am 17. Oktober 1987 spielte die Ost-Berliner-Punkband „Die Firma“ und die West-Berliner Band „Element of Crime“ in der Zionskirche in Prenzlauer Berg. Am Ende des Konzerts überfielen Neonazis die Kirche.

Element Of Crime-Gitarrist Jakob Ilja © imago/Rudolf Gigler
imago/Rudolf Gigler

Was für die einen der schreckliche Abschluss eines Konzertes war, ist für andere heute ein historisch wichtiges Ereignis. Jakob Ilja ist Gitarrist bei Element of Crime und war damals in der Zionskirche.

Wie er die Situation damals wahrgenommen hat, erzählt er im Gespräch mit Sonja Koppitz und Max Spallek.

imago/Rudolf Gigler
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