Die politische Diskussion

radioeins und Freitag-Salon

Die Sozialdemokratie ist am Ende. Zeit für eine linke Rebellion? Sebastian Puschner vom Freitag im Gespräch mit Simone Lange...

Simone Lange (SPD), Oberbürgermeisterin von Flensburg © dpa/Christian Charisius
Simone Lange (SPD), Oberbürgermeisterin von Flensburg | © dpa

Alle reden von Solidarität und Aufstehen, aber kaum einer assoziiert damit die SPD. Die Volkspartei, die einst für den Arbeiterkampf, Gleichberechtigung und den Schutz der Armen und Schwachen stand, scheint wie gelähmt. Leere Oppositionsversprechen und die fehlende Neuausrichtung der Partei haben in den letzten Monaten ein massives Glaubwürdigkeitsproblem geschaffen. Und mittlerweile muss die Partei um zweistellige Wahlergebnisse bangen.

„Jetzt erst recht“, setzt SPD-Bürgermeisterin Simone Lange dem Ohnmachtsgefühl optimistisch entgegen. Trotz ihrer Niederlage gegen Andrea Nahles um den SPD-Parteivorsitz kämpft sie um die Erneuerung ihrer Partei. Den Verlust von mehr als zehn Millionen sozialdemokratischen Wählerstimmen in den letzten 20 Jahren will sie nicht hinnehmen. Ihr Appell: „Sozial Demokratie wagen! Neue Politik für Deutschland und die SPD“.

So lautet deshalb auch der Titel ihres neuen Buches. „Ich will den Versuch wagen, mehr Herz und Mitmenschlichkeit in die harte Regierungsarbeit zu bringen. Und zeigen, wie notwendig es ist, die Menschen wieder zu erreichen, ihnen Wohlstand und Freiheit zurückzugeben, statt sie durch eine Politik der Angst einzuschüchtern.“

Sebastian Puschner vom Freitag diskutiert mit Simone Lange über die sozialdemokratische Idee, Mut zur Veränderung und eine Politik der Menschlichkeit.

Zur Person

Simone Lange wurde 1976 in Rudolstadt in der ehemaligen DDR geboren. Nachdem sie ihr Studium als Diplom-Verwaltungswirtin im Fachbereich Polizei beendete, ging sie zunächst zur Kriminalpolizei Flensburg.

Lange trat 2003 in die SPD ein und bekleidete verschiedene Parteiämter. Sie war von 2008 bis 2012 im Rat der Stadt Flensburg und dort Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Von 2013 bis 2016 war sie Kreisvorsitzende der SPD Flensburg. Seit Januar 2017 ist sie Oberbürgermeisterin der nördlichsten kreisfreien Stadt Deutschlands.

Lange kandidierte im April 2018 für das Amt der Bundesvorsitzenden der SPD und erreichte 28 Prozent der Stimmen.

Am Montag, den 03.12.2018 um 20 Uhr im Maxim Gorki Theater, Studio Я , Hinter dem Gießhaus 2, 10117 Berlin.

Zu hören auch live auf radioeins von 20.00 bis 21.00 Uhr.

Sebastian Puschner © Der Freitag
Sebastian Puschner | © Der Freitag

Der radioeins und Freitag-Salon ist ein politisches Diskussionsformat im Maxim Gorki Theater Berlin. Zuletzt waren u.a. Andrej Holm, Heinz Bude, Michael Müller, Ska Keller, Jürgen Todenhöfer, Margot Käßmann, Ahmad Mansour, Peter Altmaier, Simone Peter, Wolfgang Herles, Bodo Ramelow, Naika Foroutan, Jan Böhmermann, Gesine Schwan, Philipp Ruch, Thilo Bode, die Yes Men, Frank Bsirske, Gregor Gysi, Constanze Kurz, Sandra Maischberger, Evgeny Morozov, Claudia Roth, Harry Rowohlt, Sahra Wagenknecht, Harald Welzer, Marina Weisband und Jean Ziegler zu Gast. Jenseits von Netz und Papier diskutiert JSebastian Puschner vom Freitag mit den Gästen über Glück und Unglück der Gegenwart. Das Format existiert seit Oktober 2009 und findet seitdem in regelmäßigen Abständen statt.

Sebastian Puschner studierte Politik-, Verwaltungswissenschaften und Philosophie in Potsdam und wurde an der Deutschen Journalistenschule in München zum Redakteur ausgebildet. Bei der „taz. die tageszeitung“ arbeitete er als Redakteur im Berlin-Ressort und schrieb dort hauptsächlich über Arbeits- und Wirtschaftsthemen. 2014 wechselte Sebastian Puschner zur Wochenzeitung „der Freitag“, wo er den monatlichen Wirtschaftsteil der Wochenzeitung mit aufbaute. Seit 2017 ist er Verantwortlicher Redakteur für Politik und Wirtschaft.

Eintrittspreis: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro
Veranstaltungsort:
Maxim Gorki Theater - Studio Я
Hinter dem Gießhaus 2
10117 Berlin - Mitte

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Der radioeins und Freitag Salon ist ein politisches Diskussionsformat im Maxim Gorki Theater Berlin - ein Zwiegespräch zwischen "Freitag"-Verleger Jakob Augstein und seinem Gast. ... [mehr]